Preisbericht Champagne-Turnier 2021

Nachtrag 1. November 2021: es gibt eine aktualisierte Fassung des Preisberichts

In der letzten Woche hatte ich bereits auf den vorläufigen Preisbericht des diesjährigen Champagne-Turniers hingewiesen, gestern hatte ich im Retro der Woche daraus den ersten Preis der Beweispartie-Abteilung vorgestellt, und zwischenzeitlich ist der endgültige Preisbericht herausgekommen: Nun mit Lösungen und Kommentaren von Preisrichter Michel Caillaud.

Der Aufforderung zum Kochen war besonders Mario Richter nachgekommen: Er hat B3 und B4 aus dem vorläufigen Bericht gekocht; die sind nun durch korrigierte Fassungen ersetzt.

Es lohnt sich, die Aufgaben zu studieren — vil Spaß dabei!

Vorläufiger Preisbericht Champagne-Turnier 2021

Ende September hatte ich hier die Ausschreibung zum traditionellen Champagne-Turnier, das Michel Caillaud stets im Zusammenhang mit dem WCCC ausrichtet, veröffentlicht. Das Thema lautete: Derselbe Stein schlägt mindestens zwei Umwandlungsfiguren.

Nun hat Michel den vorläufigen Preisbericht herausgegeben: Bisher nur die Diagramme mit den Autoren und Auszeichnungen, noch ohne Lösungen. Da bleibt also noch Platz zum Selbstlösen — und Kochen …

NAtürlich werde ich den vollständigen Bericht hier nachreichen!

Champagne-Turnier 2021

Pünktlich zum WCCC auf Rhodos schreibt Michel Caillaud wieder sein Champagne-Turnier aus, wegen Corona auch offen für Nicht-Teilnehmer am Kongress:

Derselbe Stein schlägt mindestens zwei Umwandlungsfiguren.

Es gibt zwei Gruppen: Beweispartien und andere Retros; Märchenbedingungen, nicht aber Märchensteine sind zugelassen. Pro Autor sind maximal zwei Aufgaben pro Gruppe zugelassen, Co-Produktionen zählen voll; maximal eine Beweispartie darf Computer-ungeprüft sein.

Einsendeschluss ist der 20. Oktober 20:00; Preisrichter ist Michel. Weitere Details, auch zu den attraktiven Preisen, findet ihr in der Ausschreibung.

Viel Spaß und Erfolg bei der Teilnahme!

Retro der Woche 13/2021

Im letzten Retro der Woche hatte ich den ersten Preis der Beweispartie-Abteilung des letztjährigen Champagne-Turniers vorgestellt; gefordert war das Thema: Ein Original-Offizier (also nicht umgewandelt) wird von einem anderen Offizier geschlagen, der geschlagene hat mindestens einmal gezogen und selbst nicht geschlagen. Zum Zeitpunkt des Schlags gibt das Schlagopfer kein Schach, ist auch nicht gefesselt.

Die „sonstige“ Abteilung war mit nur sechs eingereichten Aufgaben deutlich dünner besetzt als die der Beweispartien. Den Preis vergab Richter Michel Caillaud an einen ziemlich vogelwilden Verteidigungsrückzüger (Frankfurter Schach, weiße disparate Steine, weißer Längstzüger); ich bespreche hier lieber die erste ehrende Erwähnung:

Andrej Frolkin
Champagne-Turnier 2020, 1. ehrende Erwähnung Gruppe B
a) letzte drei Schläge? B) minimale Zuganzahl seit dem letzten Bauernzug? (15+10)

 

Wir sehen schnell, dass bei Weiß nur ein Stein fehlt, der durch cxb des nun auf b2 stehenden schwarzen Bauern geschlagen wurde. Ferner erkennen wir, dass Schwarz direkt vor dem Retropatt steht, denn die einzig „optisch mögliche“ Rücknahme b7-b6 verbietet sich, da der Zug [Lc8] aussperren würde.

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Retro der Woche 12/2021

(Erst) jetzt ist der Preisbericht vom letztjährigen Champagne-Turnier erschienen: Dieses regelmäßig aus Anlass des WCCC von Michel Caillaud ausgerichtete Retro-Kompositionsturnier wird normalerweise zum Ende des jeweiligen WCCC gerichtet, die Preisverleihung erfolgt noch beim Treffen. Da das 2020 ja Corona-bedingt ausfiel, konnte sich Michel nun etwas mehr Zeit fürs Richten lassen …

Thema war „capture in the air”: Ein Original-Offizier wird von einem anderen Offizier geschlagen, der geschlagene hat mindestens einmal gezogen und selbst nicht geschlagen. Zum Zeitpunkt des Schlags gibt das Schlagopfer kein Schach, ist auch nicht gefesselt.

Wie üblich gab es zwei Gruppen: (A) Beweispartien und (B) sonstige Retros. Heute möchte ich den ersten Beweispartie-Preis vorstellen:

Andrej Frolkin
Champagne-Turnier 2020, 1. Preis Gruppe A
Beweispartie in 22 Zügen (14+13)

 

„Ich bin kein großer Freund von Umwandlungssteinen im Diagramm (Dc7, Ta6 und gar Lh1), aber die sind hier durch das exzellente Spiel und den originellen Inhalt kompensiert.“ (Preisrichter Michel Caillaud) – da können wir uns ja auf eine interessante Beweispartie freuen!

Bei Weiß sind zwei Offiziere umgewandelt, am zugökonomischsten sind das wTa6 und wDc7, die dann sieben bzw. sechs Züge benötigten. Darüber hinaus sehen wir noch vier weiße Züge im Diagramm, zusammen also 17. Damit haben wir fünf Züge Zeit, um die fehlenden weißen Läufer loszuwerden.

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