Leonhard Euler

Nicht direkt mit Retros, wohl aber z.B. mit dem berühmten Problem der „Springer-Touren“ (dazu ist in der Oktober-Schwalbe ein Artikel erschienen, dazu kommt dort bald ein weiterer) beschäftigt sich ein Beitrag von Herbert Bastian „Leonhard Euler: Mathematiker und Schachfreund“, der heute auf chessbase.de veröffentlicht wurde.

Das ist wirklich interessante Lektüre auch für Nicht-Mathematiker!

Lesestoff in Chemnitz

Beim Schwalbe-Treffen am letzten Wochenende gab es neben interessanten Vorträgen (die werden wahrscheinlich im Dezemberheft der Schwalbe nachzulesen sein) auch „richtige“ Lektüre für die Abonnenten: bernd ellinghoven hatte das Schwalbe Oktober-Heft am Donnerstag vom Drucker bekommen, sofort ein Paket für das Schwalbe-Treffen fertig gemacht und auf die Reise geschickt — es war auch pünktlich am Freitag in Chemnitz!

Doch damit nicht genug: gleich VIER Hefte vom feenschach konnten endlich erscheinen, damit ist der Jahrgang 2019 abgeschlossen. Auch sie kamen rechtzeitig nach Chemnitz, um dort verteilt zu werden.

Auch für uns Retrofreunde enthalten die Hefte, die nun auch schon unterwegs zu den Beziehern sind, die nicht in Chemnitz waren, wieder eine Menge interessanten Lesestoff — auf den einen oder anderen Beitrag werde ich hier noch zurück kommen!

Problemas Juli 2020

Danach kann man beinahe die Uhr stellen: Pünktlich zum neuen Quartal erscheint die Juli-2020-Ausgabe von Problemas, dem Bulletin der spanischen Problemschach-Vereinigung, zum Download.

Wie immer gibt es viel, dieses Mal 44 Seiten, interessanten Lesestoff für jeden Problemschachfreund, natürlich auch für uns Retroleute: Eine paar Märchenretros zum Lösen, ein wieder sehr interessanter Artikel von Chris Tylor und Andrej Frolkin mit Beweispartien unter der #R Bedingung: Nach einem Mattzug wird der mattbietende Stein (oder auch mehrere mattbietende Steine) entfernt, und es geht weiter, als sei nichts geschehen.

Besonders interessant sind auch die Cooks mehrerer früherer bei Problemas erschienener Retros von Dmitrij Baibikow sowie verschiedene Korrekturen dazu. Und die doppelte Buchbesprechung (Keym: Anything but Average und Thoma: Vertrackte Retraktoren) wollt ihr sicher auch nicht verpassen.

Darüber hinaus natürlich wie immer Lesestoff zu quasi allen Gebieten des Problemschachs mit Schwerpunkten auf Zweizüger und Studien.

Viel Spaß wieder dabei!

Problemschach in Kanada

Gerade ist die 18. Ausgabe des ChessProblems.ca Bulletin zum Download erschienen. Wie immer hübsch gemacht liegt der Schwerpunkt dieser Ausgabe wie auch des kanadischen Problemschachs auf Serienzügern, aber auch auf Retros: So enthält diese Ausgabe einen ausführlichen Artikel von Jeff Coakley & Andrej Frolkin über Rebus-Probleme, und unter den „Recently Honoured Canadian Compositions“ finden sich auffällig viele Retros.

Viel toller Lesestoff!

Schwalbe 303

Die Juni-2020-Ausgabe der Schwalbe bietet wieder 60 Seiten konzentrierten Problem-Lese- und Lösestoff. Aus den allesamt interessanten Artikeln möchte ich nur den Bericht zum Konstruktions- und Lösewettbewerb 2018 hervorheben sowie euch Retrofreunden besonders den Beitrag „Entschlag auf der Fesselungslinie“ ans Herz legen:

Ich hatte mich riesig gefreut, als ich Anfang des Jahres Kontakt zu Harry Goldsteen bekam, von dem ich lange Zeit keine Aufgaben mehr gesehen hatte — und der sich nun mit zwei echten „Krachern“ bei mir meldete. Den ersten konntet ihr schon im Urdruckteil des Aprilhefts bewundern, den zweiten nun hier in dem kleinen Aufsatz, der mir in Absprache mit Harry zur Publikation besser geeignet erschien als der Urdruckteil, in dem dieses Mal wieder neun abwechslungsreiche Aufgaben auf eure Lösungen und Kommentare warten.

Viel Spaß!

