Peter Kniest 15.12.1914 – 15.12.1993

Heute vor 100 Jahren wurde Peter Kniest geboren, der unendlich viel für das deutsche und weltweite Problemschach getan hat. So hat er Die Schwalbe in kritischer Situation durch seinen persönlichen und finanziellen Einsatz intensiv unterstützt, so war er 18 Jahre lang (von 1971 bis 1988) Herausgeber von feenschach, so hat er zahlreiche Bücher und Zeitschriften publiziert. So war er Initiator und von Anfang an bis zu seinem Tod gemeinsam mit Zdravko Maslar Mitveranstalter der Andernach-Treffen.

Und natürlich war er ein großartiger Komponist, der in allen Genres tolle Aufgaben gebaut hat. Auch im Bereich der Retros war er gelegentlich aktiv, meist im Umfeld sparsamer Hilfsrückzüger.

Zu seinem Gedenken möchte ich eines dieser Stücke, das er im jugendlichen Alter von 18 Jahren in Die Schwalbe veröffentlicht hatte, hier vorführen:

Peter Kniest
2775 Die Schwalbe 10/1933
Weiß nimmt 1 Zug so zurück, dass Weiß und Schwarz sofort mattsetzen können. Duplex (3+3)

 

Weiß nimmt zurück: R Tc3xSc4, dann 1. Sb4# bzw. Lb2#.
Schwarz nimmt zurück: R Ld4xSa1, dann 1. Txa4# bzw. Le3#.

Peter Kniest starb heute vor 21 Jahren, an seinem 79. Geburtstag.

Thomas Volet 65

Ganz herzliche Glückwünsche gehen heute über den Atlantik nach New York, wo Thomas Volet seinen 65. Geburtstag feiert.

Thomas ist einer der profiliertesten Komponisten klassischer Retros und hat eine besondere Vorliebe für Auflöse-Probleme mit den verschiedensten Formen des Schachschutzes als wesentliches Thema. Erfreulicherweise sendet er regelmäßig Originalaufgaben an Die Schwalbe, siehe z.B. 16107 im aktuellen Oktoberheft. auch hier im Blog war er schon in den Retros der Woche vertreten, siehe 40/2013 und erst kürzlich 40/2014.

Heute habe ich ein kleines Stück herausgesucht, das auch zum Selbst-Lösen einladen soll.

Thomas Volet
Die Schwalbe 1982, TMV gewidmet, 15. Lob
Woher kommen die TT a1 und h1? (12+12)

 

wLa4 ist Umwandlungsläufer, der aus [wBh2] entstanden ist, deswegen kann Schwarz f7xXe6 noch nicht zurücknehmen. Der West-Käfig kann nur aufgelöst werden mit der Rücknahme sTc3-b3, dafür aber muss der sK nach c1 ausweichen können. Das muss zügig vorbereitet werden, damit Schwarz nicht retropatt wird.

Also R 1.Kf1-e1 a6-a5 2.Kg1-f1 a7-a6 3.Tf1-a1 d6-d5 4.Th1-h3/6 Kc1-c2 5.O-O+ etc.

Die weißen Türme haben also ihre Plätze getauscht, gleichzeitig sehen wir hier das Antirochade-Thema.

Bernd Gräfrath

Kaum hatte ich ihn mit dem Retro der Woche 41/2014 als neuen Schwalbe-Vorsitzenden vorgestellt, darf ich ihn heute schon wieder erwähnen und damit herzliche Geburtstags-Glückwünsche nach Mülheim zu Bernd Gräfrath, der ja auch einer der fleißigsten Kommentatoren und Mit-Diskutanten hier im Blog ist, schicken.

Zählt man die Jahre wie die Felder auf dem Schachbrett, so hast du, lieber Bernd, nun die Umwandlungsreihe erreicht…  Da bin ich mal gespannt, ob du dieses “Thema” in deinen nächsten Aufgaben vielleicht aufnehmen willst?

Schönes Feiern heute!

Reto Aschwanden 40

Ganz herzliche Glückwünsche gehen heute in die Schweiz nach Zürich, wo Reto Aschwanden seinen 40. Geburtstag feiert.
Reto ist der jüngste Kompositions-Großmeister; er war bei der Titelvergabe gerade einmal 35 Jahre alt. Er ist einer der besten Beweispartie-Komponisten und hat sich auch als Autor von Märchenschachaufgaben einen hervorragenden Namen gemacht, speziell mit seinen hoch komplexen zyklischen Märchen-Zweizügern.

Hier aber wollen wir uns natürlich eine Beweispartie von ihm anschauen: Ich habe ein schon älteres Stück von ihm herausgesucht, das mir immer wieder hervorragend gefällt.

Reto Aschwanden
Probleemblad 2002
Beweispartie in 18 Zügen (13+13)

 

Lösung:
1.b4 Sa6 2.b5 Sc5 3.b6 Sa4 4.bxc7 b5 5.c4 Lb7 6.c8=S Ld5 7.Sxe7 Sxe7 8.c5 Sg6 9.c6 Df6 10.c7 Df3 11.c8=S f6 12.Se7 Lxe7 13.h4 OOO 14.h5 Tde8 15.h6 Ld8 16.hxg7 h5 17.g8=S h4 18.Se7+ Txe7.

