Auflösung – Rund um die Retroanalyse https://www.thbrand.de Schachprobleme rückwärts betrachtet - für Partie- und Problemschachfreunde Fri, 28 Aug 2026 20:54:44 +0000 de hourly 1 Retro der Woche 36/2026 https://www.thbrand.de/2026/08/30/retro-der-woche-36-2026/ https://www.thbrand.de/2026/08/30/retro-der-woche-36-2026/#respond Sat, 29 Aug 2026 22:00:21 +0000 https://www.thbrand.de/?p=13434 Weiterlesen ]]> Kürzlich erschien der Preisbericht der 2024-er Phénix Retros , den Andrij Frolkin sorgfältig und schnell wie immer erstellt hat. Er konnte fünf Aufgaben mit einem Preis und eine weitere mit einem Sonderpreis auszeichnen. Die sechs Stücke verteilen sich gleichmäßig auf Beweispartien, klassische Retros und Verteidigungsrückzüger — bemerkenswert, dass alle Aufgaben orthodox sind: Das ist heute recht selten, wo immer mehr Märchenretros bebaut und publiziert werden.

Michel Caillaud konnte mit jeweils einem Stück in diesen drei Kategorien den ersten, vierten und fünften Preis ergattern; ich möchte euch heute aus diesem Trio das klassische Auflöse-Retro vorstellen

Michel Caillaud
Phénix 2024, 5. Preis
Erster Zug des weißen Königs? (13+13)

 

Bei Weiß fehlen Dame, Turm und der weißfedrige Läufer, bei Schwarz die beiden Läufer und ein Bauer. Der Käfig im Westen lässt sich nur mit R: 1.Kb5-a5 d7xXc6+ auflösen. Es schaut so aus, als könne dazu der Käfig im Südosten relativ einfach geöffnet werden, um dabei dann die Voraussetzungen für die Öffnung der gesamten Stellung zu schaffen: Tg1-g2, g2-g3 nebst g3xYh2.

Das würde bedeuten, dass vor g2-g3 bereits [Dd1] und [Lf1] zu Hause auf der ersten Reihe sein müssten, da sie ansonsten illegal ausgesperrt wären. Damit bliebe für Y nur der zweite weiße Turm übrig, sodass dann im Südosten beide Türme eingemauert wären, ohne dass einer nach a1 gelangen könne — also illegal.

Deswegen kann der Südosten nur geöffnet werden durch Kreuzschlag der g- und h-Bauern. Der weiße Springer auf h1 zeigt, dass dort Schwarz nicht umwandeln konnte. Daher geschah h2xBg3 und g2xLh3; auf der anderen Brettseite a3xLb4, und Schwarz schlug a4xZb3.

Wie können wir nun alles zusammen-puzzlen? Vielleicht wollt ihr eure eigenen Überlegungen dazu anstellen, bevor ihr den Lösungsweg anschaut?

Lösung

Im Osten wurde also Sg3-h1 gespielt, gefolgt von h2xBg3, h7-h2, d7xc6, Lc8-h3 und g2xLh3. Bevor Schwarz d7xc6 gespielt hat, muss der weiße König schon mindestens auf b5 stehen. Ihm muss also durch SxLf1! Platz geschaffen worden sein, damit Weiß rochieren konnte. Anschließend konnte gespielt werden, wie wir uns das schon überlegt hatten, sodass dann a7-a4 und wK-h2-a5 erfolgen konnten. Schwarz spielt Db1, Ta2, Sa3, Weiß Sa1 und Tc6. Die weiße Dame wird auf b3 geschlagen, nach a4xDb3 kann der zweite Springer auf a4 den auf a3 ablösen, Und dann ist das weitere Rückspiel ziemlich einfach.
Der erste Zug des weißen Königs war also 0-0!

Ein komplexes Rücknahmespiel, das zeigt, dass auch heute noch höchst interessante klassisch-orthodoxe Retros gebaut werden können. Und das freut mich persönlich sehr!

