Jorge Joaquim Lois

Herzliche Glückwünsche gehen über den Atlantik, nach Argentinien, nach Buenos Aires, wo heute Jorge Joaquim Lois seinen Geburtstag feiert.
Wir alle kennen Jorge besonders als hervorragenden Beweispartie-Komponisten, vielfach zusammen mit seinem Freund Roberto Osorio, aber heute möchte ich eine andere Aufgabe von ihm vorstellen, in Erinnerung rufen: Sie ist für mich ein Klassiker unter den illegal Clusters (ein “illegal Cluster” ist eine illegale Stellung, die durch Entfernen eines beliebigen Steins außer den Königen legal wird).

 

Jorge Joaquim Lois
feenschach 1976, Peter Kniest gewidmet; 4. Lob
Ergänze sBB und a) wD, b) wT, c) wL, d) wS, e) wB zu einem illegal Cluster (1+2)

 

Nur zu a) gebe ich für diejenigen unter euch, die mit illegal Cluster noch nicht vertraut sind, die Lösung an: Ergänze sBa7a5 und wDa6. Die Stellung ist illegal, da es keinen Damenzug gibt, der das Schachgebot erklären kann, da bei jeden letzten weißen Zug Schwarz schon im Schach gestanden haben muss. Entfernt man nun die wD, ist die Stellung offensichtlich legal, entfernt man einen der schwarzen Bauern, so hat die weiße Dame einen letzten Zug zur Verfügung, der das Schachgebot legal erklärt. Die Lösungen zu den anderen Teilen findet ihr sicherlich selbst!? die Idee ist einheitlich solch ein nicht legal erklärbares Schachgebot.

Die Mehrlingsbildung erinnert an eines der berühmtesten Hilfsmatts, das ich hier (auch ohne Lösung!) zitieren möchte:

 

Henry Forsberg
Pauli-Gedenkturnier 1934-35, 1. Preis
Hilfsmatt in 2 Zügen b) sTa6, c) sLa6, d) sSa6, e) sBa6 (3+2)

 

Nach dem Autor nennt man diese Art der Mehrlingsbildung “Forsberg-Zwillinge”.

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