Schwalbe-Tagung 2018 in Bad Segeberg

Gar nicht mehr lange hin ist es bis zur nächsten Schwalbe-Tagung! Sie findet statt vom 28. bis zum 30. September 2018 in Bad Segeberg.

Wer sich noch nicht angemeldet hat, kann das noch tun: Direkt beim Organisator Andreas Thoma (Mail: juanthoma(at)t-online.de). Auch wenn ihr „nur“ teilnehmen wollt, aber keine Übernachtungsmöglichkeiten benötigt, teilt dies aus organisatorischen Gründen bitte Andreas mit.

Detaillierte Informationen findet ihr im Veranstaltungskalender und noch detaillierter unter https://www.dieschwalbe.de/aktuelles20180217.htm, dort kann auch das Programm einschließlich der touristischen Aktivitäten (Eutiner Schloss, Fünf-Seen-Fahrt) angesehen und heruntergeladen werden.

Im Programm haben noch ein paar Vorträge Platz! Wer einen Vortrag halten möchte, wendet sich bitte direkt an Andreas.

Ich freue mich schon drauf, viele von euch in Bad Segeberg zu treffen!

Retro der Woche 33/2018

Eine außergewöhnliche Aufgabe habe ich für das heute „Retro der Woche“ herausgesucht, bei der sofort die Diagrammposition ins Auge sticht.

Jorge Lois & Roberto Osorio
Phénix 2016
Beweispartie in 16 Zügen (14+10)

 

Offensichtliche Züge für Weiß zu zählen, bringt offensichtlich noch nicht viel, da alle weißen Steine in Homebase Position stehen. Das Zählen der schwarzen Züge ist schon deutlich interessanter:

Da kommen wir auf 1+2+1+0+12=16 – alle schwarzen Züge sind erforderlich, um die Diagrammposition in der geforderten Zügezahl zu erspielen! Damit ist klar, dass Schwarz rochiert hat – und dass von den immerhin sechs fehlenden schwarzen Steinen keiner gezogen haben kann.

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Zwischendurch 55

Langsam wird es wieder ein wenig kühler in Deutschland, und da macht vielleicht „für Zwischendurch“ ein kleines Knobelstück wieder Spaß?

Auch heute ist das, wie in der letzen Woche, ein Stück aus der französischen Retro-Lösemeisterschaft, dieses Mal aus dem Jahr 2016. Das heutige Stück finde ich noch verblüffender als das der letzten Woche — und hat mich auch ein wenig mehr Zeit gekostet, weil ich mich von einer ersten Idee lösen musste, die sich nicht realisieren lässt.

François Labelle
Phénix 2016
Ergänze zu einer Beweispartie in 4,0 Zügen, die mit Matt endet (0+1)

 

Das würde mich schon interessieren, was euer erster Gedanke war, wo der weiße König matt gesetzt wird?

Retro der Woche 32/2018 — GL70

Am heutigen Sonntag feiert Günter Lauinger seinen 70. Geburtstag, und im Namen aller Leser hier gehen dazu ganz herzliche Glückwünsche nach Ravensburg. Lieber Günter, ich wünsche dir von Herzen alles Gute, vor allen Dingen natürlich Gesundheit, für dein neues Lebensjahr(zehnt)!

Günter ist Rekordhalter der Schwalbe: Weit über 30 Jahre, von Heft II/1977 bis zu Heft IV/2008, war er dort Retro-Sachbearbeiter und hat unglaublich viel zur Popularisierung unserer Lieblings-Problemgattung beigetragen: Durch seine großartig geführte Rubrik mit ausführlichen, sehr lehrreichen Lösungsbesprechungen, die auch Retro-Neulingen zugänglich waren, durch seine vielen Artikel, durch seine hervorragenden Preisberichte. Als ein weit über das Problemschach hinaus interessierter Mensch beschäftigt er sich beispielsweise intensiv mit Astronomie, wozu er auch Fachvorträge hält und auf diesem Gebiet Menschen begeistert.

Über diese vielen Aufgaben – und einen sehr zeitaufwändigen Beruf übte er ja auch noch aus – ist er leider nicht so viel zum Komponieren gekommen. Eine seiner (Gemeinschafts-)Aufgaben möchte ich hier vorstellen.

Günter Lauinger, Wolfgang Dittmann & Bernd Schwarzkopf
Die Schwalbe 1981
Welches war der drittletzte Einzelzug? (15+1)

 

Schauen wir uns zunächst die Schlagbilanz der Bauern an: Da sehen wir insgesamt 14 Schläge, nämlich z.B. [Bb2]-e5 (3), [Bc2]-g6 (4), [Bd2]-h7 (4) und jeweils ein Schlag durch f3, g3 und h4. Darüber hinaus ist einer der schwarzfeldrigen weißen Läufer durch Umwandlung des [Ba2] entstanden. Die Umwandlung muss wegen der Feldfarbe auf b8 erfolgt sein, was einen Schlag erforderte. Damit sind alle fehlenden schwarzen Steine durch Bauernschläge erklärt.

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Zwischendurch 54

Bei den französischen Retro-Lösemeisterschaften gibt es immer die unterschiedlichsten Aufgaben zu lösen: Komplexe Aufgaben, echte Rätsel und auch Kleinigkeiten zum „warm machen“. Eine davon aus der Meisterschaft 2015 möchte ich euch heute vorstellen.

Alexandre Leroux
Phénix 2015
Ergänze zu einer Beweispartie in 7,0 Zügen (2+1)

 

Als ich das Stück zum ersten Mal sah, dachte ich intuitiv, das müsse doch recht schwer sein? Aber einen Moment hinsehen, einen zweiten Moment nachdenken, und da hatte ich die Lösung. Also wirklich für zwischendurch — auch bei dem hochsommerlich-heißen Wetter.

Viel Spaß dabei!