Noch ein Traunstein-Bericht

Einen neuen Bericht über die Schwalbe-Tagung in Traunstein habe ich bekommen, und ich freue mich, dass ich euch den hier zur Verfügung stellen darf:

Wolfgang Erben hat ihn verfasst, und ihr könnt ihn bei den Zeitungsberichten finden. Ich habe mich sehr drüber gefreut, und vielleicht kommt ja bei dem Einen oder anderen noch einmal Schwalbe-Tagungs-Feeling auf, auch wenn die schon wieder mehr als zwei Monate vorüber ist..

Retro der Woche 50/2012

Am Sonnabend hatte ich nicht nur die beiden neuesten feenschach-Hefte im Briefkasten (siehe den Hinweis hier im Blog), sondern auch die neue Ausgabe des Probleemblad. Dem entnehme ich aus der Lösungsbesprechung des vorvergangenen Hefts eine Beweispartie des Belgiers Itamar Faybish als Retro der Woche.

Itamar Faybish
R-399 Probleemblad IV-VI/2012
Beweispartie in 15 Zügen (14+15) C+

Weiß hat nach 15 Zügen noch seine Partieausgangsstellung, nur die beiden Steine der a-Linie fehlen. Und bei näherem Betrachten ist vielleicht am überraschendsten die Position des schwarzen Turms auf b5: Wie kann der nur dort hingekommen sein?
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feenschach erschienen!

Vor ein paar Tagen hatte ich es ja bereits im letzten Retro der Woche angekündigt, und heute Morgen konnte ich auch wirklich die beiden feenschach-Hefte 193 und 194 aus dem Briefkasten holen — jetzt auch mit den richtigen Umschlägen um die richtigen Hefte montiert!

Auch wenn es bei dem traumhaft schönen Winterwetter (hier im Rheinland hat es gestern mehr als 10 Zentimeter geschneit, und nun gibt es herrlich blauen Himmel mit super Winterwetter und Sonnenschein, was ich sicherlich gleich noch zu einer kleinen Fototour nutzen werde!) vielleicht nicht der richtige Tipp ist — zumindest nicht vor 16:00 Uhr, wenn es draußen sowieso dunkel wird: Viel Spaß beim Lesen!

Und für die, die bisher noch keine feenschach-Abonnenten sind: Das Inhaltsverzeichnis (pdf-Datei) der Hefte könnt ihr auf der feenschach-Seite anschauen; dort findet ihr auch die Bestellmöglichkeiten…

Chess960

Am 3. Dezember hat Per Olin in der Retro Mailing List (hier kann man sich anmelden) einen Artikel über Chess960 veröffentlicht; er hat mir freundlicherweise gestattet, ihn hier im Blog bereitzustellen.

Chess960 wurde 1996 vom früheren Schachweltmeister Bobby Fischer eingeführt, es unterscheidet sich vom „normalen“ Schach nur durch eine geänderte Partieausgangsstellung, die unter Berücksichtigung gewisser Randbedingungen (Läufer stehen auf Feldern unterschiedlicher Farbe, der König steht zwischen den beiden Türmen) vor der Partie ausgelost wird. Dass es hierfür genau 960 mögliche Partieanfangsstellungen gibt, liegt bei dem Namen sicherlich nahe.

Die Regeln speziell zur Rochade werden im Anhang F der FIDE Schachregeln erläutert — man könnte Chess960 also als „orthodox“ bezeichnen?!

Natürlich berühren die speziellen Regeln — von Rochaden abgesehen — normale Schachprobleme kaum, bieten allerdings für die Retroanalyse interessante Themen und Fragestellungen. Auf einige geht Per in seinem Artikel ein, den ich allen sehr empfehlen kann, auch wenn er auf englisch verfasst wurde — für mich zum Glück jedoch nicht auf finnisch!

Viel Spaß beim Lesen, vielleicht kommt euch ja die eine oder andere Idee für die Beschäftigung mit Chess960? Wer weiß übrigens, ob es bereits Chess960 Circe-Aufgaben gibt? Das könnte ich mir auch recht interessant vorstellen!

Retro der Woche 49/2012

Die nächsten beiden Hefte von feenschach wären in der letzten Woche versandt worden, wenn nicht dem Buchbinder ein Versehen unterlaufen wäre: Er hat nämlich die Umschläge um die falschen Hefte geklammert. Nun müssen sie wieder entfernt und neu angebracht werden, wodurch sich der Versand noch um ein paar Tage verzögern kann.

Heft 193 enthält einen ausführlichen Bericht vom diesjährigen Andernachtreffen, darunten natürlich auch die Preisberichte zu den dortigen Kompositionsturnieren.

Eines davon forderte Märchenschach-Beweispartien im „Kampf gegen die Bedingung“, also etwa besonders kurze Züge im Längstzüger, Wiedergeburtsvermeidung in Circe — halt das genaue Gegenteil des Üblichen, Erwarteten.

Es gewann eine Madrasi-Beweispartie von Michel Caillaud (Madrasi: Wird ein Stein (außer König) von einem gleichartigen Stein des Gegners beobachtet, wird er gelähmt und verliert während der Beobachtung jede Zugmöglichkeit und Wirkung außer seinerseits gegnerische gleichartige Steine zu lähmen. Eine Rochade (=Königszug) mit einem gelähmten Turm ist möglich.), in der es um Lähmungsmeidung geht.

Michel Caillaud
Andernach 2012, 1. Preis
Beweispartie in 23,5 Zügen, Madrasi (14+14)

Wie kann die Läufer-Konfiguration im Nordwesten entstanden sein? La6-b7 scheidet wegen der Lähmung des weißen Läufers aus, er kann auf b7 auch nicht geschlagen haben, da alle Schläge durch Bauern geschahen.
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