Dezember-Schwalbe(n)

Das Dezemberheft der Schwalbe ist veröffentlicht — besser gesagt „die Hefte sind veröffentlicht“, denn wegen des umfangreichen guten Materials, das vorlag, ist es wieder ein Doppelheft geworden: 116 prall mit Problemschach gefüllte Seiten schließen gleichzeitig den mit Abstand umfangreichsten Band der Schwalbe-Geschichte ab.

Hier wird jeder reichlich Lesestoff finden; für uns Retrofreunde möchte ich nur ein paar Beiträge herausgreifen:

  • Retro-Preisbericht 2015, von Mario Richter
  • Passagiertürme — neue „erster Zug?“ Ökonomierekorde, von Andrej Frolkin und Andrew Buchanan (ich kann euch auch die englische Fassung dieses Beitrags wärmstens ans Herz legen!)
  • Ein alter und ein neuer En-passant-Trick, von Werner Keym
  • Zwei Jubiläen: David Hilbert und die Schwalbe, von Awani Kumar
  • Ökonomische Rekorde vom Typ „Equal Last Move“, von Werner Keym
  • Historisches zu einigen „Letzter Zug?“ Rekorden vom Typ C, von Werner Keym
  • Anticirce plus Circe im Verteidigungsrückzüger, von Günther Weeth

Darüber hinaus gibt es viele weitere interessante Beiträge aus allen Bereichen des Problemschachs, Lösungsbesprechungen und Urdrucke: Viel Spaß beim Lesen und Lösen!

Apropos Urdrucke: Gute (vor allen Dingen orthodoxe!) Urdrucke kann ich im Moment besonders gut gebrauchen!

Lesestoff in Chemnitz

Beim Schwalbe-Treffen am letzten Wochenende gab es neben interessanten Vorträgen (die werden wahrscheinlich im Dezemberheft der Schwalbe nachzulesen sein) auch „richtige“ Lektüre für die Abonnenten: bernd ellinghoven hatte das Schwalbe Oktober-Heft am Donnerstag vom Drucker bekommen, sofort ein Paket für das Schwalbe-Treffen fertig gemacht und auf die Reise geschickt — es war auch pünktlich am Freitag in Chemnitz!

Doch damit nicht genug: gleich VIER Hefte vom feenschach konnten endlich erscheinen, damit ist der Jahrgang 2019 abgeschlossen. Auch sie kamen rechtzeitig nach Chemnitz, um dort verteilt zu werden.

Auch für uns Retrofreunde enthalten die Hefte, die nun auch schon unterwegs zu den Beziehern sind, die nicht in Chemnitz waren, wieder eine Menge interessanten Lesestoff — auf den einen oder anderen Beitrag werde ich hier noch zurück kommen!

Schwalbe 303

Die Juni-2020-Ausgabe der Schwalbe bietet wieder 60 Seiten konzentrierten Problem-Lese- und Lösestoff. Aus den allesamt interessanten Artikeln möchte ich nur den Bericht zum Konstruktions- und Lösewettbewerb 2018 hervorheben sowie euch Retrofreunden besonders den Beitrag „Entschlag auf der Fesselungslinie“ ans Herz legen:

Ich hatte mich riesig gefreut, als ich Anfang des Jahres Kontakt zu Harry Goldsteen bekam, von dem ich lange Zeit keine Aufgaben mehr gesehen hatte — und der sich nun mit zwei echten „Krachern“ bei mir meldete. Den ersten konntet ihr schon im Urdruckteil des Aprilhefts bewundern, den zweiten nun hier in dem kleinen Aufsatz, der mir in Absprache mit Harry zur Publikation besser geeignet erschien als der Urdruckteil, in dem dieses Mal wieder neun abwechslungsreiche Aufgaben auf eure Lösungen und Kommentare warten.

Viel Spaß!

Oktober-Schwalbe

Beim Schwalbe-Treffen in Bielefeld (auch von hier aus nochmals ganz herzlichen Dank an Rainer und Gabi für die tolle Organisation!) gab es das Oktoberheft der Schwalbe: Wie immer viel Le/ösestoff, wobei für uns Retroleute besonders der knapp vierseitige Artikel „PRA und RS — eine seit 10 Jahren funktionierende Paarbeziehung“ von Werner Keym besonders heraussticht.

Leider muss ich von einem Druckfehler berichten: In 17977 auf Seite 334 von Andreas Thoma gehört wBf7 nach g7! Sorry an Andreas und an die Löser!

Dezember-Schwalben

Mitte Dezember hatte ich darauf hingewiesen, dass die letzten 2018er-Ausgaben von Die Schwalbe und feenschach verspätet erscheinen würden.

Nun sind die Dezember-Schwalbe-Hefte erscheinen: Ja, der Plural ist richtig, das ist ein Doppelheft 294-1 und 294-2 mit insgesamt 104 Seiten! Es lagen so viele Beiträge vor, dass der Schwalbevorstand beschlossen hatte, dieses Mal ein Doppelheft zu veröffentlichen, anstatt über längere Zeit speziell einen Berg an Preisberichten vor sich her zu schieben.

So enthalten die beiden Hefte neben Berichten von Schwalbe-Treffen 2018 in Bad Segeberg viele Entscheide aus Informalturnieren, aber auch die der Geburtstagsturniere „Hans Peter Rehm 75“ und „bernd ellinghoven 64“. Natürlich ist auch für uns Retrofrennde wieder eine Menge Lese- und Lösestoff dabei, darunter ein ausführlicher Beitrag von Bernd Schwarzkopf „Letzter Zug? — mit nur einer Steinart“ sowie mein Segeberg-Vortrag.

