Popeye 4.79

Heute hat Thomas Maeder die neue Version 4.79 von Popeye freigegeben, die ihr wie immer bei github herunterladen könnt.

Die neue Version unterstützt nun die „partielle Paralyse“, die beim Sake-Turnier im Zusammenhang mit dem WCCC das Thema bildet; Aufgaben dafür können nun also mit Popeye geprüft werden.

Darüber hinaus gibt es einige Fehlerbehebungen, u.a. auch bei der Bedingung „verlorene Steine“, die in diesem Jahr in Andernach das Kompositionsthema war.

Ich kann euch das Update nur dringend empfehlen.

Retro der Woche 31/2017

Preisrichter Thierry Le Gleuher war von der durchschnittlichen Qualität der Nicht-Beweispartien im Jahrgang 2015 von StrateGems weniger überzeugt als von der der Beweispartien. Daher vergab er nur einen Preis; der allerdings ist, wie ich meine, sehr sehenswert.

Andrej Frolkin
StrateGems 2015, Preis
Ergänze wS auf der 1. Reihe. Letztes notwendiges Schachgebot? (13+12)

 

Wenn wir nun die Analyse möglicher Schläge vornehmen, müssen wir berücksichtigen,dass Schwarz nur zwei Steine hat schlagen können – im diagramm fehlt ja noch der zu ergänzende weiße Springer.

Offensichtlich ist, dass Schwarz exd gespielt hat. Da Schwarz ja nur zwei Mal schlagen konnte, stammen alle anderen schwarzen Bauern von ihrer Reihe – nur bei sBg3 ist nicht klar, ob er von der g- oder der h-Linie stammt.

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Retro der Woche 30/2017

Gern greife ich den Vorschlag von Roberto Osorio auf, die kleine „Ceriani-Frolkin-Reihe“ noch etwas fortzusetzen. Auch mit der für heute ausgewählten Aufgabe sind wir direkt am Puls der Zeit, denn erst seit 2015 gibt es nach dem Pionierstück (siehe Retro der Woche 28/2017) eine Menge weiterer „Sechsender“. Einen davon wollen wir heute anschauen.

Nicolas Dupont, Silvio Baier & Roberto Osorio
Probleemblad 2016
Beweispartie in 32,5 Zügen (12+10)

 

Auch hier beginnen wir wie üblich mit der Inventur:

Bei Weiß fehlen genau die vier Bauern des Königsflügels, bei Schwarz neben fünf östlichen Bauern noch [Lf8]. Schwarze Schlagfälle sind nicht sichtbar; bei Weiß sehen wir fünf Bauernschläge: c2xb3xa4 sowie d2xc3xb4xa5.

Das erscheint nun wegen der fehlenden Hinweise auf schwarze Bauernschläge sehr schwer lösbar, aber vielleicht können wir doch noch ein paar Partiedetails aus dem Diagramm ableiten? Dazu zählen wir zunächst wieder die sichtbaren Züge.

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Retro der Woche 29/2017

Bei einigen Autoren kann man ein wesentliches Thema schon erraten, auch wenn man die Lösung der Aufgaben noch nicht kennt. Ein solcher Autor ist Tom Volet, der einen ganz eigenen Stil, der sein Lieblingsthema hat.

Thomas Volet
Die Schwalbe 2011 (V) 4. Preis, Dmitri Baibikow gewidmet
Löse die Stellung auf (13+14)

 

Beginnen wir wie üblich mit der Inventur: Schwarz hat mit seinen drei Bauernschlägen (axb, c7xd6xe5) alle fehlenden weißen Steine abgeräumt – das sind [Ba2], [Bb2] und [Bc2]. Von denen konnte nur der b-Bauer direkt geschlagen werden, und [Ba2] und [Bc2] mussten umwandeln. Die Umwandlungen mussten schlagfrei erfolgen, denn Weiß schlug die beiden fehlenden schwarzen Steine auf f3 und g7.

Bei Schwarz fehlt ein Turm sowie der h-Bauer, der aus den gleichen Gründen wie seine weißen Kollegen auf dem Damenflügel schlagfrei umwandeln musste.

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Vier-Wochen-Turniere

Das 60. WCCC in Dresden wirft seine Schatten voraus: Heute ist die Ausschreibung der Vier-Wochen-Turniere veröffentlicht worden. Einsendeschluss ist der 10. August 2017 um 20 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit. Beachtet bitte, dass für alle Turniere mindestens einer der Autoren am Kongress teilnehmen muss!

Für uns Retro-Freunde ist natürlich besonders das Champagne-Turnier mit dem verallgemeinerten (Anti-)Pronkin Thema von Interesse. Viel Spaß und Erfolg beim Komponieren!

Vorläufige Ergebnisse des 10. WCCT

Heute, am runden Geburtstag des deutschen Team-Kapitäns (auch von dieser Stelle die besten Wünsche, lieber Torsten!), sind die vorläufigen Ergebnisse des 10. WCCT erschienen und können über die WFCC-Seite als Tabelle oder detaillierter als pdf-Büchlein angeschaut werden.

Zu den erfreulichen Ergebnissen: Das deutsche Team belegt hinter Russland und der Ukraine den dritten Platz vor Israel und Weißrussland, und deutsche Komponisten haben gleich zwei der acht Rubriken gewonnen: Andreas Witt und Wieland Bruch die Zweizüger und Martin Minski die Studien-Abteilung. Herzlichen Glückwunsch!

Auf die Ergebnisse der Retro-Abteilung werde ich, wenn nicht nur die Ergebnisse, sondern auch die Aufgaben veröffentlicht sind, noch ausführlich zurückkommen.