Retro der Woche 30/2026

In seinem Abschlussvortrag beim Jubiläumskongress zum 100. Geburtstag der Schwalbe ihn Essen 2024 stellte Silvio Baier Beweispartien mit Dreifachsetzung des Prentos-Themas vor, bei der alle Umwandlungssteine von einem einzigen Offizier geschlagen werden; der Vortrag kann im Kongressbuch “100 Jahre Schwalbe” nachgelesen werden.

Der allgemeine Rekord an Prentos-Umwandlungen lag schon lange bei drei, umso bemerkenswerter, dass auch diese Einschränkung in vielfältiger Weise dreifach gesetzt werden kann.

Wie bei vielen Themen ist es auch hier der Fall, dass manche Darstellungen des Themas deutlich schwerer zu realisieren sind als andere.

Hiermit wollen wir uns heute beschäftigen.

Reto Aschwanden
The Problemist 2026
Beweispartie in 21 Zügen (12+14)

 

In der sehr eleganten Homebase-Stellung des Weissen sind keine Züge direkt zu erkennen, die sichtbaren des Schwarzen wollen wir rasch zählen: 2+2+4+5+3+5=21 — Schwarz hat also keine Züge mehr frei. Daraus können wir auch schließen, dass die schwarzen Bauern auf der 4. und 5. Reihe jeweils einen Doppelschritt gemacht haben, also nicht geschlagen haben können. Und damit wissen wir auch, dass [Bb7] und [Bh7] zuhause geschlagen wurden.

Die fehlenden weißen Bauern von der a-, der g- und der h-Linie können wegen der Stellung der schwarzen Offiziere nicht direkt geschlagen worden sein; sie müssen sich also umgewandelt haben

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Retro der Woche 29/2026

Vor fünf Jahren erschien der Preisbericht zum 17. Thematurnier von Phénix; das hatte sich der neuen Märchenbedingung “Breton” (Bretonisches Schach) gewidmet und war für alle Problemgattungen offen. Es zeigte sich, dass man mit dieser Bedingung, eigentlich eher einer Bedingungsfamilie, auch klasse Retros bauen kann.

Aber zuerst die Definition für Breton, entnommen dem Märchenschachlexikon der Schwalbe: “Als Teil eines Schlagzuges wird neben dem Schlagopfer ein Stein derselben Art der Partei des Schlagtäters vom Brett entfernt, sofern einer vorhanden ist. Stehen hierfür mehrere Steine zur Auswahl, entscheidet die Partei des Schlagtäters, welcher Stein entfernt wird.”

Bei unserer heutigen Aufgabe haben wir es mit Breton adverse zu tun: Hier verschwindet, wie man vermuten kann, zusätzlich ein Stein derselben Art der Partei des Schlagopfers.

Michel Caillaud (wer sonst?) steuerte für dieses Turnier das bestplatzierte Retro bei.

Michel Caillaud
Phénix 17. Thematurnier 2021, 4. ehrende Erwähnung
Beweispartie in 26 Zügen, Breton advers (11+16)

 

Trotz der ganz neuen Märchenbedingung nicht allzu schwer zu lösen, finde ich — und das wollen wir uns nun anschauen, wie wir da vorgehen können.

Wie üblich schauen wir danach, was fehlt? Das sind bei Weiß vier Bauern sowie die Dame — und sichtbare weiße Züge; wir haben also eine weiße Homebase.

Bei Schwarz sind noch alle Mann an Bord, auffällig ist natürlich die Bauernstruktur, die zeigt, dass die schwarzen a- bis e-Bauern jeweils “nach Osten” geschlagen haben.

Und damit haben wir eigentlich das Problem schon ideenmäßig gelöst!

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Retro der Woche 28/2026

Bleiben wir noch etwas in Frankreich, gehen wir im Preisbericht einfach ein Jahr zurück im Vergleich zum letzten Retro der Woche: Sehr viel Freude hatte ich daran, diesen Jahrgang zu richten!

