In den letzten Retros der Woche habe ich einige ausgezeichnete Aufgaben aus dem Retro-Preisbericht der Schwalbe für das Jahr 2003 vorgestellt (diese Reihe werde ich am kommenden Sonntag beenden), und daraus möchte ich euch heute eine kurze und sehr hübsche Beweispartie vorstellen, mit der ich gleichzeitig eine Frage an euch verbinden möchte: Hättet ihr als Komponisten dieser Aufgabe den letzten Halbzug angefügt oder das Stück als Beweispartie in 6,5 Zügen veröffentlicht?
Und noch mehr interessiert mich natürlich eure Begründung, eure Argumente für eure Entscheidung „pro“ oder „contra“.
[php]tb_dia(„2kr1bnr/p1p1pppp/8/8/8/8/P1PP1PPP/RNBQKBNR“, „Klaus Kiesow“, „die Schwalbe 2003, 4. Lob“, „Beweispartie in 7,0 Zügen (14+11)“);[/php]
Lasst einfach eure Meinung als Kommentar hier — in etwa einer Woche gibt es wie immer hier die Lösung.
[su_spoiler title=“Lösung“]
[pgn]
1. e4 d5 2. exd5 Nc6 3. dxc6 Qd4 4. cxb7 Qxb2 5. bxc8=B Qb5 6. Ba6 Qxf1+ 7. Bxf1 O-O-O *
[/pgn]
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Die erste Antwort kam (per Mail, um hier nicht zu „spoilern“) von Arnold Beine direkt nach der Veröffentlichung, später auch von anderen mit gleichem Tenor: Ohne die abschließende Rochade ist die Aufgabe kaputt; die Rochade verhindert (quasi „a posteriori“) etwa den Dual 1.e4 d5 2.exd5 Sc6 3.dxc6 Dd4 4.cxb7 Dxb2 5.bxc8~ Txc8 6.Lxb2 Ta8 7.Lc1, da hier [Ta8] bereits gezogen hat.