In feenschach-Heft 211 (Januar-Februar 2015) haben sich im Urdruckteil zwei Fehler eingeschlichen, die gerade für die Retro-Löser relevant sind:
Bei den Aufgaben 11095 und 11096 fehlt natürlich die Bedingung Anticirce!
In feenschach-Heft 211 (Januar-Februar 2015) haben sich im Urdruckteil zwei Fehler eingeschlichen, die gerade für die Retro-Löser relevant sind:
Bei den Aufgaben 11095 und 11096 fehlt natürlich die Bedingung Anticirce!
Folgende Kleinigkeit ist mir vor ein paar Tagen über den Weg gelaufen; ich finde, die ist ideal für die Frühstücks- oder Mittagspause! Außerdem passt sie gut zum morgigen französichen Nationalfeiertag.
Im ersten Moment verblüffend, dass das eindeutig gehen soll? Dann wird aber schnell klar, dass unbedingt 3.– Xxd2 4.Kxd2 geschehen musste. Nun fragt sich nur, was ist X, woher kam X und warum gehen nicht andere Schläge auf d2? Verblüffende Eindeutigkeit!
Viel Spaß beim Knobeln, und viellleicht zeigt ihr das Stück ja auch euren Schachfreunden, die sonst mit Retro nicht so viel am Hut haben? Nein, die Lösung verrate ich hier nicht…
Beweispartien mit „Homebase“ Diagrammstellungen, wo also zumindest eine Seite all ihre Steine in der Partieanfangsstellung stehen hat, wirken auf mich immer besonders attraktiv, denn eigentlich müsste diese Partei ja gar nicht ziehen!
Aber davor kann sie sich ja nicht drücken — und häufig ist es auch erforderlich zu ziehen, nämlich um etwa einige eigene Steine aktiv loswerden zu können. So auch bei dem Stück, das ich heute ausgewählt habe.
Bei Weiß fehlen vier Bauer, alle anderen weißen Steine stehen auf passenden Feldern der Partieausgangsstellung — das muss ich so vorsichtig formulieren, denn theoretisch könnten ja auch die Springer oder gar die Türme ihre Plätze getauscht haben.
Bei Schwarz fehlt nur ein Bauer, und es sind keine Doppelbauern vorhanden, die etwas über das Verschwinden der fehlenden weißen Bauern verraten könnten.
Die tolle Märchenschach-Seite Julia’s Fairies von Julia Vysotska pflegt auch eine (Märchen-) Retroabteilung für Urdrucke — wie heißt das richtige Wort hierfür im Internet, denn “gedruckt” wird da ja nichts?
Nun ist der erste Preisbericht, er umfasst die Jahre 2013 und 2014, erschienen: Von 26 Original-Aufgaben erwiesen sich zehn als inkorrekt, von den verbleibenden hat Preisrichter Hans Gruber sechs ausgezeichnet.
Das ist selbstverständlich sehr lesenwerte Lektüre (ebenso “selbstverständlich” auf Englisch…); viel Spaß dabei!
Das neue FIDE-Album für die Jahre 2007 bis 2009 wird beim WCCC in Ostroda erscheinen. Wer am WCCC teilnimmt und dort das Album erwerben will (unveränderter Preis: 45 EUR), sollte sein Exemplar kurz per Mail bei Peter Gvozdjak (peter.gvozdjak(at)gmail.com) reservieren, dann werdet ihr vor Ort bevorzugt beliefert.
Dankenswerterweise hat sich der Bücherwart der Schwalbe, Ralf Krätschmer wie schon für das letzte Album bereit erklärt, eine Sammelbestellung zu organisieren; wenn ihr Interesse daran habt, über ihn zu bestellen, so meldet euch bei ihm (Mail: ralf.kraetschmer(at)t-online.de).
Wenn ein Löser kommentiert, die Lösung sei uninteressant, muss man als Preisrichter schon gute Gründe haben, dem Stück trotzdem den einzigen Preis in einem wahrlich nicht schwach besetzten Turnier zuzuerkennen — vor allen Dingen, wenn man dem Kommentar zumindest teilweise zustimmen muss.
Aber um es schon vorwegzunehmen: Dieser „Vorwurf“ kann sich höchstens an das schwarze Spiel richten.
Im Verteidigungsrückzüger (VRZ) nehmen Weiß und Schwarz abwechselnd Züge zurück, dabei ist es Ziel von Weiß, eine Stellung zu erreichen, in der er die Vorwärts-Forderung (meist und so auch hier: #1) umsetzen kann, Schwarz versucht dies durch seine (natürlich legalen) Rücknahmen zu verhindern. Beim Typ Proca entscheidet die zurücknehmende Partei, ob und welchen Stein sie entschlägt.
Betrachten wir zunächst die Schlagbilanz: Bei Schwarz fehlt nur ein Stein, der auf der e-Linie geschlagen worden ist. Drei Schläge weißer Steine durch schwarze Bauern sind offensichtlich (axb, bxc, f7xe6), und mindestens zwei weitere Schläge sind erforderlich für die Umwandlung der beiden fehlenden schwarzen Bauern [Bg7] und [Bh7] für Th1 und Lg1.
Auf den Tag pünktlich hatte ich gestern Abend die neue Ausgabe von harmonie-aktiv in meinem Postfach, die ihr kostenlos herunterladen könnt: Auch wenn in diesem Heft nicht allzu viel Retro-Spezifisches zu finden ist, gibt es wieder jede Menge interessanten Lesestoff, so den ausführlichen Bericht zum Sachsentreffen vom 10. bis 12. April des Jahres sowie interessante Preisberichte — und natürlich jede Menge Urdrucke zum Anschauen, Lösen und Kommentieren.
Viel Spaß bei der Lektüre!
In dieser Woche hatte ich hier im Blog auf das diesjährige WCCC und die dort regelmäßig ausgeschriebenen Turniere hingewiesen.
Eines dieser Turniere mit schon langer Tradition ist das von Michel Caillaud durchgeführte, in dem es keine hochprozentigen, sondern hochwertige Preise, nämlich Champagner, zu gewinnen gibt.
Im letztjährigen Champagne-Turnier war das Thema „Gegenschachs“. Kurz nach dem Turnier gelang es Joaquim Crusats, den bestehenden Rekord an aufeinanderfolgenden Schachgeboten um ein weiteres Schach zu steigern; seine Aufgabe wurde im ersten Heft 2015 (SG69) von StrateGems veröffentlicht.
Sofort fällt im Diagramm der schwarze Umwandlungsturm ins Auge, der uns gleich beim Finden der Lösung sicherlich helfen wird.
Zunächst aber wollen wir uns wie üblich mit Schlagbilanz und Zügezahlen beschäftigen.