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Retro der Woche 34/2026 https://www.thbrand.de/2026/08/16/retro-der-woche-34-2026/ https://www.thbrand.de/2026/08/16/retro-der-woche-34-2026/#respond Sat, 15 Aug 2026 22:00:29 +0000 https://www.thbrand.de/?p=13422 Weiterlesen ]]> In den letzten Wochen hatte ich einige Retro-Preisträger aus der französischen Zeitschrift Phénix vorgestellt, und diese kleine Serie möchte ich heute mit einem weiteren klassischen Retro fortsetzen.

Mit Dmitrij Baibikov und Thomas Volet haben sich zwei Spezialisten für klassische Retros zusammengefunden, und das Ergebnis ist, nicht gerade überraschend, höchst attraktiv, wie ich finde.

Dmitrij Baibikov & Thomas Volet
Phénix 2022, 3. Preis
Löse auf! (13+15)

 

Bei Weiß fehlen die Dame und die beiden Springer, bei Schwarz fehlt nur ein Springer. Und der wurde offensichtlich mittels e6xSf7 geschlagen, denn der schwarze Bauer auf f6 kann nicht von e7 gekommen sein: Schwarz schlug offensichtlich axb, und dann auch noch, da ja [Bc2] hinter einen schwarzen gelangt sein musste, ohne selbst noch mangels Schlagopfer selbst geschlagen zu haben, cxd und dxc.

Wie können wir denn die Stellung auflösen? Dazu muss e6xSf7 zurück genommen werden, wonach sich die Stellung relativ einfach weiter öffnen lässt.

Dazu aber muss natürlich sichergestellt sein, dass [Lf8] zu Hause ist — und natürlich muss dann ebenfalls ein schwarzer Turm auf g8 oder h8 stehen.

Zwar ist der Käfig auf der Nordseite, also der schwarzen, des Bretts, aber Weiß ist in der Diagrammstellung in Zugnot: Ihm stehen nur Rückzüge des [Bh2] zur Verfügung; schwarz muss also am Anfang für Weiß erst einmal Rücknahmemöglichkeiten generieren, bevor es mit dem eigentlichen Freispielen der Stellung losgehen kann.

Interessant ist dann auch das Spiel der weißen Steine im Käfig — so muss der wK noch etwas ausweichen. Habt ihr einen Gedanken, wo er sein Refugium aufschlägt?

Aber das wollt ihr vielleicht selbst erforschen; ich glaube, ihr werdet viel Freude am Selbst-(Auf-)Lösen haben!?

Lösung

R 1.–Sb6-a8 2.h5-h6 Tc8-c7 3.Lc7-d8 Tf8-c8 4.Ld8-c7 Lc7-b8 5.h4-h5 Sa4-b6 6.h3-h4 Lb6-c7 7.Lc7-d8 Ta8-f8 8.Lb8-c7 Dc8-g8 9.Lc7-b8 Db8-c8 10.Ld8-c7 Tg8-h8 11.Lc7-d8 Tc8-g8 12.Ld8-c7 Sb2-a4 13.Ke8-e7 Sd3-b2 14.Kf8-e8 Sf4-d3 15.Kg8-f8 Sg6-f4 16.Kh8-g8 Sf6-g6+ 17.Lc7-d8 Te8-c8 18.Ld8-c7 Dc8-b8 19.Lc7-d8 Dd8-c8 20.Lb8-c7 Dc8-d8 21.Kg8-h8 Ld8-b6 22.Kh8-g8 Dc7-c8 23.Kg8-h8 Db6-c724.Kh8-g8 Le7-d8 25.Kg8-h8 Tc8-e8 26.Kh8-g8 Ld8-e7 27.Kg8-h8 Sg6-f8 28.Kf8-g8 Sh4-g6+ 29.Ke8-f8 Sf5-h4 30.Kf8-e8 Sh6-f5 31.Ke7-f8 Lc7-d8+ 32.h2-h3 Th8-c8 33.Ke8-e7 Sg8-h6+ 34.Kf8-e8 Ld8-c7 35.Lc7-b8 Tc8-a8 36.Lb8-c7 Tc7-c8 37.Ke8-f8 Le7-d8 38.Kd8-e8 Lf8-e7+ 39.Ke8-d8 e7-e6 40.e6xSf7 Sg5-f7 41.Kf7-e8 Sf3-g5+ 42.e5-e6 etc.

