Lesestoff zum Jahresanfang

Briefkasten und Mailbox brachten in den letzten Tagen wieder eine Menge Lesestoff — langweilig wird es damit nicht!

Schon vor eine Weile hatte die Britische Problemschachvereinigung ihr Centenary Review 1918-2018 an ihre britischen Mitglieder verschickt; Corona-bedingt hat sie den für die Mitglieder kostenfreien Versand jenseits der Insel erst jetzt gewagt. 242 Seiten interessante Informationen über die BCPS mit 463 nachgedruckten Problemen, nicht überraschend überwiegend #2 und #3. Dieses Buch ist natürlich in gewisser Weise mit dem Flug der Schwalbe vergleichbar, legt aber weniger Wert auf die Darstellung der Vereinsgeschichte und ihren Entwicklungen, sondern mehr auf die Darstellung von Preisgewinnern vieler durchgeführter Kompositionsturniere, wobei sich die Auswahl der Aufgaben fast vollständig auf britische Komponisten beschränkt.

Pünktlich wie immer lag auch die erste Ausgabe 2021 von StrateGems in meinem Briefkasten. Dieses Mal hauptsächlich orthodoxer Inhalt mit einem hübschen Artikel über “The Amasing Jorges”: Jorge Joaquin Lois und Jorge Mercelo Kapros mit 12 Gemeinschafts-Hilfsmatts. Den ersten Jorge kennen wir natürlich auch als Autor toller Beweispartien.

Chessproblems.ca widmet sich hauptsächlich den Serienzügern, enthält aber in der neuesten Ausgabe (im Internet frei verfügbar) einen VRZ Proca Anticirce Artikel von Andreas Thoma und neue Ideen zu Rebus-Problemen von Jeff Coakley und Andrej Frolkin: Lesenswert!

Besonders ans Herz legen möchte ich euch die neueste Ausgabe von Problemas: Viermal im Jahr erscheint hier kostenfrei im Internet eine hervorragend zusammengestellte und layoutete Zeitschrift mit aktuellen und historischen Themen und hochklassigen Artikeln zu allen Gebieten des Schachproblems und traditionell recht großem Retro-Anteil, dieses Mal mit Beiträgen von Andrej Frolkin (Retro und Hilfsselbstmatt), Per Olin (Schach-960), Jeff Coakley (Lastmover mit Grashüpfern und Nachtreitern) sowie Andrew Buchanan (Beweispartien mit Märchenfiguren).
Problemas erscheint gemischt überwiegend in englischer und spanischer Sprache. Bequem könnt ihr euch per Mail über das Erscheinen einer neuen Ausgabe informieren lassen — absolut empfehlenswert!

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