Julio de 2021

Auch die Ausgabe für das dritte Quartal ist wieder extrem pünktlich (nämlich am 30.6. abends) erschienen: Großartig, wie verlässlich die SEPA (Sociedad Española de Problemistas de Ajedrez) ihre Zeitschrift Problemas herausgibt und im Internet zum freien Lesen und Herunterladen veröffentlicht; der Link zu dieser Ausgabe findet sich wieder auf der PROBLEMAS Hauptseite.

Auf 36 Seiten bietet das Juliheft wieder viel interessanten Problemschach-Lesestoff auf Spanisch, Französisch oder Englisch. Für uns Retrofreunde ist besonders der (englische) Artikel On the numbering of chess retromoves: some thoughts von Joaquim Crusats interessant — über eine Diskussion dazu würde ich mich auch hier im Blog freuen.

Viel Spaß wieder beim Lesen!

63. WCCC 16.-23. Oktober 2021 auf Rhodos

Hoffen wir, dass es „nach Corona“ klappt!

Das nächste WFCC (World Congress of Chess Composition) soll einschließlich der 44. Löseweltmeisterschaft (WCSC) vom 16. bis zum 23. Oktober 2021 auf der griechischen Insel Rhodos stattfinden!

Nähere Informationen zu Programm und Anmeldung findet ihr auf der neu gestalteten WFCC-Seite, die weiterhin von Julia Vysotska hervorragend betreut wird — hier lohnt der Besuch allein schon, um sich das neue Look and Feel anzuschauen.

Alles andere als Mittelmaß, 2. Auflage

Ein gutes Jahr nach der Erstausgabe hat Werner Keym die zweite Auflage von „Anything but Average“ veröffentlicht: Hierin hat er nicht nur 40 Aufgaben bzw. Stellungen ergänzt, sondern auch die Struktur des Buches optimiert. Dies kann man schon in der wieder sehr umfangreichen Leseprobe erkennen.

Dort findet ihr nicht nur Probleme und Studien, sondern auch bemerkenswerte Partien: Schon in der ersten Auflage war Nimzowitschs „unsterbliche Zugzwangpartie“ zu bewundern, nun ist sie ergänzt durch ein Partiefragment von AlphaZero – quasi Nimzowitsch 2.0.

Das Buch – nun ausschließlich in rotem Leineneinband – stellt 400 Probleme mit insgesamt 630 Diagrammen vor, verweist darüber hinaus vielfach auf Vergleichsstücke in der PDB und kann wieder über die Website des Schwalbe-Bücherwarts erworben werden; die Erlöse kommen wieder vollständig der Schwalbe zugute. Auch dafür gebührt Werner Keym herzlicher Dank!

Zum Zwischendurch-Lösen habe ich den einzigen Urdruck des Buches ausgewählt:

Werner Keym
Anything but Average, 2. Auflage 2021
-1w, dann #1 (15+7)

 

Wie immer findet ihr die Lösung in etwa einer Woche hier!

 

Lösung

[Ba7] und [Bb7] wurden auf ihren Linien geschlagen, [Lf8] zu Hause. Die weißen Bauern schlugen sechs Mal, darunter d3xBc4. Ein weißer Bauer wandelte auf f8 um, und [Bf7] schlug einen weißen Offizier auf der e-Linie. b2-b3 als letzter Zug würde [Lc1] nicht mehr nach Hause lassen, daher nimmt Weiß O-O-O zurück und spielt 1.O-O#. Siehe auch P0002049
(nach WKs englischen Lösungsangaben im Buch).

Rezensionen

Rezensionen sind für mich häufig hilfreich um einzuschätzen, ob es für mich lohnt, ein neues (Schach-)Buch anzuschaffen, zumindest zu lesen. Im Normalfall geben sie mehr Informationen her als die Umschlagstexte der Verlage, gar noch eine persönliche Wertung des Rezensenten — nützliche Gebrauchstexte also.

Gelegentlich finden sich aber auch Rezensionen, die schon als solche interessant zu lesen sind — weit über die Details zum rezensierten Buch hinaus, indem sie etwa Zusammenhänge darstellen, eine Einordnung geben, Parallelen oder Gegensätze aufzeigen, mit anderen Büchern vergleichen. Und wenn sie dann noch sprachlich gut formuliert sind, wird für mich solch eine Rezension selbst schon zum Lesevergnügen, ob mich das dahinter stehende Buch nun direkt interessiert oder nicht.