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WCCC Retro-Löseturnier https://www.thbrand.de/2026/08/11/wccc-retro-loeseturnier/ https://www.thbrand.de/2026/08/11/wccc-retro-loeseturnier/#comments Tue, 11 Aug 2026 11:15:48 +0000 https://www.thbrand.de/?p=13417 Weiterlesen ]]> In den letzten Jahren ist es bei den Weltproblemschachtreffen WCCC feste Tradition geworden, neben den regulären Löseturnieren inoffiziell solche für Retros und Märchenaufgaben auszurichten — diese beide Arten des Problemschachs werden bei den offiziellen Turnieren ja nicht berücksichtigt.

Ich hatte wieder das Vergnügen und die Ehre, die Aufgaben für das Retro-Turnier festzulegen und dann auch das Turnier selbst zu leiten.

Gestern Nachmittag (10. August, 16:30 Uhr) trafen sich in Magdeburg 27 Problemisten, um sich mit den Retros lösend zu beschäftigen: alte Hasen, aber auch einige, die erstmals an einem Retro-Turnier teilnahmen. Spaß gemacht hat es offenbar — und an diesem Spaß möchte ich euch natürlich teilhaben lassen:

Schaut euch dazu die Erklärungen zu den Aufgaben sowie die Aufgaben selbst an; tretet damit in den virtuellen Wettkampf mit den Magdeburger Lösern und Löserinnen ein. Wenn ihr wollt, nehmt euch 90 Minuten Zeit, um die Aufgaben so gut wie möglich zu lösen — wie viele Punkte hättet ihr erreicht, wie hättet ihr abgeschnitten?

In einer Woche veröffentliche ich hier die Lösungen und das dann sicher schon offizielle Endergebnis — dann könnt ihr euren Platz selbst herausfinden.

Viel Spaß dabei!

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Wer schon auf der WCCC-Seite gespickt hat, hat natürlich die Lösungen und Ergebnisse bereits gefunden …

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Bernd Schwarzkopf 80 https://www.thbrand.de/2026/07/25/bernd-schwarzkopf-80/ https://www.thbrand.de/2026/07/25/bernd-schwarzkopf-80/#comments Fri, 24 Jul 2026 22:00:41 +0000 https://www.thbrand.de/?p=13377 Weiterlesen ]]> Bernd Schwarzkopf aus Neuss ist ein unglaublich vielseitiger und aktiver Problemist: So ist er nicht nur mit weit über 1.300 Aufgaben in der PDB vertreten, davon beinahe 400 Retros, sondern auch durch seine Artikel und immer wieder spannenden Konstruktionsturniere in der Schwalbe und bei verschiedenen Treffen: Er ist Stammgast bei den Schwalbe-Tagungen, in Andernach und Sachsen.

Sehe Aktivitäten “im Hintergrund” finde ich beinahe noch beeindruckender: Seit Jahrzehnten ist er “Mister Inhaltsverzeichnis” in Deutschland, war er einer der Mitstreiter beim Dschungelbuch, dem geplanten Märchen-Lexikon, das später in dem der Schwalbe aufgegangen ist. Er hat schon Peter Kniest wertvoll unterstützt bei dessen Aufarbeitungen der Projekte seines Bruders Albert, mit Hans Gruber ist er zum Beispiel immer noch aktiv dabei, die Nachlässe der Kniest-Brüder teilweise erstmals der breiten Problemöffentlichkeit zugänglich zu machen. Und stets hat er weitere Projektideen im Kopf.

Nicht umsonst hat die Schwalbe Bernd wegen seiner so vielseitigen, Jahrzehnte langen Arbeiten zur Förderung des Problemschachs auf den Jubiläumskongress 2024 in Essen die Ehrenmitgliedschaft verliehen.

