Am heutigen Sonntag geht das 50. Problemschachtreffen in Andernach zu Ende, das traditionell am Himmelfahrt-Wochenende stattfindet: Erstmals im Jahr 1975, initiiert von Peter Kniest und Zdravko Maslar. Zweimal musste es wegen Corona ausfallen, daher in diesem Jahr „erst“ das 50. und nicht das 52. Treffen.
Traditionell gibt es in Andernach immer ein Kompositionsturnier, traditionell mit starkem Retro-Anteil. Über das Turnier in diesem Jahr kann ich noch nichts sagen, da die Richter Hans Gruber und ich noch ihres Amtes walteten, das diese Seite online gestellt wurde.
Allerdings kann ich eine Aufgabe aus dem Vortrag, den ich zum Thema „#R-Schach“ gehalten habe, vorstellen.
Problemas 2020
Beweispartie in 13,5 Zügen, #R-Schach (9+16)
Chris und Andrij hatten 2014 in The Problemist Ideen vorgestellt, wie eine Schachpartie nach dem Matt weitergespielt werden könne. Nun, wenn man das Matt „irgendwie“ aufhebt, dann kann ja weiter gespielt werden, als sei nichts geschehen. In mehreren Schritten entwickelten sie dann „#C-Schach“ (das ist Gegenstand des Kompositionsturniers in Andernach) und „#R-Schach“, das ich in meinem Vortrag vorgestellt habe.
Unsere Definition des #C-Schachs (C=Color): „Nach einem Mattzug wechseln alle Steine, die den König bedrohen, die Farbe und das Spiel wird fortgesetzt, es sei denn, dieser Wechsel führt zu einem Selbstschach.“
Analog die Definition für #R-Schach (R=Remove): „Nach einem Mattzug werden alle Steine, die den König bedrohen, vom Brett entfernt und das Spiel wird fortgesetzt, es sei denn, dieser Wechsel führt zu einem Selbstschach.“