3. FIDE-Weltcup

Die „große FIDE“ schreibt in Kooperation mit dem Präsidium der WFCC den 3. Weltcup für Schachkomposition 2013 in acht Rubriken (denen der FIDE-Alben) aus.

Jeder Komponist ist eingeladen, pro Rubrik eine Originalaufgabe (Koproduktionen sind nicht zugelassen) ausschließlich per Mail mit Diagramm, Lösungen, möglichen Kommentaren und Angabe der Postanschrift bis zum 1. September 2013 an den Turnierdirektor Dimitri Turewski (dmitri.turevski(AT)gmail.com) zu senden. Das Thema ist frei, es gibt für die Hilfs- und Selbstmatts keine Längenbeschränkungen. Für die Märchenabteilung sind nur Aufgaben zugelassen, die mit Alybadix, Popeye oder WinChloe getestet sind; gebt bitte an, mit welchem Programm die Aufgabe getestet wurde.

Preisrichter in den Rubriken sind:

  • Zweizüger: Vasil Djachuk
  • Dreizüger: Miodrag Mladenović
  • Mehrzüger: Michael Marandjuk
  • Studien: Juri Akobia
  • Hilfsmatts: Fadil Abdurahmanović und Borislav Gadjanski
  • Selbstmatts: Zoran Gavrilovski
  • Märchenaufgaben: Petko Petkov
  • Retros/Beweispartien: Silvio Baier

Der Preisbericht soll schon am 15. Dezember 2013 im Internet veröffentlicht werden. Alle Teilnehmer erhalten eine Broschüre mit den Turnierergebnissen (daher die Postanschrift…). Für die Erstplatzierten jeder Rubrik gibt es einen Pokal, weiterhin für alle Preisträger vom FIDE-Präsidenten unterzeichnete Urkunden.

Übrigens: die Preisberichte der ersten beiden FIDE-Weltcups könnt ihr auf der Seite von Andrej Seliwanow finden.

Retro der Woche 22/2013

Wenn zwei Größen wie Michel Caillaud und Reto Aschwanden gemeinsam eine Beweispartie bauen, kann man davon ausgehen, dass das kein „08/15 Stück“ wird — und ihr werdet sehen, dass diese Annahme auch für die Aufgabe richtig ist, die ich heute ausgesucht habe.

Michel Caillaud & Reto Aschwanden
Phénix 2005, 1. ehrende Erwähnung
Beweispartie in 17 Zügen (15+13)

 
Beginnen wir wie üblich mit dem Zählen der erforderlichen Züge: Weiß benötigt mindestens 16, um seine Steine in die Diagrammstellung zu bekommen (3xD, 4xT, 3xL, 2xS, 4xB), ein Zug ist also noch frei. Die Nordost-Ecke des Bretts kann nur dann rechtzeitig von den weißen Steinen erreicht werden, wenn [wLf1] schnell starten kann; dies legt nahe, dass Schwarz rasch auf f3 ein Schlagobjekt bereit stellt.
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mpk 50

Heute gibt es in München Anlass zu einer großen Feier: Wenn vielleicht schon nicht fussballerisch, dann problemschachlich, denn der Münchener Problemkreis (mpk) feiert heute sein 50jähriges Bestehen!

Am 25. Mai 1963 trafen sich im Hotel Torbräu mitten in der Münchener Innenstadt 16 Problemisten zu einem von Max Rieger initiierten Beisammensein, auf dem sofort beschlossen wurde, sich monatlich zu treffen — und diese Tradition hält bis heute an.

Wer am zweiten Sonnabend eines Monats im Raum München weilt, dem kann ich nur empfehlen, das Treffen, das nach verschiedenen Umzügen nun im Seniorenclub in Haar sein Zuhause gefunden hat, zu besuchen. Nehmt vorher einfach Verbindung auf zu Norbert Geissler (Mail: norbert.geissler(AT)ng37.de).

Frank Müller ist derzeitiger Herausgeber der „mpk-Blätter“, den jeweils zum Treffen erscheinenden Mitteilungen des Münchener Problemkreises, die unter anderem einen eigenen Urdruckteil enthalten, für den ich das Vergnügen habe, für die Jahre 2012 und 2013 als Preisrichter zu fungieren. Die Ausgaben können von der (toll gemachten!!) Problemschachseite von Gerald Ettl heruntergeladen werden.

Von hier herzliche Glückwünsche zu diesem tollen Jubiläum — ich freue mich schon auf meinen nächsten Besuch beim mpk!

Für die Frühstückspause

In Andernach habe ich einige neue Hefte von PHÉNIX erhalten: Nach dem plötzlichen Tod von Denis Blondel im letzten Jahr geht es mit dieser Zeitung glücklicherweise offensichtlich weiter.