Viel klassischer, direkter und einfacher kann die “Retro-Frage” zu unserer heutigen Auflöse-Aufgabe kaum lauten: Hier werden nicht beispielsweise durch irgendwelche Zug-Angaben zusätzliche Informationen gegeben, die für die Beantwortung der Frage erforderlich sind, hier wird einfach nach den Rochaderechten gefragt.

“Natürlich” beließ es Yoav Ben-Zvi nicht bei einer Phase, sondern fragt für insgesamt fünf Stellungen, die sich jeweils von der “benachbarten” um genau einen versetzten Stein unterscheiden: Spannend ist dann nicht allein die Suche nach den fünf Lösungen, sondern auch nach den Gründen, weshalb hier etwas geht oder nicht geht, was in der Nachbarstellung nicht geht oder geht.

Yoav Ben-Zvi
Phénix 2020, 2. Preis
Rochadestatus? b) sBb3>b4, c) ferner wBf4>Yb5, d) ferner sBc6>a7, e) ferner wBa3>a4 (13+13)

 

Heute möchte ich es einmal anders machen als sonst: Ich will keine Vorüberlegungen zu den einzelnen Stellung vorgeben, sondern euch motivieren, euch die Phasen selbst anzuschauen und zu lösen: Soo schwer sind die nicht!

Wenn ihr nun auf die Lösungen klickt, seht ihr die jeweilige Stellung im Diagramm und dann die Lösungs-Erläuterungen, die ich im Wesentlichen Hans Grubers Präsentation dieser Aufgabe in feenschach 268, das sich bereits im Druck befindet, entnommen habe.

Stellung a)

Yoav Ben-Zvi
Phénix 2020, 2. Preis
Rochadestatus? Stellung a) (13+13)

 

Alle fehlenden Steine sind durch Bauernschläge erklärt. Auf jeder Felderfarbe muss der erste geschlagene Stein ein Turm gewesen sein, und damit wart auch der allererste geschlagene Stein ein Turm. Es kann nicht sein, dass sowohl [Bd7] als auch [Bg2] einen Läufer schlugen, da beide weißfeldrigen Läufer erst durch diese Schläge befreit werden. Analog für [Bd2] und [Be7] und die schwarzfeldrigen Läufer. Aber es ist denkbar, dass [Ta1] und [Ta8] die geschlagenen Türme waren: a7-a5, Ta8-e3, d2xTe3, Ta1-c6, d7xTc6, Lc8-f3, g2xLf3, Lf1-b3, a4xLb3 sowie Lc1-d6, e7×Ld6, Lf8-f4, e3xLf4. Also sind noch beide Rochaden zulässig.

Stellung b)

Yoav Ben-Zvi
Phénix 2020, 2. Preis
Rochadestatus? Stellung b) (13+13)

 

Jetzt geht der Schlag auf b3 nicht mehr, der weißfeldrige wL könnte von [Ba7] allenfalls auf
b5 geschlagen werden (a7-a6xLb5). Dann kann [Ta8] aber nicht mehr erstes Schlagobjekt sein; dies ist daher einer der Türme von h1 oder h8. Die beiden Rochaden schließen einander also aus, nur genau eine ist noch möglich.

Stellung c)

Yoav Ben-Zvi
Phénix 2020, 2. Preis
Rochadestatus? Stellung c) (13+13)

 

Wenn der letzte Zug des wBb5 c4xb5 war, so wurde [Lf8] auf c3 geschlagen, also noch bevor [Lc1] geschlagen werden konnte. Also wurde ein Turm auf d6 geschlagen, das kann aber, da ja der [Lc1] noch nicht gezogen hatte, nur [Th1] sein. Also ist nur noch die schwarze Rochade zulässig.

