feenschach 244 und 245

Mit ein wenig Verspätung sind nun gerade die beiden feenschach-Hefte 244 und 245 erschienen. Das wie immer von Bernd Schwarzkopf hervorragend gestaltete und unglaublich schnell fertig gestellte Inhaltsverzeichnis für Band XXXVI (2019-2020) konnte bernd ellinghoven auch mit versenden.

Viel Lesestoff gibt es für alle Problemfreunde, und natürlich kommen wir Retro-Leute wahrlich nicht zu kurz: die Retro-Preisberichte 2018 (Thomas Brand) und 2019 (Andrej Frolkin), ein höchst interessanter Aufsatz von Yoav Ben-Zvi, der ja Silvester 2020 verstorben ist, zum Thema Retro-Opposition sowie ein Nachruf auf Günther Weeth, den bernd ellinghoven noch mit dem „Mittschnitt“ eines von Günthers Vorträgen würzte. Dazu kommen noch einige kleinere Retro-Beiträge.

Da kann ich euch nur viel Vergnügen beim Lesen, Studieren und Stöbern wünschen!

Retro der Woche 48/2019

Nicht sofort auf den ersten Blick sieht man, dass wir uns heute wieder mit einer Aufgabe beschäftigen, in der Umwandlungen eine große Rolle spielen – ohne allerdings hier dominante Bedeutung zu haben: Tempospiel (besser gesagt: Unmöglicher Tempogewinn oder Tempoverlust) ist hier der Haupt-Inhalt.

André Hazebrouck
Schachmati w SSSR 1978, 1. Preis
#1 (wer?) (12+11)

 

Wir sehen sofort vier Bauernschläge des Weißen (e2xd3xc4xb5 sowie f2xe3); bei Schwarz kommen wir mit zwei Bauernschlägen aus: a7xb6xc5, da ein Schlag nach c4 nicht möglich ist: Wie sollten sonst sBc4 und wBb5 aneinander vorbeigekommen sein?

Das müssen wir uns noch genauer anschauen, denn „irgendwie“ müssen ja auch die fehlenden fünf Bauern, die allesamt vom Königsflügel stammen, verschwunden sein…

Aber zuvor wollen wir uns anschauen, wie der gewaltige Knoten im Westen überhaupt aufgelöst werden kann?!

Weiterlesen

Retro der Woche 13/2015

Der Franzose André Hazebrouck hat überwiegend klassische Auflöse-Retros gebaut und sich hierbei intensiv mit dem Thema „Retro-Opposition“ beschäftigt. Dabei geht es darum, dass in einer bestimmten Stellung (trotz beweglicher Figuren) kein Wechsel der Zugpflicht zwischen Schwarz und Weiß möglich ist, der für die Auflösung eigentlich erforderlich wäre.

Meist sind die Aufgaben von Hazebrouck hochkompliziert; heute habe ich ein für seine Verhältnisse etwas leichteres Stück herausgesucht.

André Hazebrouck
Die Schwalbe 1993, Günter Lauinger gewidmet, Ehrende Erwähnung
#1 (wer?) (14+13)

 

Schauen wir zunächst einmal, ob wir etwas über die fehlenden Steine herausfinden können: Die weißen Bauern haben offensichtlich drei Mal geschlagen: cxb, exd und f6/h6xg7, und damit sind alle drei fehlenden schwarzen Steine erklärt. Als schwarzen Schlagzug sehen wor zunächst nur f7xe6.

Weiterlesen