Silvio Baier hat nicht nur die vor einigen Tagen hier veröffentlichte Übersicht von Beweispartien mit der Themenverbindung „Ceriani-Frolkin und Pronkin“ zusammengestellt, sondern wesentlich selbst be- und erarbeitet.
Das wird schon an ein wenig Statistik deutlich: Von den 94 dort wiedergegebenen Aufgaben stammen 77 (!) aus seiner Dresdner Werkstatt, hinzu kommt eine Aufgabe, an der er als Co-Autor beteiligt war: Das ist ein „Eigenanteil“ von 83%!
Eines der neuesten Stücke aus dieser Veröffentlichung möchte ich heute mit euch zusammen anschauen:
The Hopper Magazine 2026
Beweispartie in 29,5 Zügen (14+11)
Zunächst fällt beim Blick aufs Diagramm der schwarze Umwandlungsläufer auf: Der muss aus dem [Ba7] entstanden sein, der dann mittels a2xXb1=L umwandelte: Der neu entstandene Läufer kann ja den Südwest-Käfig nie verlassen haben. Und zusammen mit dxYc6 sind beide schwarze Schlagfälle geklärt.
Bei Weiß fehlen nur zwei Bauern auf dem Königsflügel — die müssen sich also beide umgewandelt haben, um sich selbst in Westen schlagen zu lassen oder ein originales Schlagopfer zu ersetzen.
Rechnet man für die Schlagbilanz den sLa2 als a-Bauer, so stellt man fest, dass neben der Dame bei Schwarz genau die vier Bauern des Königsflügels fehlen. Drei Schlagfälle durch Weiß sehen wir auf b3, c3 und d3; die beiden anderen sind noch verborgen — wir hegen aber schon einmal den Verdacht, dass es sich hier um das Schlagen von Originalbauern handelt, die damit den Weg zur doppelten Umwandlung des Weißen freigeben.