SVW-Turnier 2020: Erinnerung

Im Mai hatte ich euch auf den 9. Wettbewerb des Württembergischen Schachverbands hingewiesen, der sich dieses Mal um eine Partie Caruana — Carlsen aus dem Jahr 2012 dreht.

Bis zum 30. November 2020 habt ihr noch Zeit, euer Ergebnis einzusenden und euch womöglich einen der attraktiven Preise zu sichern! Viel Spaß und Erfolg dabei!

R.I.F.A.C.E 2020 Retroturnier

Gestern hatte ich angekündigt, dass ihr her die Ausschreibung zum diesjährigen R.I.F.A.C.E Retroturnier hier findet: Gefordert sind „klassische“ Retros mit der Kamikaze Rex inclusive Bedingung.

„Externe“ dürfen dazu bis Montag (13. Juli 2020, 15:00 Uhr) eine Aufgabe einsenden an abrobecker(at)yahoo.com.

Viel Spaß und Erfolg beim Komponieren; den Preisbericht werdet ihr sicher auch hier finden!

Nachtrag 11.7.2020 12:57:
Alain Brobecker teile gerade mit, dass seine Beispielaufgabe gekocht worden sei; ich habe die Ausschreibung nun ausgetauscht.

C wie Corona

Nicht nur SCHACH veranstaltet ein Corona-Turnier (siehe hier die Ausschreibung), sondern auch von den Organisatoren des abgesagten Sachsen-Treffens wurde ein solches organisiert: Gefordert war ein „C“ im Diagramm in den Rubriken Matt, Selbstmatt und Hilfsmatt.

Das allein das „C“ nicht ausreichte, um thematisch zu sein, musste Bernd Gräfrath erfahren: Wie aber sollte man seine „Ergänze zu einer Beweispartie“ Aufgabe (siehe dazu die Februar- und April-Hefte 2020 der Schwalbe) etwa mit den eingesandten Selbstmatts vergleichen?

So kam er auf die gute Idee, die Aufgabe hier als Urdruck zu veröffentlichen – das solltet ihr euch „zwischendurch“ mal genau anschauen!

Bernd Gräfrath
Urdruck
Ergänze zu einer Beweispartie in 7 Zügen (1+4)

 

Es ist schon verblüffend, dass diese fünf Steine ausreichen, um die Beweispartie eindeutig zu determinieren.

Viel Spaß beim Lösen; die Lösung kommt hier wie immer in etwa einer Woche.

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Lösung

Das hat Bernd mit Jacobi geprüft mit der Vorgabe, dass Th8-h6 geschah.

Schwalbe 303

Die Juni-2020-Ausgabe der Schwalbe bietet wieder 60 Seiten konzentrierten Problem-Lese- und Lösestoff. Aus den allesamt interessanten Artikeln möchte ich nur den Bericht zum Konstruktions- und Lösewettbewerb 2018 hervorheben sowie euch Retrofreunden besonders den Beitrag „Entschlag auf der Fesselungslinie“ ans Herz legen:

Ich hatte mich riesig gefreut, als ich Anfang des Jahres Kontakt zu Harry Goldsteen bekam, von dem ich lange Zeit keine Aufgaben mehr gesehen hatte — und der sich nun mit zwei echten „Krachern“ bei mir meldete. Den ersten konntet ihr schon im Urdruckteil des Aprilhefts bewundern, den zweiten nun hier in dem kleinen Aufsatz, der mir in Absprache mit Harry zur Publikation besser geeignet erschien als der Urdruckteil, in dem dieses Mal wieder neun abwechslungsreiche Aufgaben auf eure Lösungen und Kommentare warten.

Viel Spaß!

Neuer Wettbewerb des SVW

Der Schachverband Württemberg schreibt in diesem Jahr zum neunten Male seinen Problemschach-Wettbewerb aus. Dieses Mal geht es um eine Partie Caruana — Carlsen aus dem Jahr 2012, anhand derer eine spannende „Konstruktionsübung“ gefordert ist; die Preise sind wie immer beachtlich. Der Einsendeschluss ist der 30. November 2020.

