Schachkalender 2015

Heute in zwei Monaten haben wir schon 2015, und so kann man langsam beginnen, sich über neue Kalender Gedanken zu machen. Da möchte ich euch gern auf Arno Nickels Schachkalender 2015, Taschenkalender für Schachspieler, hinweisen, der nun bereits zum 32. Mal erscheint.

Neben dem eigentlich Kalendarium mit vielen Schach-Jahrestagen enthält er traditionell interessante Beiträge und Artikel aus der gesamten Welt des Schachs. Im neuen Kalender findet ihr etwa einen Beitrag des legendären Partie-Großmeisters Robert Hübner (François-André Dunican Philidor), einen Märchenschach-Artikel von Michael Burghardt (Der Kanzler im Wandel der Zeiten) sowie zwei Beiträge von Bernd Gräfrath (Märchenschach in Andernach und Rochadeparadoxien in Beweispartien).

Nicht nur wegen der Problemschach-Beiträge wieder eine Empfehlung; nähere Informationen und Bestellmöglichkeiten findet ihr im Internet.

Oktober-Heft der Schwalbe

Da sich der für den Druck und Versand der Zeitschrift verantwortliche bernd ellinghoven zur Zeit noch von einer schweren Erkrankung erholt (auch von dieser Stelle beste Genesungswünsche nach Aachen!!), kann sich die Auslieferung des Oktoberheftes der Schwalbe (Nr. 269) noch verzögern. Ausnahmsweise hat die Vereinigung daher das gesamte Heft vorab als PDF-Datei zum Download zur Verfügung gestellt.

Neben den neun Retro-Urdrucken findet ihr dort natürlich auch viele andere spannende Aufgaben zum Lösen, interessanten Lesestoff und mehrere Preisberichte, darunter auch bereits den Retro-Preisbericht 2013 von Bernd Gräfrath.

Viel Spaß also beim Lesen, Lösen und Kommentieren!

Nachträge zum “Blick zurück”

Wie geplant pünktlich zur Schwalbe-Tagung, die heute in einer Woche beginnt, sind nun die Nachträge und Errata zu Wolfgang Dittmanns „Der Blick zurück“ fertig geworden.

Neben dem Errata- und Aktualisierungsteil (hier sind nicht nur Fehler korrigiert, defekte Aufgaben verbessert, sondern auch viele Turnierauszeichnungen nachgetragen, die Internet-Adressen auf den neuesten Stand gebracht worden) gibt es zwei weitere wichtige Kapitel: Werner Keym hat die Änderungen der Kodex-Regeln, die nach dem Erscheinen des Buches verabschiedet worden sind, in einem instruktiven Aufsatz dargestellt. Schließlich sind 26 weitere Aufgaben von Wolfgang Dittmann, die er nach dem Buch veröffentlicht hat, mit seinen eigenen Lösungsangaben angehängt.

Die Nachträge („ein Muss für jeden Retro-Fan“ schrieb Gerd Wilts) können von der Schwalbe-Seite heruntergeladen werden; viel Spaß bei der Lektüre!

Nachtrag vom 26. September 2014:

Nun können die Nachträge auch von der feenschach-Seite heruntergeladen werden.

Nachtrag vom 14. Oktobber 2016:
Die Links sind angepasst an die zweite Auflage der Nachträge und Errata angepasst.

Retros im FIDE-Album 2010-2012

Nun sind die Ergebnisse der Retro-Abteilung des FIDE-Albums 2010-2012 veröffentlicht worden.

Von genau 400 eingesandten Problemen haben es 64 von 21 Autoren ins Album geschafft. Die meisten Aufgaben haben folgende Autoren ins Album bekommen (in Klammern die Punkte):

Nikolaj Beluchow 15 (12,83); Andrej Frolkin 9  (7,33); Dmitri Baibikow 7 (7); Michel Caillaud 7 (5,33); Silvio Baier 6 (6).

Allen erfolgreichen Autoren herzlichen Glückwunsch! Das Richten und auch die Diskussionen mit den beiden anderen Richtern (Henrik Juel und Satoshi Hashimoto) sowie mit Direktor Thierry Le Gleuher haben mir sehr viel Spaß gemacht.

