Als ich heute Morgen in meine Mailbox schaute, sprang mir eine Nachricht wegen ihres Betreffs sofort ins Auge: schlicht „Hilmar Alquiros“. So etwas bedeutet selten Gutes, und so auch hier: Lilian, seine liebe Frau, teilte mir mit, dass Hilmar am 3. März verstorben sei. Ihr, seiner Familie und seinen Freunden gilt meine herzliche Anteilnahme.
2012 sind Hilmar und Lilian auf die Philippinen gezogen, wo er sich offensichtlich trotz seiner angeschlagenen Gesundheit pudelwohl fühlte, wo er weiterhin thematisch vielseitig schreibend aktiv blieb. Wir blieben in engem Mailaustausch, immer geprägt von Hilmars hintergründigem und subtilem Humor, zu einem unglaublich breiten Themenfeld von (natürlich) Schach — Hilmar war auch ein sehr starker Partiespieler — zu Literatur, Naturwissenschaft, Religion, Philosophie, …
Seine unzähligen Veröffentlichungen schachlicher und nicht-schachlicher Art hat er sorgsam dokumentiert und viele direkt im Internet zugänglich gemacht. Ich kann euch nur empfehlen, auf seiner Website zu stöbern — und ich muss euch gleichzeitig davor warnen: Ich kenne nur wenige Seiten, auf denen ich immer wieder in die Gefahr laufe, komplett Zeit, Raum, Essen und Schlafen zu vergessen.
Zu Hilmars problemschachlichen Schwerpunkten verweise ich einfach auf meine Beiträge zu seinem 70. bzw. 75. Geburtstag.
„Über den Zaun“ blickend möchte ich euch einen humorvollen Vierzüger vorstellen, den Hilmar im Alter von 25 Jahren veröffentlicht hat. Wie immer gibt es die Lösung hier in einer Woche.
Welt am Sonntag 7.12.1975
#4 (2+4)