Unglaublich: Heute feierst du, lieber Bernd, deinen 80. Geburtstag! Persönlich und im Namen aller Blog-Leser schicke ich dir dazu herzliche Glückwünsche, wünsche ich dir erst einmal für die nächsten zehn Jahre alles denkbar Gute, vor allen Dingen natürlich Gesundheit und weiterhin viel Energie, Erfolge und Freude an unserem gemeinsamen Lieblings-Hobby.

Eines meiner Lieblingsstücke von dir möchte ich hier zum Lösen anbieten; wie immer bringe ich die Lösung in einer Woche.

Bernd Schwarzkopf
feenschach 1978
Letzter Zug? 3+4 Grashüpfer (8+8)

 

 

 

Lösung

R: 1.gxf6ep, davor f7-f5+ 2.Kf5xSf4+ Sd5(x)f4+

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Retro der Woche 28/2026 https://www.thbrand.de/2026/07/05/retro-der-woche-28-2026/ https://www.thbrand.de/2026/07/05/retro-der-woche-28-2026/#respond Sat, 04 Jul 2026 22:00:22 +0000 https://www.thbrand.de/?p=13345 Weiterlesen ]]> Bleiben wir noch etwas in Frankreich, gehen wir im Preisbericht einfach ein Jahr zurück im Vergleich zum letzten Retro der Woche: Sehr viel Freude hatte ich daran, diesen Jahrgang zu richten!

Viel klassischer, direkter und einfacher kann die “Retro-Frage” zu unserer heutigen Auflöse-Aufgabe kaum lauten: Hier werden nicht beispielsweise durch irgendwelche Zug-Angaben zusätzliche Informationen gegeben, die für die Beantwortung der Frage erforderlich sind, hier wird einfach nach den Rochaderechten gefragt.

“Natürlich” beließ es Yoav Ben-Zvi nicht bei einer Phase, sondern fragt für insgesamt fünf Stellungen, die sich jeweils von der “benachbarten” um genau einen versetzten Stein unterscheiden: Spannend ist dann nicht allein die Suche nach den fünf Lösungen, sondern auch nach den Gründen, weshalb hier etwas geht oder nicht geht, was in der Nachbarstellung nicht geht oder geht.

Yoav Ben-Zvi
Phénix 2020, 2. Preis
Rochadestatus? b) sBb3>b4, c) ferner wBf4>Yb5, d) ferner sBc6>a7, e) ferner wBa3>a4 (13+13)

 

Heute möchte ich es einmal anders machen als sonst: Ich will keine Vorüberlegungen zu den einzelnen Stellung vorgeben, sondern euch motivieren, euch die Phasen selbst anzuschauen und zu lösen: Soo schwer sind die nicht!

Wenn ihr nun auf die Lösungen klickt, seht ihr die jeweilige Stellung im Diagramm und dann die Lösungs-Erläuterungen, die ich im Wesentlichen Hans Grubers Präsentation dieser Aufgabe in feenschach 268, das sich bereits im Druck befindet, entnommen habe.

Stellung a)

Yoav Ben-Zvi
Phénix 2020, 2. Preis
Rochadestatus? Stellung a) (13+13)

 

Alle fehlenden Steine sind durch Bauernschläge erklärt. Auf jeder Felderfarbe muss der erste geschlagene Stein ein Turm gewesen sein, und damit wart auch der allererste geschlagene Stein ein Turm. Es kann nicht sein, dass sowohl [Bd7] als auch [Bg2] einen Läufer schlugen, da beide weißfeldrigen Läufer erst durch diese Schläge befreit werden. Analog für [Bd2] und [Be7] und die schwarzfeldrigen Läufer. Aber es ist denkbar, dass [Ta1] und [Ta8] die geschlagenen Türme waren: a7-a5, Ta8-e3, d2xTe3, Ta1-c6, d7xTc6, Lc8-f3, g2xLf3, Lf1-b3, a4xLb3 sowie Lc1-d6, e7×Ld6, Lf8-f4, e3xLf4. Also sind noch beide Rochaden zulässig.