Alexander Kisljak

Heute vor zehn Jahren starb der Ukrainer Alexander Kisljak (27.12.1938—5.5.2010), der vor allen Dingen durch seine klassischen Auflöse-Aufgaben berühmt wurde; ich werde im kommenden Retro der Woche darauf eingehen.

Er war auch ein hervorragender Schreiber sehr guter Artikel: Wer beispielsweise Die Schwalbe aus den 1980er Jahre besitzt, dem kann ich nur empfehlen, noch einmal „Die Verfolgung eines retroanalytischen Themas“ (Februar 1987) und „Die Verfolgung eines retroanalytischen Themas geht weiter“ (August 1989) hervor zu holen.

1993 veröffentlichte er eine kleine Schrift „Поверженный монарх“ (The Monarch Overturned, Der König stürze) mit 64 Beweispartien, in denen der schwarze König auf jedem Feld mattgesetzt wurde: Locker-leicht und hübsch; ein Beispiel daraus habe ich „für zwischendurch“ herausgesucht.

Alexander Kisljak
The Monarch Overturned, 1993
Beweispartie in 9,5 Zügen (14+15)

 

 

Die Lösung findet ihr hier wie immer in etwa einer Woche.

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Hier nun die sicher nicht so schwer zu findende Lösung dieser hübschen Aufgabe:

Lösung

Platzwechsel von sD und sK.

Alles andere als Mittelmaß

Pünktlich zum heutigen Feiertag ist ein neues Problem-Buch erschienen, das ihr sicher mit Freude zur Hand nehmen werdet:

Werner Keym hat „Anything but Average“ veröffentlicht, und der Titel trifft es sehr gut, wie ich finde. Es erinnert im Aufbau ein wenig an das längst vergriffene „100 Classics of the Chessboard“ von Anthony Dickins und Hilmar Ebert, bringt also 100 wahrlich nicht mittelmäßige Probleme „quer durch alle Abteilungen“, darunter auch einige herausragende Partien (!) und dann noch 275 weitere großartige Stücke, die ihr teilweise vielleicht kennt (auch aus Werners letztem Buch“Chess Problem out of the Box“), auf alle Fälle gibt es viele neu aufgenommene Stücke und weit über 100 zusätzliche Verweise auf die PDB. Natürlich gibt es auch wieder viel aus unserer „Lieblingsabteilung“…

Lesespaß vom Feinsten in leicht verständlichem Englisch; auf der Buch-Website findet ihr nicht nur die (verblüffend niedrigen) Preise und Bestellmöglichkeiten, sondern ihr könnt euch 20 Seiten vorab anschauen, und ich bin sicher, ihr seid genauso begeistert wie ich, der das Glück hatte, die Druckfahne schon sehen zu können: Das war Genuss pur, und ich freue mich schon, wenn ich das Buch dann „in Papier'“ in Händen halten kann. Zur Lesefreude auf der Couch trägt auch der hervorragende Buchsatz von Ralf Binnewirtz bei: Mit vielen Hilfsdiagrammen findet sich die Lösungen zu den Aufgäben immer auf derselben Doppelseite.

Eine hübsche Kleinigkeit, die ich noch nicht kannte, möchte ich hier als (einhundertstes!) „Zwischendurch“ Diagramm vorstellen; wie immer gibt es die Lösung hier in einer Woche.

Zwi Roth
Al-Hamishmar 1970, Lob
Weiß nimmt einen Zug zurück, dann #1; b) 180 Grad gedreht (5+1)

 

 

 

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Lösungen

a) zurück O-O und vor 1.Th3#

b) zurück dxe6ep und vor Td8# — nach den Kommentaren zu urteilen nicht so leicht wie gedacht?!

Rochade und ep-Entschlag, beide Male mit Idealmatt: viel Inhalt für nur sechs Steine!

Problemist März 2020

Vor ein paar Tagen erhielt ich (zunächst) die elektronische Version der März-Ausgabe des Problemist. Neben dem Urdruckteil sowie der üblichen Retro-Rubrik von Bernd Gräfrath ist für uns Retrofreunde natürlich besonders der Preisbericht für die Jahre 2017 und 2018 von Cedric Lytton.

Auf diesen Bericht werde ich noch ausführlicher zurückkommen; heute ein hübscher Beweispartie-Zwilling „für zwischendurch“:

Bernd Gräfrath
Problemist 2018, 8. Lob 2017-2018
Beweispartie in 6 Zügen b) in genau 6,5 Zügen (15+13)

 

Viel Spaß beim Finden der zwei Lösungen; wie üblich gibt es die hier in etwa einer Woche.

 

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Das hat hoffentlich Spaß gemacht?!

Lösungen