Popeye App

Habt ihr euch schon mal gewünscht, das Löseprogramm Popeye auf eurem Smartphone zu haben? Dann kann euch nun geholfen werden – zumindest teilweise.

Dafür solltet ihr ein Android-Handy oder -Tablet haben (mindestens Version 3.0) – und auch dann bekommt ihr Popeye nicht direkt auf euer Smartphone…

Diyan Kostadinov hat die App ChessComposer entwickelt, und in der neuesten Version 3.1 kann sie auch Probleme mittels Popeye lösen. Aber nicht direkt auf dem Handy, sondern die App kann via Internet Verbindung aufnehmen zur „Server-Version“ von Popeye, nämlich Ankona: Dorthin schickt ChessComposer die Aufgabe und holt sich vom Server anschließend die Lösung.

Dies ist natürlich eingeschränkt (eine Schlagschach-Beweispartie von zehn oder elf Zügen kann auch auf einem schnellen PC schon mal 24 Stunden oder länger dauern) auf wenige Züge mit direkten oder Hilfs-Forderungen, aber auch mit Märchenfiguren und -bedingungen.

Diyan bietet zwei Versionen seine App an: eine funktional eingeschränkten, die kostenfrei ist, sowie die 10 Euro teure Vollversion, die natürlich deutlich mehr kann.

Aber beide eignen sich etwa, um Diagramme zu erfassen und als Bilddatei abzuspeichern: für „zwischendurch“ und „unterwegs“ sicherlich auch gelegentlich sehr nützlich.

Schaut euch die App einmal an, ladet zunächst einmal die freie Version auf euer Smartphone oder Tablet – viel Spaß damit!

 

Popeye 4.67

Der Tradition folgend hat Chefentwickler Thomas Maeder kurz vor dem Problemschachtreffen in Andernach (29. Mai bis 1. Juni) wieder eine neue Version des Löseprogramms Popeye freigegeben: Version 4.67 kann ab sofort aus dem Internet geladen werden.

Neben zahlreichen Fehlerbehebungen gibt es einige Neuerungen, speziell in der Circe Familie und Verbesserungen der Eingabe.

Es gibt fertig übersetzte Versionen für MS-Windows und MacOS sowie die Quelltexte, so dass eigenen Übersetzungen etwa für die verschiedenen Linux-Derivate nichts im Wege steht.

Empfehlenswert sind wie üblich die Beispiel-Dateien, die ihr ebenfalls herunterladen könnt.

Euclide 1.00

Am 18. Februar hatte ich hier über die Fehler in Euclide 0.99 berichtet, die Bernd Gräfrath und Silvio Baier entdeckt hatten.

Heute hat nun Étienne Dupuis die Version 1.00 von Euclide freigegeben, die diese Probleme behebt. Ihr könnt die neue Version von Euclide’s Homepage herunterladen.

Übrigens lässt sich die Frage, was den eigentlich „Co+“ bedeutet, nicht nur auf mögliche Fehler bei Euclide reduzieren: So ist die neueste Popeye-Version im Wesentlichen ein Bugfix-Release — aber noch spannender finde ich die Frage der Interpretation von Märchenschach-Bedingungen, speziell deren Verknüpfung. Und hier interpretieren die drei „Marktführer“ (in alphabetischer Reihenfolge) Alybadix, Popeye und WinChloe Bedingungen häufig unterschiedlich und kommen damit zu unterschiedlichen Prüfergebnissen (was für den einen korrekt ist, ist für den anderen vielleicht unlösbar oder nebenlösig).

Eigentlich reicht also eine Angabe „Co+“ nicht aus; sie benötigt die Zusatzinformation, mit welchem Programm in welcher Version getestet wurde, um aussagekräftig zu sein.

Popeye 4.65

Nein, es ist noch nicht Andernach-Zeit (übrigens: Denkt an die Vorplanung für dieses Jahr, für das 40. Treffen!!), dennoch hat das Popeye-Team um Thomas Maeder schon jetzt eine neue Version, nämlich Popeye 4.65 freigegeben.

Neben einigen Fehlerbehebungen aus Popeye 4.63 und älteren Versionen werden auch wieder neue Märchenbedingungen unterstützt.

Ins Russische

Ich hatte hier im September 2012 über meinen kleinen Artikel zur Geschichte Popeyes berichtet, der im Blog von Julia Vysotska erschienen ist.

Nun erhielt ich heute von Dmitri Turewski die Anfrage, ob der diesen Artikel ins Russische übersetzen und in Schachmatnaja Komposizia veröffentlichen dürfe?! Natürlich habe ich nichts dagegen, genau so wenig wie Julia.

Da sieht man mal wieder, wie international Problemschach ist: Da wird der englische Artikel eines Deutschen für einen Blog in Lettland ins Russische übersetzt …

POPEYE Geschichte

Julia Vysotska aus Riga betreibt einen sehr regen Blog zu Märchenschach: Julia’s Fairies. Über ihre dortige Rubrik zu Problemschach-Software, speziell zu POPEYE, kamen wir in die Diskussion, und daraus entstand die Idee, dass ich einen kleinen Gast-Beitrag zur POPEYE-Geschichte schriebe. Der ist nun als A short history of POPEYE erschienen und interessiert vielleicht auch den einen oder anderen Leser hier? Und Julias Tipps zur Nutzung von POPEYE sicherlich auch.

Übrigens findet ihr POPEYE in der aktuellen Version zum Herunterladen immer hier. Noch ein kleiner Tipp von mir: Ihr solltet nicht nur das Programm selbst herunterladen, sondern auch die Beispielsdateien. Darin zu stöbern ist interessant, und darin erfährt man manchmal mehr über verschiedene Möglichkeiten von POPEYE als durch die zugegebenermaßen recht magere Programmdokumentation.