Stellung d)

Yoav Ben-Zvi
Phénix 2020, 2. Preis
Rochadestatus? Stellung d) (13+13)

 

Damit der weißfeldrige wL geschlagen werden konnte, musste der sBd6 von e7 kommen, der sBb4von d7. Damit der schwarzfeldrige sL geschlagen werden konnte, begann der wBb5 mit d2xc3. [Ta8] konnte wegen [Lc8] nicht heraus, bevor [Bd7] erstmals schlug. Daher ist die schwarze Rochade unzulässig — und da es die weiße ebenso wie in c) auch ist, ist keine Rochade zulässig.

Stellung e)

Yoav Ben-Zvi
Phénix 2020, 2. Preis
Rochadestatus? Stellung e) (13+13)

 

Jetzt ist der [Ta1] frei, also kann Weiß noch rochieren, Schwarz wie in d) nicht.

Hans Gruber fasst seine Präsentation dieser Aufgabe zusammen: “Ein schönes, klassisches Ensemble mit allen fünf Kombinationsmöglichkeiten der Rochaderechte.” Ja, das finde ich auch!

Retro der Woche 27/2026

Gestern hatte ich hier im Blog auf die Kompositionsturniere im Rahmen des WCCC 2026 in Magdeburg hingewiesen und dabei besonders das traditionelle Champagne Retro-Turnier erwähnt, das schon seit vielen Jahren Michel Caillaud und Éric Pichouron gemeinsam in wechselnden Rollen als Direktor bzw. Preisrichter ausrichten.

Die beiden können aber nicht nur gemeinsam organisieren, sondern auch erfolgreich komponieren. Als Beispiel möchte ich euch eine ziemlich kurze Beweispartie der beiden vorstellen, mit der sie vor fünf Jahren den zweiten Preis im Phénix Retro-Informalturnier gewinnen konnten.

Éric Pichouron & Michel Caillaud
Phénix 2021, 2. Preis
Beweispartie in 15 Zügen (13+15)

 

Na, wenn das keine Stellung ist, die gleich zum Lösen einlädt, dann weiß ich es auch nicht: überschaubare Zügezahl, weiße Home Base Stellung, und bei Schwarz eine Menge sichtbare Züge, die wir auch gleich zählen wollen:

Wir sehen 2+0+3+3+2+5=15 schwarze Züge — also alle, die Schwarz ausgeführt hat!

Nun könnte man einwenden, dass meine drei gezählten Züge des sTc3 aber reichlich bemessen seien, er könne ja schließlich auch über a3 in zwei Zügen nach c3 gelangt sein. Richtig — aber dann müssen wir zwei Züge für [sBa7] ansetzen, damit der dem Turm Platz schaffen kann: In Summe ändert sich also nichts.

Diese beiden Steine sind damit auch die einzigen, deren Weg nicht komplett eindeutig aus dem Diagramm abzulesen ist.

Und daraus kann man schon eine ganze Menge mehr ableiten!

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Retro der Woche 26/2026

Im Jahr 2023 feierte die französische Zeitschrift “Rex Multiplex” ihr 40-jähriges Bestehen; zu diesem Anlass schrieb sie ihr 18. Thematurnier in mehreren Gruppen, darunter auch Retros aus. Thema war, nicht gerade fernliegend, die Bedingung “Rex Multiplex”, die im Schwalbe-Märchenlexikon so definiert wird:

“Beide Parteien können mehrere Könige und/oder königliche Steine besitzen und auch in einen König umwandeln. Ein Schachgebot ist nur zulässig, wenn es entweder für alle Könige zugleich parierbar ist oder alle Könige gleichzeitig mattsetzt.”

Man kann es auch anders formulieren: Umwandlung in Könige ist erlaubt, auch diese Könige haben königliche Eigenschaften; “Teilmatts” sind nicht zulässig: Alle oder keiner.

Preisrichter Thierry le Gleuher erhielt 23 Einsendungen, von denen er 14 auszeichnete — dennoch gab es nur einen Preis; dieses Stück aber überragt laut Richter die anderen deutlich.

Und das wollen wir uns heute gemeinsam anschauen.

