3. Retroblog Thematurnier

Wie sagt man im Rheinland? „Ab drei Mal ist es Tradition.“

Ich freue mich, wie schon in den letzten beiden Jahren am ersten Weihnachtstag zusammen mit Andreas Thoma das traditionelle Retroblog Thematurnier ankündigen zu können.

Gefordert sind Verteidigungsrückzüger mit der Märchenbedingung Anticirce und einer speziellen, Anticirce-typischen Idee; die Details sind an Hand zweier Originalaufgaben in der Ausschreibung erläutert.

(Nachtrag vom 27.12.2017: In der ersten Beispielaufgabe ist ein sLf1 zu ergänzen!)

Schickt eure Beiträge bis zum 1. April 2018 (Ostersonntag) an mich als Turnierdirektor (t.brand(at)gmx.net). Andreas Thoma wird das Turnier richten; für die Sieger stehen Buchpreise zur Verfügung.

Andreas und ich freuen uns auf eure Einsendungen!

Frohe Weihnachten!

Frohe Weihnachten
Schöni Wienacht
Merry Christmas
Zalig Kerstfeest
Feliz Navidad
Buon Natale
Joyeux Noël
З Рiздвом Христовым
С Рождеством
Христос се роди
メリークリスマス
圣诞节快乐
Glædelig Jul
Hyvää Joulua
God Jul

Euch allen wünsche ich ein frohes, ein schönes, ein ruhiges und besinnliches Weihnachtsfest 2017!

Während ihr noch aufs Christkind wartet, mögt ihr vielleicht zwischendurch noch die folgende kleine Beweispartie lösen?

Andrew Buchanan
Retro Mailing List 2005
Beweispartie in 7,5 Zügen (12+15)

 

Viel Spaß dabei, so schwer ist die Aufgabe gar nicht zu lösen!

Retro der Woche 52/2017

Für heute habe ich eine recht kurze Beweispartie herausgesucht: nur 16 Züge. Das liest sich zuerst beinahe wie eine Aufgabe „für zwischendurch“, aber ganz so einfach erscheint mir das Stück nun doch nicht zu lösen zu sein — speziell, wenn man das Thema in dem Turnier nicht kennt.

Igor Wereschtschagin , Version Rustam Ubaidullajew
Champagne-Turnier 2013, Preis
Beweispartie in 16 Zügen (14+13)

 

Champagne-Turnier: Da macht es sicher bei dem Einen oder Anderen von euch „klick“?! Richtig, das sind die schon seit vielen Jahren von Michel Caillaud ausgerichteten Retro-Turniere bei den Weltkongressen für Schachkomposition (WCCC) — die Ergebnisse des diesjährigen Champagne-Turnier aus Dresden hatte ich in den Retros der Woche 33/2017 und 34/2017 vorgestellt.

Bei der heutige Aufgabe hilft das Zählen der sichtbaren Bauernschläge zunächst nicht sonderlich weiter: Wir sehen nur einen weißen Doppelbauern auf der a-Linie. Also sollten wir nach anderen möglicherweise auffälligen Merkmalen der Diagrammstellung Ausschau halten.

Weiterlesen →

Preisbericht 2. Retroblog-Thematurnier

Durch ein Missverständnis hat sich die Veröffentlichung des Preisberichts zum 2. Retroblog-Thematurnier ein wenig verzögert, aber nun ist er da!

Herzliche Glückwünsche gehen an die Verfasser der ausgezeichneten Aufgaben, besonders an Vlaicu Crisan (1. Preis) und Michel Caillaud (2. und 3. Preis).

Und langsam könnt ihr euch schon warmlaufen für das dritte Retroblog-Thematurnier, dessen Ausschreibung „wie üblich“ am 1. Weihnachtstag veröffentlicht werden soll!

Korrekturen / Ergänzungen vom 21.12.2017:

  • Es steht eine neue Fassung des Preisberichts zur Verfügung: Beim 4. Lob war ein Autor durch mein Versehen unterschlagen worden. Den könnt ihr einfach neu herunterladen.
  • Die Preisträger können sich direkt mit Ralf Krätschmer, dem Schwalbe-Bücherwart (Mail: ralf.kraetschmer(at)t-online.de) wegen ihrer Buchauswahl in Verbindung setzen. Hier auch für alle der Link zur Schwalbe-Bücherliste.

