Frühjahrsmode?

Am letzten Wochenende habe ich den Retro-Urdruckteil für das Aprilheft der Schwalbe zusammengestellt: Zehn Aufgaben wird es dort geben: Eine Textaufgabe, drei Verteidigungsrückzüger (zwei mit Anticirce, einer mit einer anderen Circe-Art) sowie sechs Beweispartien, eine davon mit einer Märchenbedingung.

Gestern hatte ich das neue Heft von StrateGems im Briefkasten, darin neun Retro-Urdrucke: drei Anticirce-Procas und sechs orthodoxe Beweispartien.

Ist das nun nur die aktuelle Frühjahrsmode oder ein allgemeiner Trend, der Retros auf Beweispartien und Märchenprocas reduziert? Das wäre sehr schade — das wäre auf Dauer auch langweilig, wie ich finde.

Also meine Anregung, Bitte, Aufforderung an die Komponisten: Vernachlässigt die „klassischen Themen“ der Retroanalyse nicht! Auch dort gibt es noch viel zu entdecken, viele „strategische“ Ideen lassen sich dort sicherlich noch darstellen! Wo bleiben also klassische Auflöse-Aufgaben, wo bleiben gute Illegal Clusters, wer versucht sich mal wieder an Høeg-Verteidigungsrückzügern? Wer überträgt solche klassischen Themen weiter ins Märchenschach?

Ich würde mich riesig freuen, wenn ich für die Schwalbe mehr solcher Einsendungen bekäme, ich würde mich riesig freuen, wenn ich auch in anderen Zeitungen, ob nun als Leser, Löser oder Preisrichter, mehr solcher Aufgaben sähe!

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