Aus den Retro-Urdrucken möchte ich ein kleines Stück vorstellen: Die Lösungen gebe ich nicht an, das ist sicher eine Kleinigkeit für die Frühstückspause?! Viel Spaß damit!

François Labelle
6519 PHÉNIX XI/2012
Beweispartie in 4,5 Zügen, 2 Lösungen (15+14)

Retro der Woche 21/2013

In der Diagrammstellung den Inhalt verbergen ist eine der wesentlichen Künste eines Komponisten von Beweispartien: Auf mich wmachen besonders Beweispartien Eindruck, bei denen man nicht sofort sieht, war der Inhalt ist — und selbst wenn man es ahnt, nicht sofort erkennt, weshalb eigentlich nur dieser Inhalt das Problem ausmachen kann, weshalb nicht irgend eine andere Lösung funktioniert.

Solch ein Stück ist die Aufgabe, die ich als heutiges Retro der Woche herausgesucht habe.

Gianni Donati
3. The Problemist Supplement Thematurnier 2002, 1. Preis
Beweispartie in 20 Zügen (15+13)

Zählen wir die weißen Züge, so kommen wir auf mindestens 19, die prinzipiell klar sind, wenn man berücksichtigt, dass der fehlende [wLf1] auf c6 gestorben ist — und die 19 sind auch nur realistisch, wenn man davon ausgeht, dass [wTa1] in drei Zügen nach f6 oder g6 gelangen konnte.

Bei Schwarz sind nur zwei Züge sichtbar, und es kommt auch theoretisch maximal eine Umwandlung durch Schwarz [sBh7] in Frage, so dass immer noch viele Züge offen bleiben.

Also ein Rundlauf- oder Rückkehr-Thema? Nicht unwahrscheinlich, aber welcher Stein — und warum sollte der so lange laufen?
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Mailadresse P. A. Petkov

Gerade weil Petko A. Petkov Direktor der Märchenschach-Abteilung für das FIDE-Album 2010-2012 ist (denkt dran: Einsendeschluss 1. Juni 2013!), möchte ich hier seine neuen Mailadressen posten, die ihr bitte beide ab sofort bei Kommunikation mit ihm nutzt:

ppetkov2702(AT)gmail.com
pap1_petkov(AT)yahoo.com

Ich habe die Änderung auch in der Ankündigung der Album-Ausschreibung angepasst.

Retro-Thema Messigny 2013

Kaum ist das Andernacher Schachtreffen vorbei, ziehen manche Problemisten weiter nach Messigny bei Dijon, wo das französischen Pendant zu Andernach immer am Pfingstwochenende stattfindet.

Dort wird u.a. ein Retro-Kompositionsturnier durchgeführt, an dem auch Nicht-Teilnehmer des Treffens teilnehmen dürfen.

In diesem Jahr geht es um die Komposition eines Retro-Problems mit (mindestens) einem Volet-Bauern, also ein Bauer, der nach fünf Schlägen auf der gleichen Diagonale die 7. Reihe erreicht hat. Der thematische Volet-Bauer kann auf der 7. Reihe auch geschlagen worden sein; er darf sich auch umgewandelt haben, dann allerdings nach einem sechsten Schlag auf dieser Diagonale. Es sind nur orthodoxe Retros zugelassen, Chess960 allerdings ist erlaubt.

Beispielaufgabe:

Bernd Schwarzkopf
feenschach 1981
Erster Zug des wBf2? (9+4)

Die weißen Bauern haben 11 mal geschlagen und damit, abgesehen vom sLf8, der zu Hause geschlagen wurde, alle fehlenden schwarzen Steine. Damit gehört zu dem Schlagopfern auch der schwarze a-Bauer, der jedoch nicht von den (Volet-)Bauern auf c7 und b7 geschlagen werden konnte. Er musste selbst via b6,c5,d4 nach e3 ziehen, um dort vom weißen Bauern f2 geschlagen zu werden. Damit beantwortet sich die Frage durch 1.Bf2xBe3.

Einsendungen bitte bis Pfingstsonntag (19. Mai 2013) um 18:00 Uhr an Alain Brobecker (RIFACE.2013(AT)gmail.com oder abrobecker(AT)yahoo.com).

Viel Spaß und Erfolg!

Heute vor hundert Jahren

Aus Andernach habe ich mir unter anderem „The Win and Draw Chess Compositions of Thomas Rayner Dawson“ researched, compiled and edited by John Roycroft mitgebracht, und beim Durchblättern fiel mir eine Konstruktionsaufgabe ein, die Dawson heute vor 100 Jahren, am 14. Mai 1913, im Falkirk Harold (F659) gestellt hatte:

Konstruiere eine Stellung, in der du beim Gegner eine Dame einem Bauern vorziehen würdest.

Vielleicht möchtet ihr erst selbst einmal kurz nachdenken, bevor ihr nach der Lösung schaut?
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