Retro der Woche 25/2015

Vorbemerkung: Ursprünglich hatte das Diagramm hier mit sKh1 gestanden — sorry, Druckfehler (leider auch in Die Schwalbe …), den ich nun korrigiert habe. Dank an Joaquim Crusats für den raschen Hinweis! 14.6.15 09:45

Heute jährt sich zum 82. Male der Geburtstag von Wolfgang Dittmann, und was liegt da näher, als hier das Siegerstück aus dem Dittmann-Gedenkturnier, das ja als Dittmann-80-Jubiläumsturnier geplant war, das wir zusammen richten wollten, vorzustellen? So musste ich es nach Wolfgangs Tod am 5. Februar 2014 allein richten — ich habe mich bemüht, das in seinem Sinne zu tun, und ich bin mir sicher, dass auch er viel Gefallen am Siegerstück gefunden hätte.

Joaquim Crusats & Andrej Frolkin
Wolfgang-Dittmann-Gedenkturnier 2015, 1. Preis
#1 vor 14 Zügen, VRZ Proca (16+7)

 

Im Verteidigungsrückzüger (VRZ) nehmen Weiß und Schwarz abwechselnd Züge zurück, dabei ist es Ziel von Weiß, eine Stellung zu erreichen, in der er die Vorwärts-Forderung (meist und so auch hier: #1) umsetzen kann, Schwarz versucht dies durch seine (natürlich legalen) Rücknahmen zu verhindern. Beim Typ Proca entscheidet die zurücknehmende Partei, ob und welchen Stein sie entschlägt.

Während alle anderen Haupt-Typen des Retrospiels (Auflöse-Aufgaben, Beweispartien) immer eine Kooperation von Schwarz und Weiß voraussetzen, bildet der VRZ eine Ausnahme, bildet er einen „Kampftyp“ wie direkte Mattaufgaben.

Wolfgang Dittmann hat sich intensiv mit den Möglichkeiten, das Spiel im VRZ mit logisch.neudeutschen Inhalten anzureichern beschäftigt, daher lag es nahe, im Turnier solche Stücke zu fordern; hierbei waren auch Märchenbedingungen zugelassen.

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