Gruß aus Kiew

Nachtrag vom 08.01.2018 siehe unten!

Vom Treffen ukrainischer Problemfreunde am 4. Januar, dem internationalen Tag der Schachkomposition, bei sich zu Hause schickt Andrej Frolkin herzliche Grüße an alle Leser dieses Blogs.

Sein ausführlicher, mit Fotos angereicherte Bericht (auf Englisch) ist sehr lesenswert, da er nicht nur über die Geschichte des Tages der Schachkomposition berichtet, sondern auch seine Gäste vorstellt.

Und falls ihr noch keinen Schachkalender für 2018 habt: Den findet ihr hier auch!

 

 

 

 

 

 

Andrej Frolkin

 

Mein herzlicher Dank geht an Andrej für diesen interessanten Beitrag!

 

 

 

 

Nachtrag vom 08.01.2018:

Nun konnte Andrej doch noch auf die im Bericht angesprochenen “Vergleichsaufnahmen” zugreifen: Jeweils von links nach rechts: Gennadi Tschumakov, Andrej Frolkin und Anatoli Wasilenko.

…   zwanzig Jahre später

Die drei Musketiere   und …

Retro der Woche 02/2018

Das Beweispartien-Informalturnier von StrateGems 2015 war ein echtes Silvio-Baier-Festival. Drei der vier Preise (außer dem dritten, den Andrej Frolkin erhielt) gingen an Silvio; ebenso vergab Richter Thierry Le Gleuher die 2. und eine der beiden 4.-5. ehrenden Erwähnungen an ihn.

Heute habe ich davon den 4. Preis ausgesucht, der mir wegen seiner tollen Eleganz besonders gut gefällt. Das heißt nicht, dass ich als Richter eine andere Reihenfolge festgelegt hätte: Seine Aufgaben auf Platz 1 und 2 sind absolute Meisterwerke höchster Komplexität — da war Eleganz auch nicht Hauptziel der Komposition.

Sivio Baier
StrateGems 2015, 4. Preis
Beweispartie in 27,5 Zügen (12+16)

 

Etwas genaues Hinschauen aufs Diagramm kann man schon eine Menge über die Lösung erfahren: Bei Weiß fehlen genau vier Bauern, schwarz ist komplett. Bei Schwarz sind vier Bauernschläge sichtbar — aber weiße Bauern konnten damit nicht geschlagen werden, denn auf den Linien der fehlenden Bauern stehen keine schwarzen Kollegen — und die weißen Bauern konnten ihre Linien nicht verlassen, da sie keine Schlagobjekte hatten.

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https

Gestern habe ich ein wenig “unter der Haube” dieser Website geändert und dabei auch den Internet-Zugang komplett auf https umgestellt. Damit wird vor allen Dingen die Anmeldung zur Kommentierfunktion sicherer — und im Webbrowser wird die Seite nun auch als “sicher” dargestellt.

Wem die Abkürzung in der Überschrift nichts sagt, kann sich beruhigt zurücklehnen: Du musst nichts tun oder ändern, um hiervon zu profitieren. Für die anderen sei erwähnt, dass ihr eventuell vorhandene Bookmarks nicht anpassen müsst: Alle http-Requests werden automatisch auf https umgeleitet, so dass nun jeder Zugriff auf meine Seite ohne weiteres Zutun verschlüsselt erfolgt.

2018

Allen Retrofreunden wünsche ich
ein gutes neues Jahr 2018!

Heute vor drei Jahren hatte ich schon einmal zum Jahresbeginn einen Blick zurück um 100 Jahre getan: Damals konnte ich auf das Retrobuch der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts verweisen, Retrograde Analysis.

Schauen wir heute 100 Jahre zurück, so müssen wir erkennen, dass (nicht nur) das Problemschach wegen des vierten Jahres des Ersten Weltkriegs quasi in Schockstarre verharrte: die PDB weist für dieses Jahr gerade mal sieben Retro-Originale aus.

Eines davon, übrigens einem der Autoren des genannten Buches, allerdings solltet ihr euch “zwischendurch” einmal anschauen; einige werden es aber sowieso kennen?!

