Software-Updates

In den letzten Tagen hat es zwei Updates für Programme zur Prüfung (auch) von Retros bzw. Beweispartien gegeben:

  • Teddy in der Version 1.9.0, das Frontend für Prüfprogramme, unterstützt nun auch Euclide und damit die wesentlichen Testhilfen für uns Retro-Freunde: neben Euclide nämlich Natch, Jacobi und Popeye.
  • Von Popeye ist die Version 4.83 erschienen; es ist hauptsächlich ein Bug-Fix-Release, enthält aber auch zwei neu unterstützte Bedingungen.

Viel Spaß mit diesen neuen Versionen!

Teddy 1.8.1

Vor knapp drei Jahren hatte ich hier über zwei unterschiedliche Programme berichtet – und heute können sie zusammenarbeiten!

Die ursprüngliche Popeye-Grafikoberfläche Teddy kann seit einiger Zeit auch als Benutzungsschnittstelle für (Jacobi und) das Beweispartie-Prüfprogramm Natch dienen. Dabei können die Natch Parameter konsistent mit der Teddy Oberfläche eingegeben, die Stellung dann durch Klicken ins Diagramm oder Eingabe der FEN Notation geändert werden. Für letzteres muss das Eingabefeld für FEN zunächst über das „Einstellungen“ Menü aktiviert werden. Dann aber ändern Eingaben im Diagramm oder im FEN-Feld synchron die Anzeigen im jeweils anderen Feld -– sehr komfortabel!

Übrigens finde ich das Eingabediagramm auch sehr praktisch z.B. zum Nachspielen vom Märchen-Beweispartien, was mit vielen Programmen nicht möglich ist, da dort die „orthodoxe Legalität“ von Zügen überprüft wird, die beispielsweise das Spielen einer Circe-Beweispartie ausschließt. Die Partieanfangsstellung kann man einfach mit Klick auf den mit drei schwarzen und weißen Bauern markierten Knopf aufbauen; klasse!

Probiert Teddy doch einfach mal aus – mir gefällt es sehr gut, ich finde es extrem nützlich. Vielleicht lernt das Programm ja auch bald noch, mit Euclide umzugehen?!

Problem mit Euclide

Ziemlich überraschend sind Bernd Gräfrath und Silvio Baier auf ein Problem mit dem Prüfprogramm für Beweispartien Euclide gestoßen: Für eine Beweispartie findet Euclide keine Lösung, obgleich eine existiert, die auch von Natch gefunden wird.

Bernd stellt in einem Beitrag, den ihr hier herunterladen könnt, die Aufgabe vor — sie ist nicht nur wegen dieses Fehlers sehenswert!

Übrigens findet Euclide bei den angegebenen Vergleichsaufgaben die Lösungen. Ich persönlich vermute, dass eine Optimierung zu „scharf“ geschaltet ist. Über die weitere Entwicklung werde ich jedenfalls gern berichten.