Dirk Borst
18. TT Rex Multiplex 2023
Beweispartie in 28.5 Zügen, Rex multiplex (14+14)

 

Bei Weiß fehlen [Lf1], der zu Hause geschlagen werden musste, sowie [Lc1], der offensichtlich auf der h-Linie geschlagen wurde; der [Bb2] hat sich offensichtlich in den zweiten König umgewandelt. Bei Schwarz fehlen ein Turm sowie [Bc7], der selbst nicht geschlagen haben kann, da für ihn kein weißen Schlagopfer zur Verfügung steht. Also wurde er auf seiner Linie vom [Bb2] geschlagen, der damit auf c8 umwandelte; der schwarze Turm starb auf e3.

Nun stellen sich einige Fragen: Durch wen starb [Lf1], und wie lässt sich vor allen Dingen der Nordwesten des Bretts aufbauen ohne dass der weiße König im Weg steht?

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Retro der Woche 25/2026

Immer wieder finde ich es interessant, auf welche verschiedene Arten Autoren in ihren Beweispartien verschiedene Themen verbinden oder ein Thema mit mehreren Steinen darstellen.

Da gibt es die Möglichkeit der einfarbigen Darstellung oder Verteilung des Themas auf Weiß und Schwarz. Da können Themen mit einer Steinart oder mit mehreren unterschiedlichen gezeigt werden, da können auch verschiedene Themen miteinander verbunden werden — auch da wieder über eine oder über zwei Farben, über gleiche oder verschiedene Steinarten.

Ein wahrer Meister darin, immer wieder interessante Kombinationen zu erfinden und aufs Brett zu zaubern, ist Silvio Baier. Von ihm möchte ich euch heute eine Beweispartie von ihm aus dem vierten Heft des 2025-er Jahrgangs von Probleemblad vorstellen.

Silvio Baier
Probleemblad 2025
Beweispartie in 26.5 Zügen (14+13)

 

Bei Silvio ist es nicht allzu schwer, darauf zu tippen, dass thematische Umwandlungen zentrale Bedeutung in der Aufgabe haben.

Daher will ich euch heute einladen, selbst erste Überlegungen zu möglichen Themen dieser Aufgabe anzustellen, bevor ihr weiterlest. Versucht dies so, wie wir es hier auf der Seite meist machen, also indem ihr sichtbare Züge zählt, vielleicht Reihenfolge-Abhängigkeiten identifiziert (etwa “X muss schon da stehen, bevor Y ziehen kann”) — besonders aber überlegt, welche fehlenden Steine wo geschlagen wurden. Dabei helfen natürlich Doppelbauern im Diagramm besonders, ebenso die Frage, was speziell mit fehlenden Bauern passiert sein kann: Geschlagen, umgewandelt? Was passiert dann nach der Umwandlung?

Und wenn ihr einige Fragen für euch beantwortet habt, könnt ihr euch auch an den ersten Löseversuch machen: Eine Menge wisst ihr schon, bevor ihr auch nur einen einzigen Zug gemacht habt!

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Retro der Woche 24/2026

Gelegentlich hört man die Forderung, ein “normales” Retro-Informalturnier in mehrereGruppen aufzuteilen: etwa Beweispartien von Verteidigungsrückzügern zu trennen, zusätzlich klassische Auflöse-Aufgaben und “sonstige” Retros jeweils zusammenzufassen. Konsequenterweise müsste man das auch noch doppeln: ” orthodox” versus “Märchenbedingungen”. Dann wären wir bei acht Abteilungen.

Das können nicht einmal sinnvoll Zeitschriften mit großem Retro-Teil wie Die Schwalbe oder feenschach leisten, noch viel weniger solche, die über deutlich weniger Retro-Beiträge verfügen — außer man macht aus Jahresturnieren Jahrzehntturniere, aber das will sicher auch niemand.