Ceriani-Frolkin-Umwandlungen mit drei Springern sind nicht so ungewöhnlich. Hier jedoch haben wir dreimal das Prentos-Thema (Schlag des Ceriani-Frolkin-Steins durch einen Offizier, nicht durch einen Bauern), und das auf immer dem gleichen Feld durch unterschiedliche Steine.

Unglaubliche Eleganz mit ausschließlich thematischen Zügen bei Weiß!

Leider hat Reto sich in der letzten Zeit am Konstruktionsbrett ziemlich rar gemacht – ich hoffe sehr, dass sich das bald wieder ändern wird!

Herzlichen Glückwunsch!

Heute gehen herzliche Geburtstags-Glückwünsche nach Wien an Klaus Wenda!

Für dein neues Lebensjahr wünsche ich dir auch im Namen der Leser alles Gute, Gesundheit, Freude am Problemschach — alles, was du dir selbst wünscht!

Es gibt in der Problemschachwelt nur ganz wenige, die so vielseitig, so engagiert unser Hobby fördern wie Klaus: Als hervorragender Komponist in den verschiedensten Bereichen vom (neudeutschen) Direktmatt über Selbstmatt und Märchenchach zur Retroanalyse, als Preisrichter, als Autor und Publizist, als Ehrenvorsitzender der internationalen Problemschachvereinigung.

Er ist als Impulsgeber, „Anschieber“ im Hintergrund und aktiver Unterstützer die treibende Kraft des feenschach-Redaktionsteams und auch diesem Blog hier aktiv verbunden; ich erinnere nur an seinen Beitrag zu Wolfgang Dittmanns 80. Geburtstag.

Seit reichlich zehn Jahren widmet er sich als Komponist hauptsächlich der Retroanalyse, nachdem er 2001 in feenschach die Beschäftigung mit Anticirce in der Retroanalyse angeregt hatte; Schaut doch zur Feier des Tages noch einmal in seinen Aufsatz Beckmesser versus Stolzing. Reflexionen zur Legalität unter der Anticirce-Bedingung. (feenschach Nr. 144, XI-XII/2001, S.275-277)

Daraus zitiere ich eines der Stücke, die den Boom bei den Anticirce Verteidigungsrückzügern auslöste, den sicherlich zu dem Zeitpunkt niemand auch nur ansatzweise vorhersehen konnte.

Klaus Wenda
KW-3v feenschach 2001, Lob
S#1 vor 2 Zügen, VRZ Proca, Anticirce Cheylan (6+3)

 

Lösung:
R 1.Ta7-a8! a4-a3/b3-b2 2.Ke7:Tf6 [Ke1] & v: 1.Te1+ K:a2 [Ke8]#
R1.a7-a8=T? ist illegal wegen des sBa3, R 1.Ta4,a5,a6-a8? scheitert an 1.– b3-b2! 2.Ke7:Tf6 [Ke1] & v: 1.Te1+ b:a2 [Ba7]!

Aus dem Preisbericht: „Dieses Problem war Auslöser der phantastischen Anticirce-Proca-Verteidigungsrückzüger-Renaissance, ein großes Verdienst.“

Hanspeter Suwe 65 Turnier

Auch wenn es kein Retro-Turnier ist (allerdings wären Verteidigungsrückzüger denkbar…), möchte ich hier doch darauf hinweisen, dass der Einsendeschluss für das Hanspeter Suwe Geburtstagsturnier bis zum  31.12.2014 verlängert wurde.

Das Turnier wird als gemeinsames Thematurnier von Die Schwalbe (dort 215. TT) und feenschach (dort 73. TT) ausgerichtet; dabei geht es um direkte Aufgaben (also kein Hilfsspiel) orthodox oder mit Märchensteinen und/oder -steinen, die floating und/oder floeting Inder zeigen.

Ihr wisst nicht (mehr), was das ist? Die Beschreibung findet ihr zum Beispiel auf der feenschach-Seite. Viel Spaß und Erfolg beim Komponieren!

Glückwunsch nach Geisenheim

Mein “Abteilungs-Nachbar” in der Schwalbe, der Märchenschach-Sachbearbeiter Arnold Beine, feiert heute einen sehr runden Geburtstag; von dieser Stelle aus ganz herzliche Glückwünsche nach Geisenheim!

Arnold taucht erfreulicherweise gelegentlich auch in der Retro-Abteilung auf: Beispielsweise mit der netten Konstruktionsaufgabe, die ich hier ohne Lösung zitiere — viel Spaß beim Knobeln!

Arnold Beine, 15311 Die Schwalbe VIII/2012:  Wie lautet die kürzeste Beweispartie mit dem Matt des schwarzen Königs a) auf d5, beginnend mit I.) 1.b4 f6, II.) 1.f3 e5, b) auf f5, beginnend mit I.) 1.Sc3 d6, II.) 1.Sh3 e5?

Geburtstags-Wochenende

An diesem Wochenende feiern sofort zwei prominente Retrofreunde Geburtstag: Am gestrigen Sonnabend war Werner Keym an der Reihe, am heutigen Sonntag folgt Gerd Wilts.

Beiden von hier aus herzliche Glückwünsche für das neue Lebensjahr: Alles Gute, vor allen Dingen natürlich Gesundheit wünsche ich euch — und weiterhin viel Freude und Erfolg beim Schach!