Magnus

Donnerstag ist Kinotag – und heute ein besonderer für uns Schachfreunde: „Magnus – Der Mozart des Schachs“ läuft ab heute in deutschen Kinos.

Natürlich geht es um Magnus Carlsen, den jungen Weltmeister aus Norwegen, der in einem 78 minütigen Dokumentarfilm vorgestellt wird. Einen Trailer des Films könnt ihr euch im Netz anschauen.

Dieser Seite habe ich auch die folgende kurze Hintergrundinformation entnommen:

Für die Dokumentation wertete der junge Regisseur Benjamin Ree über 500 Stunden Archivmaterial aus. Neben alten Familienfilmen und den Aufzeichnungen von den Meisterschaften, kommt der inzwischen 26-jährige Magnus selbst zu Wort. Dabei will Ree hinter den öffentlichen Hype um den „Mozart des Schachs“ blicken und einen ganz normalen jungen Mann zeigen, der trotz dem Erfolg bescheiden bleiben will.

Viel Spaß im Kino — und lasst euch das Popkorn schmecken!

Nachtrag 10.11.16:
Ich hatte vergessen darauf hinzuweisen, dass morgen (11.11.16) in New York der WM-Kampf Carlsen gegen Karjakin beginnt …

Retro der Woche 21/2014

Im letzten Retro der Woche hatten wir über Betrügerbauern gesprochen, die aus retroanalystischen Gründen wohl von der Linie kommen könnten, auf der sie stehen, unter dem Zeitdruck einer kürzesten Beweispartie allerdings von einer anderen Linie kommen müssen.

Neben der Diskussion hier im Blog erhielt ich auch mehrere Mails zu diesem Thema. So verwies beispielsweise Werner Keym auf unsere heutige Aufgabe und fragte, ob man das Thema nicht Betrügerrochade nennen könne, solle?

 

Edgar Fielder
Fairy Chess Review 1941
Darf Schwarz rochieren? (13+10)

 

Betrachten wir zunächst einmal die erforderlichen Schlagfälle: Der schwarze Tripelbauer auf der c-Linie erklärt die fehlenden weißen Steine, und untere denen muss auch [wBf2] sein. Der aber kann nicht direkt geschlagen worden sein, sondern muss sich umgewandelt haben. Das muss auf b8 passiert sein: Dafür sind vier Schlage erforderlich; zusätzlich gab es noch e2xd3, und [sLf8] wurde wegen der Bauernkonstellation zu Hause geschlagen.
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Anand-Carlsen

Habt ihr heute die sechte Partie des Weltmeisterschaftskampfs Anand gegen Carlsen verfolgt? Ein interessanter Spanier war das, ein spannendes Turmendspiel.

Das meine ich aber gar nicht — ist euch in der Stellung nach dem 52. Zug etwas aufgefallen?? Da hätten die beiden Schachgeschichte schreiben können…

 

Anand — Carlsen
6. Partie, nach dem 52. Zug von Weiß
Hilfsmatt in 2 Zügen (5+6) C+

 

Hier gibt es wirklich ein korrektes Hilfsmatt in zwei Zügen mit 1.Kh5 g3 2. f4! g4#, dabei bildet der zweite schwarze Zug eine schöne Verstellung des Turms; noch interessanter ist aber das weiße Spiel: doppelte en passant Meidung!

Aber leider haben die beiden doch nicht so gespielt — haben sie es vielleicht nicht gesehen?? 🙂