Noch einmal möchte ich auf den Preisbericht des Champagne-Turniers 2025 zurückkommen: Dort ging es ja um das Thema Platztausch, und es hat mich überrascht, wie viele originelle Aufgaben dazu eingereicht wurden.
Den zweiten Platz in der Beweispartie-Abteilung belegt ein bemerkenswertes Stück von Rustam Ubaidullajew — bemerkenswert nicht nur wegen des reinen Inhalts, sondern auch, weil es nicht vollständig Computer-prüfbar war, und das bei „nur“ 29 Zügen.
Champagne-Turnier 2025, 2. Preis Abt. A
Beweispartie in 29 Zügen (14+14)
Wenn man ein wenig auf die Stellung schaut, fallen gleich mehrere Besonderheiten auf. Speziell die schwarzen Offiziere im weißen Lager: Wie sind die Türme, wie der Läufer hineingelangt? Erster Verdacht: Mit frühem b4 können die Türme via b3, der Läufer über b2 eingestiegen sein. Vielleicht ist auch einer der Türme als Umwandlungsstein (h7-h3xg2-g1=T) entstanden? Auf diesem Wege könnte auch der weiße Turm auf h8 dem Südkäfig entkommen sein.
In dem Zusammenhang ist dann auch sehr interessant, welche Steine fehlen: Das sind bei Weiß Dame und ein Springer, bei Schwarz ebenfalls die Dame sowie [Bh7].