Thomas Rayner Dawson
The Chess Amateur 1918
Ergänze einen wT, dann #1 (12+10)

 

Natürlich ist die natürlich erscheinende Lösung nicht die Lösung …

Retro der Woche 01/2018

Mit einem klassischen Retro möchte ich das neue Jahr begrüßen und mit euch versuchen zu ergründen, wie man die Aufgabe lösen kann: Viele tun sich gerade mit dem Lösen solcher Stücke recht schwer. Dabei kann man gerade hier durch logisches Überlegen schon sehr weit kommen!

Andrej Kornilow (4.5.1944–14.11.2011) aus Moskau war ein großartiger Komponist überwiegend klassischer Retros — nutzt einmal hier im Blog die Suchfunktion, und ihr werdet noch einige von ihm finden, teilweise in Kooperation mit Andrej Frolkin.

Andrej Kornilow
Schacholympiade 2010, 2. Preis
Letzter Zug? (13+11)

 

„Natürlich“ hat im letzten Zug die weiße Dame von b1 nach a1 gezogen: Anders lässt sich das Schachgebot nicht erklären. Nun ist natürlich die Frage, ob sie dabei geschlagen hat und wenn, dann welchen Stein?

Das können wir noch nicht endgültig beantworten, wenn wir uns die Schlagbilanz des Weißen angeschaut haben: Bei Schwarz fehlen fünf Steine, aber im Diagramm sichtbar sind „nur“ vier: axb, bxc3, fxe3 sowie hxg3.

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3. Retroblog Thematurnier

Wie sagt man im Rheinland? „Ab drei Mal ist es Tradition.“

Ich freue mich, wie schon in den letzten beiden Jahren am ersten Weihnachtstag zusammen mit Andreas Thoma das traditionelle Retroblog Thematurnier ankündigen zu können.

Gefordert sind Verteidigungsrückzüger mit der Märchenbedingung Anticirce und einer speziellen, Anticirce-typischen Idee; die Details sind an Hand zweier Originalaufgaben in der Ausschreibung erläutert.

(Nachtrag vom 27.12.2017: In der ersten Beispielaufgabe ist ein sLf1 zu ergänzen!)

Schickt eure Beiträge bis zum 1. April 2018 (Ostersonntag) an mich als Turnierdirektor (t.brand(at)gmx.net). Andreas Thoma wird das Turnier richten; für die Sieger stehen Buchpreise zur Verfügung.

Andreas und ich freuen uns auf eure Einsendungen!

Frohe Weihnachten!

Frohe Weihnachten
Schöni Wienacht
Merry Christmas
Zalig Kerstfeest
Feliz Navidad
Buon Natale
Joyeux Noël
З Рiздвом Христовым
С Рождеством
Христос се роди
メリークリスマス
圣诞节快乐
Glædelig Jul
Hyvää Joulua
God Jul

Euch allen wünsche ich ein frohes, ein schönes, ein ruhiges und besinnliches Weihnachtsfest 2017!

Während ihr noch aufs Christkind wartet, mögt ihr vielleicht zwischendurch noch die folgende kleine Beweispartie lösen?

Andrew Buchanan
Retro Mailing List 2005
Beweispartie in 7,5 Zügen (12+15)

 

Viel Spaß dabei, so schwer ist die Aufgabe gar nicht zu lösen!

Retro der Woche 52/2017

Für heute habe ich eine recht kurze Beweispartie herausgesucht: nur 16 Züge. Das liest sich zuerst beinahe wie eine Aufgabe „für zwischendurch“, aber ganz so einfach erscheint mir das Stück nun doch nicht zu lösen zu sein — speziell, wenn man das Thema in dem Turnier nicht kennt.

Igor Wereschtschagin , Version Rustam Ubaidullajew
Champagne-Turnier 2013, Preis
Beweispartie in 16 Zügen (14+13)

 

Champagne-Turnier: Da macht es sicher bei dem Einen oder Anderen von euch „klick“?! Richtig, das sind die schon seit vielen Jahren von Michel Caillaud ausgerichteten Retro-Turniere bei den Weltkongressen für Schachkomposition (WCCC) — die Ergebnisse des diesjährigen Champagne-Turnier aus Dresden hatte ich in den Retros der Woche 33/2017 und 34/2017 vorgestellt.

Bei der heutige Aufgabe hilft das Zählen der sichtbaren Bauernschläge zunächst nicht sonderlich weiter: Wir sehen nur einen weißen Doppelbauern auf der a-Linie. Also sollten wir nach anderen möglicherweise auffälligen Merkmalen der Diagrammstellung Ausschau halten.

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