Stellung b)

Yoav Ben-Zvi
Phénix 2020, 2. Preis
Rochadestatus? Stellung b) (13+13)

 

Jetzt geht der Schlag auf b3 nicht mehr, der weißfeldrige wL könnte von [Ba7] allenfalls auf
b5 geschlagen werden (a7-a6xLb5). Dann kann [Ta8] aber nicht mehr erstes Schlagobjekt sein; dies ist daher einer der Türme von h1 oder h8. Die beiden Rochaden schließen einander also aus, nur genau eine ist noch möglich.

Stellung c)

Yoav Ben-Zvi
Phénix 2020, 2. Preis
Rochadestatus? Stellung c) (13+13)

 

Wenn der letzte Zug des wBb5 c4xb5 war, so wurde [Lf8] auf c3 geschlagen, also noch bevor [Lc1] geschlagen werden konnte. Also wurde ein Turm auf d6 geschlagen, das kann aber, da ja der [Lc1] noch nicht gezogen hatte, nur [Th1] sein. Also ist nur noch die schwarze Rochade zulässig.

Stellung d)

Yoav Ben-Zvi
Phénix 2020, 2. Preis
Rochadestatus? Stellung d) (13+13)

 

Damit der weißfeldrige wL geschlagen werden konnte, musste der sBd6 von e7 kommen, der sBb4von d7. Damit der schwarzfeldrige sL geschlagen werden konnte, begann der wBb5 mit d2xc3. [Ta8] konnte wegen [Lc8] nicht heraus, bevor [Bd7] erstmals schlug. Daher ist die schwarze Rochade unzulässig — und da es die weiße ebenso wie in c) auch ist, ist keine Rochade zulässig.

Stellung e)

Yoav Ben-Zvi
Phénix 2020, 2. Preis
Rochadestatus? Stellung e) (13+13)

 

Jetzt ist der [Ta1] frei, also kann Weiß noch rochieren, Schwarz wie in d) nicht.

Hans Gruber fasst seine Präsentation dieser Aufgabe zusammen: “Ein schönes, klassisches Ensemble mit allen fünf Kombinationsmöglichkeiten der Rochaderechte.” Ja, das finde ich auch!

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https://www.thbrand.de/2026/07/05/retro-der-woche-28-2026/feed/ 0
Retro der Woche 24/2026 https://www.thbrand.de/2026/06/07/retro-der-woche-24-2026/ https://www.thbrand.de/2026/06/07/retro-der-woche-24-2026/#comments Sat, 06 Jun 2026 22:00:53 +0000 https://www.thbrand.de/?p=13307 Weiterlesen ]]> Gelegentlich hört man die Forderung, ein “normales” Retro-Informalturnier in mehrereGruppen aufzuteilen: etwa Beweispartien von Verteidigungsrückzügern zu trennen, zusätzlich klassische Auflöse-Aufgaben und “sonstige” Retros jeweils zusammenzufassen. Konsequenterweise müsste man das auch noch doppeln: ” orthodox” versus “Märchenbedingungen”. Dann wären wir bei acht Abteilungen.

Das können nicht einmal sinnvoll Zeitschriften mit großem Retro-Teil wie Die Schwalbe oder feenschach leisten, noch viel weniger solche, die über deutlich weniger Retro-Beiträge verfügen — außer man macht aus Jahresturnieren Jahrzehntturniere, aber das will sicher auch niemand.

Also bleibt meist keine andere Möglichkeit, als alle Retros gemeinsam zu richten. Und bei manchen Zeitschriften werden die dann auch noch den Märchenaufgaben zugeschlagen, so etwa in der finnischen Tehtäväniekka. Dort tun sich die Retros meist recht schwer gegen “gestandene” Märchenstücke, auch weil nicht alle Märchen-Richter sicher sind, wie sie die wenigen Retros in ihren Bericht aufnehmen und einreihen sollen.

Dass dies nicht bedeuten muss, dass dort wenige guten Aufgaben erscheinen, beweis der gerade veröffentlichte Märchenschach-Preisbericht 2023, in dem Richter Eddy van Beers unserem heutigen Retro der Woche den zweiten Preis zuerkannte.