August-Schwalbe

Schon jetzt, Ende Juli, ist das August-Heft der Schwalbe erschienen, auch wenn die Zustellung bei dem einen oder anderen noch etwas dauern kann, da es mit der Adressdatei für den Versand technische Probleme gegeben hatte.

Viel Lese- und Lösestoff gibt es wieder: Zehn Retro-Urdrucke warten auf Beschäftigung — und ich auf eure Lösungen und vor allen Dingen Kommentare. Fünf Preisberichte finden sich im Heft, und auf einen davon werde ich, obgleich es kein Retro-Bericht ist, in Kürze zurückkommen.

Und dann möchte ich euch ganz besonders den sehr interessanten Beitrag von Günter Büsing über “Carlchen” ans Herz legen: Viel Spaß wieder am Heft.

Buchempfehlung: Reverend

Für mich ist es immer ein besonderer Moment, wenn ich ein Heft, gar ein Buch in Händen halte, an dessen Erstellung, an dessen Satz und Layout ich mitgewirkt hatte. Den Inhalt kenne ich dann natürlich, auch das prinzipielle Layout kenne ich, aber trotzdem ist es faszinierend, das Heft, das Buch dann wirklich in Händen zu halten, darin blättern zu können, vielleicht Fotos zu bewundern, die ich vorher noch nicht gesehen hatte, weil sie erst beim Druck hinzugefügt worden sind.

Dieses tolle Gefühl konnte ich in dieser Woche bereits zwei Mal genießen: Dort habe ich ganz druckfrisch zwei neue Bücher aus der FEE=NIX Serie erhalten – eigentlich ein Buch in zwei verschiedenen Versionen…

Hans Peter Rehm und Stephan Eisert haben gemeinsam „Eines Reverends Einfall, der Geschichte machte“, von Herbert Grasemann 1981 veröffentlicht, neu herausgegeben und erweitert mit einem Aufsatz („Pläne, Spiele, Züge“, den beide 1977 in Die Schwalbe veröffentlicht hatten) sowie einer Auswahl von 82 neueren neudeutschen Problemen.

Herausgekommen ist eine großartige Zusammenstellung der Theorie und Geschichte neudeutscher Schachprobleme, hervorragend lesbar durch den tollen Stil sowohl von Grasemann als auch von Rehm und Eisert. Dass dabei natürlich auch hervorragende Probleme geboten werden, versteht sich von selbst.

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The Problemist Juli 2014

Als ich gestern von einer Dienstreise zurück kam, fand ich im Briefkasten das Juli-Heft des Problemist.

Neben dem Urdruckteil (dieses Mal sogar auch zwei kleine Beweispartien im Supplement) und der Vorstellung dreier Beweispartien in der von Bernd Gräfrath hervorragend geführten Rubrik “Selected Proof Games and Retros”  kann ich besonders einen Artikel “Solve the first Part first?” von Andrej Frolkin, Sergej Tkachenko und Chris Tylor für uns Retrofreunde  empfehlen.

Viel Spaß beim Schmökern, Lesen und Lösen.

Ökonomie

In der letzten Zeit haben wir auch hier gelegentlich über Ökonomie im Schachproblem diskutiert. Mein Eindruck ist, dass dieser Begriff bei Retros noch schwerer zu fassen ist als bei Vorwärts-Problemen.

Dass er aber auch dort nicht so selbsterklärend ist, wie man gelegentlich vermutet, zeigte schon vor 35 Jahren Arne Mangs (wer das Pseudonym nicht kennen sollte, verwürfele einfach mal die Buchstaben, und er kommt auf einen der ganz Großen des neudeutschen Schachproblems) in seinem auch heute noch lesenswerten Aufsatz “Ökonomische Nachtwächter”.

Damals in den Deutschen Schachblättern erschienen, ist er heute über die Website von Ralf Krätschmer zugreifbar. Ich empfehle ihn euch zur Lektüre und wünsche euch viel Spaß dabei.

Übrigens lohnt es sich sowieso, auf der Site zu stöbern — nicht nur, weil Ralf auch gleichzeitig Bücherwart der Schwalbe ist: Nein, es gibt dort viel Lesenswertes zu finden, gerade für Freunde neudeutscher Probleme.