Tempozüge von Ceriani-Frolkin-Steinen

Im neuen Heft 39 der Zeitschrift Quartz (Februar 2014) hat Paul Raican einen interessanten Artikel „Tempo moves by Ceriani-Frolkin pieces“ veröffentlicht, den ich euch zum Lesen empfehlen möchte — auch wenn nach meinem Verständnis nicht in allen Fällen von Tempozügen gesprochen werden kann.

Ein Beispiel der 13 dort vorgestellten Beweispartien möchte ich euch hier zeigen:
 

Guy Sobrecases
StrateGems 2011
Beweispartie in 15,5 Zügen (12+13)

 

Lösung: 1.e4 a5 2.La6 a4 3.Ke2 a3 4.Kd3 axb2 5.Sa3 b1=D 6.Lb2 Dc1! Tempo 7.Lxg7 Sf6 8.Kc3 Db2+ 9.Kxb2 Sxe4 10.Tc1 Sxf2 11.Ka1 Sd3 12.cxd3 Ta7 13.Tc6 bxc6 14.Sc4 Lb7 15.a3 La8 16.Lc8 e5.

Überraschender Tempozug der umgewandelten Dame, „Rundlauf des sBb2“.

One thought on “Tempozüge von Ceriani-Frolkin-Steinen

  1. Wirklich ein interessanter Artikel. Aber auch ich kann nicht in allen Fällen zustimmen, daß es sich um Tempozüge handelt (z.B. Aufgabe C), Zwilling b)). Es wäre in diesem Zusammenhang wohl wichtig, eine Definition des Tempozugs zu haben. Da scheint es ja unterschiedliche Meinungen zu geben. Ich hatte ähnliche Diskussionen schon mit Silvio Baier, aber befriedigend haben wir das Thema noch nicht abgeschlossen, was auch nicht schlimm ist. Zum Schluß (natürlich) noch meine ganz persönliche Definition, die aber keinen Anspruch auf absolute Richtigkeit oder Vollständigkeit erhebt: „Ein Stein könnte ein Zielfeld z in X Zügen erreichen, aus Zeitgründen (und NUR aus Zeitgründen) muß er aber mehr als X Züge machen.“ Zusätzliche Effekte wie z.B. Figurenschlag zwecks Linienöffnung, Schachschutz o.ä. sind somit in meinen Augen nicht erlaubt. Ich bin gespannt, wie andere das sehen.

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