Kostas Prentos
Tehtäväniekka 2023, 2. Preis Märchen & Retros
(-w-s& dann h#3 (10+14)

 

Weiß und Schwarz nehmen also jeweils einen Zug zurück, wonach ein “normales ” Hilfsmatt in drei Zügen folgen soll.

Schnell sieht man, dass die schwarze Bauernreihe c6-f3 von der b- bis e-Linie stammt; zusammen mit dem Doppelbauern auf der h-Linie und dem fehlenden [Lf1], der offensichtlich zu Hause geschlagen wurde, sind alle fehlenden weißen Steine erklärt.

Das wird mancher Löser gesehen haben, um dann verwundert zu erwarten, das Stück sei beliebig nebenlösig: Schwarz muss ja nur z.B. eine weiße Dame entschlagen, und das ist dann sicher in drei Zügen kaputt. Versuchen wir das einmal: Schwarz nimmt b7xDc6 zurück, und dann geht es beispielsweise weiter 1.Tac8 Dxc8 2.Td8 Th2 3.Kf8 Dxd8# — was haben wir dabei übersehen, wieso soll das nicht funktionieren?

Dafür schauen wir uns nicht nur die schwarze Schlagbilanz an, sondern auch die weiße: Bei Schwarz fehlen zwei Steine; einer davon wurde durch bxc geschlagen. Und der andere? Um das zu erkennen, müssen wir uns noch fragen, was denn Schwarz mit seinen Bauern geschlagen haben kann? Neben dem [Lf1] noch Dame, den anderen Läufer, zwei Springer und [Ba2].

Halt, der kann ja gar nicht geschlagen worden sein, da alle Bauernschläge “nach Osten” erfolgten, und daher der westlichste Bauer nicht geschlagen werden konnte -zumindest nicht direkt. Er muss also als Umwandlungsstein geschlagen worden sein. Dazu muss er umgewandelt haben: auf b8, und dazu muss er über b7 gekommen sein. Dort aber kann er nicht den [Bb7] geschlagen haben, da der noch in der Bauernphalanx steckt. Also hat [Ba2] auf seinem Weg nach b7 nicht [Bb7] geschlagen; der muss schon vorher nach c6 geschlagen haben.

Und das bedeutet, dass Schwarz nun vor Entwandlung des [Ba2] auf b8 nicht b7xXc6 zurücknehmen darf — also besonders jetzt in Rahmen der Lösung nicht!

Also funktioniert die “Nebenlösungs-Idee” nicht, also müssen sich Weiß und Schwarz anders unterstützen. Und das wollt ihr jetzt sicherlich selbst herausbekommen?

Lösung

R: 1.0-0-0 0-0 & vor 1.0-0-0 0-0 2.Kb7 Tfb1+ 3.Ka6 Txa3#

Sehr witzig und elegant, dass nur das Rochade-Gewitter die Forderung erfüllt. Und da nimmt man auch in Kauf, dass die zweiten und dritten Züge nicht gerade herausragende Hilfsmatt-Strategie zeigen. Dennoch, wie ich finde, ein sehr reizvolles Stück, das gleichzeitig hübsche Werbung für Retroanalyse im Allgemeinen und Hilfsrückzüger im Besonderen macht.

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https://www.thbrand.de/2026/06/07/retro-der-woche-24-2026/feed/ 3
Retro der Woche 19/2026 https://www.thbrand.de/2026/05/03/retro-der-woche-192026/ https://www.thbrand.de/2026/05/03/retro-der-woche-192026/#respond Sat, 02 May 2026 22:00:00 +0000 https://www.thbrand.de/?p=13259 Weiterlesen ]]> Nach längerer Zeit möchte ich hier mal wieder ein klassisches Auflöse-Retro vorstellen von einem Klassiker dieses Genres hauptsächlich zum Ende des 20. Jahrhunderts.

Und anhand der vorliegenden Aufgabe können wir gemeinsam ein immer wieder interessantes Thema studieren, das sich recht häufig findet und sehr flexibel und abwechslungsreich genutzt werden kann.