Retro der Woche 51/2017

Ich bin immer wieder erstaunt und begeistert, welch tiefe Retroanalysen in Aufgaben unter der Bedingung „monochromes Schach“ möglich sind. Wir erinnern uns: Hier sind nur Züge erlaubt, in denen Ausgangs- und Zielfeld eines Zuges dieselbe Farbe haben. Daraus leitet sich beispielsweise ab, dass Springer nicht ziehen können.

Ein großer Meister monochromer Retros ist René Jean Millour; ein Beispiel haben wir im Retro der Woche 22/2017 betrachtet. Auch das heutige Stück verblüfft wieder mit einer lockeren Stellung und ganz überraschenden Fragen, die dann eindeutig beantwortet werden können.

René J. Millour
Die Schwalbe 1991, H.H. Schmitz und M. Seidel gewidmet, 4. Preis
monochromes Schach: wo wurden sLc8 und wTh1 geschlagen? (3+8)

 

Bei der Darstellung des Lösungsweges orientiere ich mich stark an der Beschreibung des Autors in seinem Buch „Subtleties on 64 Squares“ (Editions FEE=NIX 2015 — wenn ihr noch ein Weihnachtsgeschenk für euch selbst sucht…).

Klar ist, dass alle vier Springer zu Hause geschlagen wurden; ebenso klar ist, dass beide Könige, um loszumarschieren, (kurz) rochieren mussten — die lange ist ja nicht möglich, da der Turm seine Feldfarbe ändern würde.

Weiterlesen →

Brand-Gräfrath-120

Im nächsten Jahr feiern die beiden Schwalbe-Vorsitzenden jeweils einen runden Geburtstag, und da sich beide bekanntlich ein wenig für Retros interessieren, haben sie sich mit der Schwalbe zusammen getan, um ein Retro-Thematurnier auszurichten. (226. Thematurnier der Schwalbe).

Gefordert sind (ohne Märchenschach, ohne A-nach-B, ohne Schach-960) OHNE Bauernumwandlungen in zwei Abteilungen: klassische Retros und Beweispartien.

Einsendungen bis 20. Oktober 2018 an Turnierdirektor Hans Gruber (Mail: hans.gruber(at)ur.de); als Preisgeld stehen 500 EURO zur Verfügung.

Die genaue Ausschreibung könnt ihr auf der Schwalbe-Website einsehen und auch herunterladen.

Bernd und ich werden das Turnier richten; wir freuen uns schon auf eure Beteiligung!

Zufallsfund

Gelegentlich tummele ich mich auf facebook — wegen meines „Zweithobbys“ Fotografieren, aber auch, um mitzubekommen, was sich dort problemschachlich tut.

Die Studienfreunde sind dort sehr aktiv, aus Deutschland besonders Martin Minski, aber es gibt auch Gruppen, die sich mit direkten Schachproblemen beschäftigen: Für mich überraschend mit vielen Aktiven aus Ostasien und arabischen Ländern. hierbei fallen mir viele Nachdrucke neudeutscher Probleme aus deutschen Quellen auf — die dann gelegentlich lustig ins Englische übersetzt erscheinen wie „Saxon Newspaper“ — google translate lässt grüßen!.

Gelegentlich finden sich auch Retros dort zum Lösen: Eine Menge Smullyan-Nachdrucke, aber auch andere Sachen wie Lastmover-Rekorde. Klasse Werbung für Retros, finde ich!

Heute Morgen bin ich beim Frühstück über eine Aufgabe gestolpert, die sich auf meine Nachfrage hin als Urdruck herausstellte — wobei ich offen lassen muss, ob der Autorname echt oder ein Pseudonym ist. Das Stück gefällt mir recht gut, und ich möchte sie sofort hier „nachdrucken“ und euch für „zwischendurch“ empfehlen.

Lion Xray
Chess Puzzles and Problems facebook-Gruppe 11.12.2017
a) #1, b) letzter Zug? c) 0-0-0 zulässig? (15+10)

 

Na ja, a) ist nicht so schrecklich schwer, beweist aber, dass Weiß am Zug ist. Aber zumindest der c)-Teil erfordert für die Argumentation vielleicht schon genaueres Hinsehen… Viel Spaß!