Magdeburg

68. WCCC, 49. WCSC

Morgen geht es los im Maritim-Hotel in Magdeburg: Das 68. WCCC (World Congress of Chess Composition) mit dem 49. WCSC (World Chess Solving Championship). Bis zum 15. August treffen sich dort über 200 Problemschach-Freunde aus der ganzen Welt zum Lösen, Komponieren, Tagen, Feiern, Freundschaften erleben.

Ich freue mich darauf — und ich freue mich besonders, viele von euch dort persönlich zu treffen.

Eine gute Anreise wünsche ich euch, bis bald, bis Magdeburg!

Retro der Woche 32/2026

In der gerade erschienen Ausgabe 3/2026 von Probleemblad ist die Ausschreibung zum Dirk-Borst-64 Geburtstagsturnier veröffentlicht: Gefordert sind NICHT-eindeutige Beweispartien mit der Forderung “Stellung nach dem n. Zug von Weiß (oder Schwarz)” Zusätzliche Forderungen und/oder Bedingungen sind zulässig, nicht aber Märchenfiguren. Eine Beispiellösung soll angegeben werden, in der aber weder Zugfolge noch Züge eindeutig sein müssen.

Maximal 4 Aufgaben bis zum 24. Mai 2027 an Hans Uitenbroek (jc.uitenbroek(at)gmail.com). Preisrichter sind Dirk Borst und Hans Gruber, die 400,– € an Preisgeldern verteilen werden.

Die Ausschreibung enthält drei Beispiele, von denen ich eines heute vorstellen möchte:

Wolfgang Dittmann
feenschach 1987, 2. Preis
Stellung nach dem 38. Zug von Weiß. Wie oft zog der schwarze König? Schlagschach (16+14)

 

Nein, das ist kein Druckfehler im Südosten … In der Ausschreibung ist nur eine nackte Beispiel-Lösung ohne die Verführung angegeben, die Aufgabe ist aber, glaube ich, ohne Erläuterungen nur schwer verständlich. Und wer könnte die Lösung besser erläutern als der Autor selbst? Daher zitiere ich hier seine Besprechung aus “Der Blick zurück” (S. 263-264) fast unverändert:

Hier hängen sowohl das Thema (Tempoverlustmanöver des sK) als auch die thematische Verführung von der Festlegung der Zügezahl ab. Ihretwegen muss Weiß sich beeilen: Die vollen 38 Züge benötigt er, weil (bei wBb5 und sBc7-c5) die Schlagalternative für Weiß, die den e. p.-Schlag vermeidet, nur lauten kann: wKb4xSa4! Der zweite sS wird im letzten Zug auf c6 geschlagen. Weiß muss viel rangieren, um seinen K nach b4 zu bringen, und entsprechend viel muss für die Rückkehr der weißen Figuren geschehen (man beachte, dass das Diagramm wTg1 und wSh1 enthält!). Die Pointe der Aufgabe liegt in der Frage, was Schwarz, der fast beliebig viele Wartezüge hat, eigentlich in der Zwischenzeit tut. Es sieht so einfach aus: Der eine S opfert sich auf a4 (von b6 kommend), der andere später auf c6 (von e5 kommend); im Übrigen führt Schwarz nur Wartezüge aus.

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Retros beim WFCC-70 Turnier

Gerade erst war der Einsendeschluss zum Jubiläumsturnier anlässlich des 70. Geburtstages der Welt-Problemschach-Organisation (früher PCCC, heute WFCC), da hat Preisrichter Andrij Frolkin bereits seinen vorläufigen Bericht zur Retro-Abteilung vorgelegt.

“Vorläufig”, da er noch anonymisiert den Retrofreunden zum Mitprüfen vorgelegt wird: Die geforderten klassischen Retros können halt (noch) nicht richtig mit dem Computer geprüft werden — von möglichen Antizipationen ganz zu schweigen.

Viel Spaß beim Analysieren und Prüfen — mein allererster, vorläufiger Eindruck sagt mir, dass das Niveau sehr hoch ist. Eure “Funde” schickt bitte bis zum 15. November 2026 an den Turnierdirektor Narayan Shankar Ram (wfcc70jt(at)gmail.com).