Münzschach-Wettbewerb

Wolfgang Erben schreibt für das Verkündungsorgan des Schachverbandes Württemberg monatlich eine Kolumne, die sich mit allen Aspekten des Problemschachs beschäftigt: Nicht nur orthodoxe Aufgaben werden vorgestellt, auch Studien, Märchenschach und Retroanalyse. Besonders intendiert ist sie für Partiespieler, um sie neugierig zu machen, ihnen den Einstieg ins Problemschach zu erleichtern. Aber auch für “alte Hasen” ist die Rubrik höchst lesenswert!

Nun ist dort der 1. Problemschach – Wettbewerb des Schachverbandes Württemberg ausgeschrieben: Gesucht wird die längste Münzschach-Partie, bei der die Münze kein Feld zweimal besucht. Münzschach ist ähnlich dem Imitator, es gibt aber Unterschiede dazu.

Einsendeschluss ist der 30. November 2012; Einsendungen an wolfgang.erben(at)svw.info; es sind Preise ausgelobt: 1. Preis 100 Euro.

Der Link zu der Wettbewerbs-Ausschreibung enthält nähere Informationen zu den genauen Regeln des Münzschachs und auch Verweise auf weitere Beispiele aus dem Verkündungsorgan. Die Möglichkeit, alle Problemschachbeiträge  aus dem Jahr 2012 zu lesen, gibt es natürlich auch.

Viel Spaß beim Schmökern — und Bauen für den Wettbewerb!

Index der FIDE-Alben

Als ich heute mal wieder durch die Seiten der World Federation for Chess Composition gestreift bin, ist mir der Index der FIDE-Alben aufgefallen:

Auf 165 Seiten hat Hannu Harkola aus seiner Datenbank eine Übersicht aller Komponisten aufbereitet, von denen Aufgaben in den FIDE-Alben  veröffentlicht worden sind. Zu jedem Komponisten sind all diese Aufgaben benannt, außerdem ist die mit jeder  Aufgabe erreichte Punktzahl (zur Erinnerung: 1 Punkt pro Aufgabe, 1,67 Punkte für Studien, jeweils geteilt durch die Anzahl der Autoren) vermerkt.

Somit kann hier die vollständige “Album-Biographie” eines jeden Autors einfach nachgeschlagen werden. Sicherlich nicht unbedingt als Bettlektüre zu empfehlen, aber eine wichtige Informationsquelle, für deren Publikation Hannu Harkola unseren Dank verdient.

August-Heft 2012 der “Schwalbe”

Als ich gestern von meiner Dienstreise zurückkehrte, fand ich im Briefkasten das August-Heft der Schwalbe vor.

Neben den elf Retro-Urdrucken gibt es im Heft zwei Aufsätze zu Beweispartien, auf die ich hier sicherlich noch zurückkommen werde:

Silvio Baier erläutert ausführlich 20 Aufgaben zu Das Ceriani-Frolkin-Thema und seine Variationen in orthodoxen Beweispartien, und Thomas Thannheiser stellt mit sieben Original-Aufgaben Kurze (Homebase-) Schlagschach-Pronkins vor.

Interessante Lektüre also!!

Übrigens erscheinen mir in diesem Heft alle Urdrucke nicht so wahnsinnig schwer zu lösen: Ist das nicht eine tolle Gelegenheit, sich einmal an zumindest einem Teil der Aufgaben zu versuchen?

Lesenswert!

Silvio Baier, der Verfasser unseres ersten „Retro der Woche“, hat vor einiger Zeit eine Einführung in die eindeutigen Beweispartien geschrieben (hauptsächlich für die Partiespieler seines Schachvereins!), die er auf der Seite der Schwalbe als pdf-Datei veröffentlicht hat.

Darin werden nicht nur verschiedene wichtige Themen, die man in Beweispartien finden kann, erläutert und mit Beispielaufgaben vorgestellt. Besonders bemerkenswert finde ich seine Lösungsbesprechungen: Neben der eigentlichen Lösung gibt er eine Kurz-Zusammenfassung des Themas / der Themen der Aufgabe, und dann folgt jeweils ein längerer Abschnitt unter dem Titel Lösungsfindung, in dem er dem vielleicht noch nicht so geübten Löser Hinweise und Methoden mit auf den Weg gibt, die Zugfolge selbst zu finden.

Für den noch nicht so erfahrenen Beweispartie-Löser eine unglaublich wertvolle Lektüre, und auch der „Profi“ findet unter den 41 wiedergegebenen Aufgaben sicher die eine oder andere, die er noch nicht (oder nicht mehr) kennt.

Unbedingt empfehlens- und lesenswert!