Also bleibt meist keine andere Möglichkeit, als alle Retros gemeinsam zu richten. Und bei manchen Zeitschriften werden die dann auch noch den Märchenaufgaben zugeschlagen, so etwa in der finnischen Tehtäväniekka. Dort tun sich die Retros meist recht schwer gegen “gestandene” Märchenstücke, auch weil nicht alle Märchen-Richter sicher sind, wie sie die wenigen Retros in ihren Bericht aufnehmen und einreihen sollen.

Dass dies nicht bedeuten muss, dass dort wenige guten Aufgaben erscheinen, beweis der gerade veröffentlichte Märchenschach-Preisbericht 2023, in dem Richter Eddy van Beers unserem heutigen Retro der Woche den zweiten Preis zuerkannte.

Kostas Prentos
Tehtäväniekka 2023, 2. Preis Märchen & Retros
(-w-s& dann h#3 (10+14)

 

Weiß und Schwarz nehmen also jeweils einen Zug zurück, wonach ein “normales ” Hilfsmatt in drei Zügen folgen soll.

Schnell sieht man, dass die schwarze Bauernreihe c6-f3 von der b- bis e-Linie stammt; zusammen mit dem Doppelbauern auf der h-Linie und dem fehlenden [Lf1], der offensichtlich zu Hause geschlagen wurde, sind alle fehlenden weißen Steine erklärt.

Das wird mancher Löser gesehen haben, um dann verwundert zu erwarten, das Stück sei beliebig nebenlösig: Schwarz muss ja nur z.B. eine weiße Dame entschlagen, und das ist dann sicher in drei Zügen kaputt. Versuchen wir das einmal: Schwarz nimmt b7xDc6 zurück, und dann geht es beispielsweise weiter 1.Tac8 Dxc8 2.Td8 Th2 3.Kf8 Dxd8# — was haben wir dabei übersehen, wieso soll das nicht funktionieren?

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Retro der Woche 23/2026

Vor 30 Jahren, beim Märchenschachtreffen 1996 in Andernach, demonstrierte Hans Heinrich Schmitz seine neueste Erfindung: “Frisch Auf Circe”. Der zunächst seltsam klingende Name hat etwas mit seiner neuen Heimatstadt zu tun: Als Rentner war er aus Weimar nach Göppingen, zwischen Stuttgart und Ulm gelegen, umgezogen. Und dieser Ort war vor allem bekannt durch seinen Sportverein, der in der ersten Handball-Bundesliga spielte: Frisch Auf Göppingen. Eine Hommage also an seinen Wohnort.

Klaus Wenda war einer der Autoren, der sich gleich mit diesem neuen Mitglied der Circe-Famile beschäftigte, die das Schwalbe-Lexikon so definiert: “Wenn in einer Circe-Aufgabe bekannt oder eindeutig nachweisbar ist, dass eine orthodoxe Figur auf dem Brett durch Umwandlung entstanden ist, ist sie bei ihrer Wiedergeburt (jedesmal) wie eine Märchenfigur zu behandeln: Sie wird also wiedergeboren auf dem Umwandlungsfeld der Linie, auf der sie geschlagen wurde.”

Klaus Wenda
feenschach 1996
s#1 vor 4 Zügen, VRZ Proca, Frisch Auf Circe (12+3)

 

Nicht überraschend wählte Klaus, der bekennender Circe-Fan war und sich auch mit Verteidigungsrückzügern beschäftigte — er sollte später ja den unglaublichen Aufschwung des Anticirce-VRZ initiieren — die Proca-Form für diese Aufgabe.

Und ebenfalls sollte uns nicht überraschen, dass wir es hier mit Neudeutschem Gedankengut zu tun haben. Wenn man überlegt, welcher Stein denn gezwungen werden könnte, den weißen König matt zu setzen, so stellt man schnell fest, dass der erst noch entschlagen werden muss: Die Bauern sind dazu natürlich nicht in der Lage.

So kommt man vielleicht auf den Gedanken, dass ein weißfeldriger schwarzen Läufer entschlagen werden könnte: Schließlich ist c8 besetzt, sodass er unter Circe-Bedingung entschlagen werden kann.

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