Solche Schachbuch-Rezensionen hat in den letzten knapp drei Jahren Ralf Binnewirtz immer wieder geschrieben und auf seiner Website zugreifbar gemacht. In den letzten Wochen habe ich gelegentlich dort gestöbert, immer wieder interessanten Stoff gefunden, immer wieder vergnüglich geschmökert. Ich kann euch also, auch zum „Blick über den Zaun“, ein Vorbeischauen dort nur empfehlen!

Ralf Binnewirtz 70

Heute gehen herzliche Glückwünsche zum 70. Geburtstag an Ralf Binnewirtz nach Meerbusch-Osterath am linken Niederrhein. Wer nun bei WinChloe, in der PDB oder der yacpdb nach seinen Probleme sucht, wird allerdings nicht fündig.

Ralf, promovierter Chemiker im Ruhestand, stellt sich auf seiner immer wieder besuchenswerten Site mit „Meine schachlichen Interessen liegen seit vielen Jahren im Bereich des Problemschachs in Verbindung mit Schachgeschichte und des Sammelns von Schachliteratur.“ viel zu bescheiden vor. Dazu kommen wichtige eigene Buchprojekte über Ado Kraemer und zum Schlagschach, die Unterstützung als Lektor und Layouter anderer (Werner Keym), das Verfassen kenntnisreicher Rezensionen und vieles mehr. So hat er erst kürzlich eine Kleine Bibliografie zum Problemschach veröffentlicht.

Ich kann hier all seine Aktivitäten um und für das Problemschach gar nicht aufzählen, ich kann euch also nur den Besuch seiner Seite empfehlen.

Lieber Ralf, für den heutigen Tag wünsche ich dir schönes Feiern, für dein kommendes Lebensjahr(zehn) alles Gute und weiterhin viel Freude und Erfolg bei unserem gemeinsamen Lieblingshobby!

April-Schwalbe 2021

Heute hatte ich nun die April-Ausgabe der Schwalbe im Briefkasten, nachdem bereits gestern die elektronische Ausgabe bei mir angekommen war.

Auf 60 Seiten gibt es wieder jede Menge gerade für uns „Retro-Leute“ interessantenLesestoff, darunter ein trauriger (Nachruf auf Günther Weeth) und ein erfreulicher: Der ausführliche Retro-Preisbericht für den Jahrgang 2017 von Silvio Baier. Auf diesen Bericht werde ich natürlich hier noch eingehen.

Der Urdruckteil enthält wieder neun Retros; ich lade euch herzlich zum Lösen und Kommentieren ein — und gute Urdrucke kann ich immer gebrauchen!

Natürlich enthält das Heft auch jede Menge interessanten Lesestoff über Retros hinaus. Besonders ans Herz legen möchte ich euch heute die Serie „Dies# fiel mir auf“, in der Hartmut Laue nun schon zum 24. Male auf Fragen des Selbstmatts sehr präzise und erhellend eingeht: Keine leichte, aber sehr empfehlenswerte Lektüre!

Lesestoff

Auf der Website der Schwalbe ist in den letzten Tagen sehr interessanter Lesestoff eingestellt worden:

Viel Spaß beim Schmökern!

Februar-Schwalbe 2021

Heute hatte ich die neue Ausgabe der Schwalbe (Februar 2021) im Briefkasten. Einen inhaltlichen Schwerpunkt bildet der Preisbericht zum Franz-Pachl-70-Turnier — für Märchenschachfreunde ein Muss! Wer sich gern ans Konstruktionsbrett setzt, findet im neuen Konstruktionswettbewerb wieder sehr interessante Herausforderungen; Einsendeschluss ist am 31. Mai 2021.

Beinahe hätte ich geschrieben „ausnahmsweise“ erschien kein Retro-Artikel im Heft. Da bietet es sich vielleicht doppelt an, nicht nur einen Blick auf die Retro-Urdrucke zu werfen, sondern auch Lösungen und Kommentare einzusenden. Übrigens sind von den zehn Aufgaben dort nur zwei orthodox — das spiegelt ziemlich die Einsendungen in den letzten Monaten wider. Der Märchenmix ist allerdings nicht zu exotisch, finde ich, da sollte jeder seine Lieblingsstücke und -bedingungen finden. Ich freue mich auch ganz besonders über eure orthodoxen Urdrucke für Die Schwalbe!

Dem Heft, das das erste des neuen Bandes XXXV ist, liegt übrigens bereits das Inhaltsverzeichnis zu Band XXXIV bei, der ja, ihr erinnert euch, im Dezember letzten Jahres mit einem Doppelheft endete. Da hat Ersteller Bernd Schwarzkopf nicht nur wie immer sehr gründliche und sorgfältige Arbeit geleistet, sondern auch (ebenfalls wie immer) unglaublich schnelle — Bernd, ganz herzlichen Dank dafür!