Ich möchte aber euer besonderes Augenmerk auf zwei Beiträge jenseits der Retroanalyse richten, die ich beide begeistert verschlungen habe: Die Selbstmatt-Serie „Dies# fiel mir auf“ von Hartmut Laue, zu der nun bereits der 17. Beitrag erschienen ist, sowie der Beitrag von Stephen Rothwell „Natürliche Eleganz — Die Studien von Hermann Mattison“.

Über Lesen und Genießen solltet ihr nun aber nicht das Lösen und Kommentieren vergessen: Zehn wie ich finde sehr abwechslungsreiche Urdrucke laden dazu ein.

Und wenn nun in den nächsten Tagen auch noch die letzten beiden feenschach-Hefte des Jahres 2018 (ebenfalls mit viel Retro-Lese- und Lösespaß, das kann ich schon versprechen) erscheinen…

Schwalbe und feenschach

Die letzten Hefte des Jahres 2018 von Die Schwalbe und feenschach werden wegen einer Erkrankung des Druckers bernd ellinghoven etwas später als üblich erscheinen.

Wir werden aber dafür sorgen, dass notfalls zumindest die jeweiligen Urdrucke und auch die Preisberichte zu den Geburtstagsturnieren bernd ellinghoven 64 und Hans Peter Rehm 75 so rechtzeitig auf den oben genannten Internet-Seiten publiziert werden, dass die Autoren ihre Aufgaben noch für das WCCI und das FIDE-Album einsenden können.

Lieber bernd, auch von dieser Stelle gute Besserung!

Silvio Baier 40

Heute gehen ganz herzliche Glückwünsche zum 40. Geburtstag nach „Elbflorenz“ an Silvio Baier. Silvio arbeitet als promovierter Physiker dort an einem Forschungsinstitut, und neben Arbeit und Familie ist er sicher einer der aktivsten und erfolgreichsten deutschen Problemisten der letzten Jahre.

Bereits seit neun Jahren, ab Februar 2010, betreut er als Schwalbe-Sachbearbeiter die Hilfsmatts, ist einer der weltweit besten Löser (aktuell Löse-IM mit der höchsten Ratingzahl auf Platz 7 der Weltrangliste, vor unseren drei Löse-GMs) — und natürlich ein profilierter „Retroist“, der sich dort vor allen Dingen der Beweispartie verschreiben hat. Allein mit Beweispartien steht er kurz vor dem Titel des Kompositions-IM, hat sich vor allen Dingen den „Future Proof Games“ (siehe Schwalbe-Sonderheft 250A, August 2011) verschrieben und dort technisch sehr versiert ungeahnte Höhen erreicht.

Darüber könnte man die vielen weiteren Aktivitäten (Löser/Kommentator, Preisrichter, Autor, Organisator, Nachwuchsförderer in Dresden usw.) beinahe übersehen, sollte das aber nicht.

Schwer ist es, eine Beweispartie von ihm herauszusuchen — einfacher wäre es sicher, gleich 20 zu bringen! Ich wähle ein schon etwas älteres, sehr elegantes Stück aus, in dem er (Future Proof Game!) je zwei weiße Ceriani-Frolkin-Türme und Läufer darstellt:

Silvio Baier
Die Schwalbe 2011
Beweispartie in 26 Zügen (12+15)

 

1.h4 f5 2.h5 f4 3.h6 f3 4.hxg7 h5 5.g4 h4 6.g5 Th5 7.g6 Sh6 8.g8=L Lg7 9.Lb3 Lh8 10.g7 h3 11.g8=L h2 12.Lgc4 d5 13.d4 dxc4 14.d5 cxb3 15.d6 Td5 16.a4 Lf5 17.a5 e6 18.a6 Dh4 19.d7+ Ke7 20.d8=T Dc4 21.Td6 Sd7 22.Tb6 axb6 23.a7 Tg8 24.a8=T Tg5 25.Tf8 Lg6 26.Tf5 exf5.

Lieber Silvio, im Namen aller Leser hier im Blog wünsche ich dir für dein neues Lebensjahr(zeht) alles denkbar Gute, und lass dich heute schön feiern!

Lange Abende

Ab kommendem Sonntag werden die Abende wieder deutlich länger, und da passt es gut, dass nun reichlich und reichhaltiger problemschachlicher Lesestoff eintrudelt: Gerade sind das Schwalbe-Heft Oktober 2018 sowie zwei neue Ausgaben von feenschach erschienen!

Sie bieten selbstverständlich wieder interessantes Lesevergnügen nicht nur zur Retroanalyse. Die Schwalbe enthält wieder neun Retro-Urdrucke, die zum Lösen und Kommentieren einladen, und die beiden Geburtstagsbeiträge haben auch teilweise mit Retroanalyse zu tun, ansonsten lädt der ausführliche Märchenschach-Preisbericht 2013 zum Stöbern und Staunen an.

„Am Rande der Retroanalyse“ bewegen sich verschiedene Beiträge in feenschach Heft 229, neben den Urdrucken mit acht Retros sowie Lösungsbesprechungen auch ein mysteriöser Geburtstags-Artikel von Bernd Gräfrath für einen mir bisher namentlich überhaupt nicht bekannten Problemfreund, der sich irgendwie auch mit Retroanalyse zu beschäftigen scheint.

Heft 230 schließlich ist speziell der Andernach-Berichterstattung gewidmet, und da wurden ja viele Retro-Vorträge gehalten, die hier, teilweise erweitert, alle nachzulesen sind. Den Abschluss des Heftes bildet die bereits 18. Folge der „Retros und Beweispartien“ Abteilung in der „Turnierberichte“ Serie.

Da können die Winterabende kaum lang genug sein…