Die Ausschreibung aus Problemschach für Tiger könnt ihr wie üblich hier herunterladen. Und wenn ihr das gemacht habt, stürzt euch nicht sofort auf den Wettbewerb, sondern schaut euch zunächst die Tiger-Tests an!

Viel Spaß und Erfolg beim Wettbewerb wünsche ich euch!

Konstruktionswettbewerb und Jacobi

Auch im letzten Jahr hatte der Schachverband Württemberg e.V. wieder ein Konstruktionsturnier ausgeschrieben: Ich hatte offensichtlich vergessen, hier darauf hinzuweisen, da dieses Mal kein Retro gefordert war; es ging um eine Folge von Mattsetzungen: Nach einem Matt werden die schachbietenden Steine entfernt, und es geht weiter.

Ausschreibung und Preisbericht habe ich zusammengefasst; die sind nicht nur interessant, weil mit dem Team Andrej Frolkin und Chris Tylor echte Retrofreunde gewonnen haben, sondern von Chris stammt eine englische Beschreibung, wie sie das „Märchen-Beweispartie-Prüfprogramm Jacobi“ hierzu intensiv genutzt haben. (Dank an Chris, dass er mir erlaubt hat, diesen Bericht hier vorzustellen.)

Das sollte sicher einige von euch interessieren. Viel Spaß bei der Lektüre!

Verhunzt

Auch wenn sich Schach für Tiger hauptsächlich an Partiespieler wendet, um ihnen Problemschach näher zu bringen, so bietet es auch immer für gestandene Problemisten interessanten Lesestoff.

Die November-Ausgabe 2019 weist nicht nur noch einmal auf den 8. Problemschach-Wettbewerb des Schachverbandes Württemberg hin (Einsendeschluss: 30. November 2019), sondern stellt auch drei von Wolfgang Erben bewusst etwas „verhunzte“ Probleme (darunter auch eine Beweispartie) vor, anhand derer er wichtige Prinzipien des Problemschachs verdeutlicht.

Interessant und didaktisch gut aufbereitet, wie man es von Wolfgang Erben kennt, also dringend zum Lesen empfohlen. Und vielleicht wollt ihr euch ja auch noch auf den Wettbewerb stürzen?

Retro der Woche 46/2019

Heute komme ich zurück auf die Mushikui Rekonstruktion, die ich am letzten Donnerstag hier vorgestellt habe. Dort könnt ihr auch die Schreibregeln für diese spezielle Art von Beweispartien nachlesen.

Bei dieser Art von Beweispartien wird nicht die Schlussstellung angegeben, sondern die Lösung – allerdings codiert, indem nur die Anzahl der Zeichen der entsprechenden Zugnotation angegeben wird.

(Für die Mathematiker unter uns: Auf die Zugnotation wird also eine Hash-Funktion angewendet, die die normalerweise gar nicht gewollte Eigenschaft hat, dass man unter gewissen Umständen die Ursprungswerte wieder erhalten kann.)

Schauen wir uns doch solch eine Partienotation an und überlegen, wie wir auf die zu Grunde liegende Partie schließen können.

Mu-Tsun Tsai, http://www.abstreamace.com/retro/ 11.6.2011
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Zunächst mag man kaum glauben, dass man aus diesen wenigen Informationen die Partie rekonstruieren kann. Schauen wir uns einmal an, wie man da lösend vorgehen könnte.

Einen guten Einstieg liefern bereits die ersten drei Halbzüge: Klar ist, dass es mit einem Bauernzug und einem Figurenzug losgeht: Schwarz kann in seinem ersten Zug also nur einen Springer ziehen.

Der zweite weiße Zug hat die Notationslänge 4 — das muss im zweiten Zug also ein Schlag sein. Da gibt es nur vier Möglichkeiten: 1.e3/e4 Sa6 2.Lxa6 oder symmetrisch: 1.d3/d4 Sh6 2.Lxh6. Damit haben wir die Lösungswege schon deutlich eingegrenzt.

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