feenschach 227 und 228

Heute hatte ich zwei neue feenschach-Hefte (f-227 und f-228) im Briefkasten, und die bieten wie immer jede Menge Lesestoff und -freude.

So wird der 50. Geburtstag von Circe gefeiert, ebenso der 75. von Hans Peter Rehm, wie immer gibt es Preis- und Turnierberichte, wie immer gibt es Kultur und neue/alte Märchenschachthemen. Und insgesamt 115 Urdrucke warten aufs Lösen und Kommentieren.

Für uns Retrofreunde ist besonders viel dabei: Neben (nur) neun Urdrucken insgesamt mehr als 37 Seiten Retro-Lesestoff! Dabei muss natürlich die Kritik der reinen Remispendel in Anticirce-VRZs hervorgehoben werden. Diesem Opus magnum (oder Operi magno?) der Spezialisten aus Wien und Stuttgart haben Hans Gruber und ich noch ein Prolegomenon vorangestellt. Wer es bisher gescheut hatte, sich mit dieser faszinierenden Thematik zu beschäftigen, sollte es jetzt tun!

Viel Spaß beim Lesen und Lösen!

f-Retrolösewettbewerb

In feenschach Heft 223 ist auf Seite 27 ein Retro-Lösewettbewerb von Andreas Thoma erschienen: Fünf Anticirce-Proca-Verteidigungsrückzweizüger sind zu lösen; für die drei besten Einsender hat der Autor Buchpreise ausgelobt.

Als Einsendeschluss war der 31. Dezember 2017 angegeben — das war etwas knapp, wo das Heft doch erst Anfang Januar 2018 erschienen ist: Da müsste die Löse-Mail schon in deutlich Überlichtgeschwindigkeit bei Andreas ankommen.

Da die feenschach-Redaktion hierauf nicht vertrauen wollte, wurde gemeinsam mit dem Ausschreibenden als neuer Einsendeschluss der 28. Februar 2018 festgelegt.

Viel Spaß und Erfolg beim Lösen!

3. Retroblog Thematurnier

Wie sagt man im Rheinland? „Ab drei Mal ist es Tradition.“

Ich freue mich, wie schon in den letzten beiden Jahren am ersten Weihnachtstag zusammen mit Andreas Thoma das traditionelle Retroblog Thematurnier ankündigen zu können.

Gefordert sind Verteidigungsrückzüger mit der Märchenbedingung Anticirce und einer speziellen, Anticirce-typischen Idee; die Details sind an Hand zweier Originalaufgaben in der Ausschreibung erläutert.

(Nachtrag vom 27.12.2017: In der ersten Beispielaufgabe ist ein sLf1 zu ergänzen!)

Schickt eure Beiträge bis zum 1. April 2018 (Ostersonntag) an mich als Turnierdirektor (t.brand(at)gmx.net). Andreas Thoma wird das Turnier richten; für die Sieger stehen Buchpreise zur Verfügung.

Andreas und ich freuen uns auf eure Einsendungen!

Preisbericht 2. Retroblog-Thematurnier

Durch ein Missverständnis hat sich die Veröffentlichung des Preisberichts zum 2. Retroblog-Thematurnier ein wenig verzögert, aber nun ist er da!

Herzliche Glückwünsche gehen an die Verfasser der ausgezeichneten Aufgaben, besonders an Vlaicu Crisan (1. Preis) und Michel Caillaud (2. und 3. Preis).

Und langsam könnt ihr euch schon warmlaufen für das dritte Retroblog-Thematurnier, dessen Ausschreibung „wie üblich“ am 1. Weihnachtstag veröffentlicht werden soll!

Korrekturen / Ergänzungen vom 21.12.2017:

  • Es steht eine neue Fassung des Preisberichts zur Verfügung: Beim 4. Lob war ein Autor durch mein Versehen unterschlagen worden. Den könnt ihr einfach neu herunterladen.
  • Die Preisträger können sich direkt mit Ralf Krätschmer, dem Schwalbe-Bücherwart (Mail: ralf.kraetschmer(at)t-online.de) wegen ihrer Buchauswahl in Verbindung setzen. Hier auch für alle der Link zur Schwalbe-Bücherliste.

Hans Peter Rehm 75

Heute gehen meine herzlichen Glückwünsche an Bühl in Baden zu Hans Peter Rehm, der heute seinen 75. Geburtstag feiert. Viel muss ich über den Supergroßmeister im Komponieren, über den hoch geschätzten Preisrichter, Autor und Buchschreiber gar nicht sagen — nur, dass er ab und zu neben seinen großartigen Drei- und Mehrzügern, Selbst- und Hilfsmatts und Märchenaufgaben zumindest bei Tagungen im Teamwork auch schon Retros gebaut hat.

Eine Aufgabe, die mir sehr gut gefällt, möchte ich hier vorstellen:

bernd ellinghoven & Hans Peter Rehm
Messigny 2002, O. Ronat gewidmet, Ehrende Erwähnung
H#2, Elsässisches Anticirce b) sLe4 nach d4 (3+15)

 

Die „elsässische „Bedingung erfordert, dass nach jedem einzelnen Halbzug die Stellung im orthodoxen Sinne legal sein muss. Beim Anticirce verschwindet das Schlagopfer, der Schlagtäter wird auf sein circensisches Ursprungsfeld versetzt, das frei sein muss.

a) 1.Tb8 Lf6 2.cxb3[+sBb7] Ld4#
b) 1.Tg8 Tb2 2.hxg5[+sBg7] Te2#

Der erste schwarze Zug blockiert ein Springer-Ursprungsfeld, der zweite schwarze Zug lässt einen eigenen Bauern wiedererstehen, damit der nach dem 2. weißen Zug den mattsetzenden Stein nicht schlagen darf: Der schwarze Läufer würde dann zum Umwandlungsstein, was aber nicht sein kann, da Schwarz noch alle acht Bauern auf dem Brett stehen hat.

Lieber Pit, auch von dieser Stelle aus wünsche ich dir zu deinem neuen Lebensjahr von Herzen alles Gute, vor allen Dingen natürlich Gesundheit!

Retro-Wenigsteiner

Auf der Seite von Julia’s Fairies hat Andreas Thoma 15 Retro-Wenigsteiner (ihr werdet euch nicht wundern, dass es sich um Anticirce-Verteidigungsrückzüger handelt?!) veröffentlicht, die ihr direkt ansehen oder herunterladen könnt.

Die drei Seiten enthalten auf der ersten die Diagramme, auf der zweiten Lösungshinweise und auf der dritten die Lösungen. Also solltet ihr zunächst nur die erste, ggf. die zweite Seite anschauen, wenn ihr euch mit den Aufgaben befassen wollt!

Einstimmung auf Andernach

Heute in zehn Tagen beginnt das alljährliche Problemschachtreffen in Andernach, und zur Einstimmung auf den märchenschachlichen Höhepunkt des Jahres hat Andreas Thoma ein kleines Löseturnier organisiert. Ihr ahnt es sicher schon, es geht um Anticirce-Verteidigungsrückzüger.

Die Aufgaben für das Turnier könnt ihr natürlich bei mir herunterladen. Andreas verspricht jedem, der ihm in Andernach mindestens vier richtige Lösungen vorlegen kann, einen flüssigen Preis.

Viel Spaß — und vergesst, wenn ihr nach Andernach fahrt, nicht eure Lösungsaufzeichnungen!