Anand-Carlsen

Habt ihr heute die sechte Partie des Weltmeisterschaftskampfs Anand gegen Carlsen verfolgt? Ein interessanter Spanier war das, ein spannendes Turmendspiel.

Das meine ich aber gar nicht — ist euch in der Stellung nach dem 52. Zug etwas aufgefallen?? Da hätten die beiden Schachgeschichte schreiben können…

 

Anand — Carlsen
6. Partie, nach dem 52. Zug von Weiß
Hilfsmatt in 2 Zügen (5+6) C+

 

Hier gibt es wirklich ein korrektes Hilfsmatt in zwei Zügen mit 1.Kh5 g3 2. f4! g4#, dabei bildet der zweite schwarze Zug eine schöne Verstellung des Turms; noch interessanter ist aber das weiße Spiel: doppelte en passant Meidung!

Aber leider haben die beiden doch nicht so gespielt — haben sie es vielleicht nicht gesehen?? 🙂

One thought on “Anand-Carlsen

  1. da mich partieschach (gar) nicht interessiert, verfolge ich die weltmeisterschaft nicht. aber du hast etwas sehr nettes entdeckt!
    übrigens:
    ab heute werde ich in all meinen schriftlichen elaboraten die konsequente kleinschreibung verwenden.
    nicht nur louis wiesmann, mein verehrter deutschlehrer im gymnasium und professor für germanistik an der universität basel, hat sie befürwortet, sondern viele andere haben das bereits getan, z.b. das bauhaus, viele (mir sympathische) reformbewegungen am anfang des zwanzigsten jahrhunderts sowie stefan george. und: jakob grimm äußerte sich 1854 so: „den gleichverwerflichen misbrauch groszer buchstaben für das substantivum, der unserer pedantischen unart gipfel heiszen kann, habe ich […] abgeschüttelt.“
    nun, wenn ein so prominenter deutscher sprach- und literaturwissenschaftler diese „pedantische unart“ abschütteln konnte, so darf das wohl auch ich können…!

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