Alexander Kisljak
The Problemist 1997, Thomas Volet gewidmet, Lob
Löse die Stellung auf (13+13)

 
Rein optisch fallen neben dem Schachgebot durch die schwarze Dame, das zeigt, dass Schwarz mit der Rücknahme beginnen muss, vielleicht die beiden Fesselungen sSb5 und wTd7 auf. Im Vorwärtsspiel sind diese Fesselungen absolut, solange der schwarze König auf c4 und der weiße Läufer auf a6 verbleibt, könnte der Springer niemals ziehen. Das ist bei Rücknahmen anders: Stünde beispielsweise ein weißer Turm auf h5, so könnte Sa7-b5 Tb5-h5+ zurückgenommen werden: Im Vorwärtsspiel entspricht das dem Abfeuern der Batterie durch den Turmzug, das Schach wird durch Selbstfesselung des Springers pariert. Dieses Manöver wird „Retro-Entfesselung“ oder „Ablösung“ genannt.

Zunächst aber zur Schlagbilanz: Alle Schläge durch Weiß erfolgten mit seinen Bauern (a2xb3, d2xc3 und e/gxf); bei Schwarz sind nur zwei Bauernschläge sichtbar, nämlich a4xb3 und h7xg6 — ein Schlag bleibt also noch frei.

Wir hatten schon gesehen, dass Schwarz das Schach aufheben muss, also muss er mit R: 1.— Dd8-e7+ beginnen — ob dabei entschlagen wird, wissen wir noch nicht. (Wer nun selbst lösen möchte, sollte noch nicht weiterklicken!)


Weiß muss nun von seinen sehr wenigen Tempozügen gleich einen opfern: 2.f2-f3. Auch hier könnte Weiß theoretisch schon entschlagen — warum das nicht geht, werden wir noch sehen.

Nun kann Schwarz einen Stein entschlagen, der Weiß einerseits Züge zur Verfügung stellt und somit gegen das drohende Retropatt hilft, und andererseits die Befreiung des sSb5 ermöglichen soll. 2.— a4xSb3! 3.Sd4-b3 Sa7-b5 4.Sb5-d4+ — da ist unsere erste Ablösung, die gleich für die zweite genutzt wird. 4.— Sc6-a7 5.f3-f4 (das zweite Tempo) Se5-c6 6.Te7-d7 Sd7-e5+ — da ist unsere zweite Ablösung.

7.Te8-e7 — aber wie geht es nun weiter? 7.— Se5xDd7! nun kann nämlich der Springer auf e1 entwandeln, während die Zugnot von Weiß erst einmal gestoppt ist, da der Turm Tempozüge hat: 8.Te7-e8 Sd3-e5 9.Te8-e7 Se1-d3 10.Te7-e8 e2-e1=S! 11.Te8-e7 e3-e2. Nun kann der f-Bauer einen Stein entschlagen, der die weiße Dame aus deren Retrofesselung befreien kann — deswegen durfte nicht vorher mit einem der f-Bauern entschlagen werden.

12.e2xTf3 Tf5-f3 13.Te7-e8 und nun ist ein Tempozug erforderlich (z.B. 13.— Th5-f5), damit nicht im falschen Moment der weiße Turm auf der 7. Reihe steht. 14.Te8-e7 Tc5-h5! Das ermöglicht nun die Ablösung der weißen Dame: 15.Dc6-d7 Td7-f7+, das die dritte Retro-Entfesselung darstellt.

Die sind sehr hübsch miteinander verwoben, wie ich finde — ein klassisches Auflösestück, das mir immer wieder gut gefällt. Wie geht es euch damit?

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Macht es mir schwer! https://www.thbrand.de/2026/03/05/macht-es-mir-schwer/ https://www.thbrand.de/2026/03/05/macht-es-mir-schwer/#respond Thu, 05 Mar 2026 20:06:19 +0000 https://www.thbrand.de/?p=13180 Weiterlesen ]]> Wie? Was? Was für eine komische Aufforderung … Doch, die meine ich ernst: Macht es mir schwer, den Preisbericht für das Henrik-Juel-Gedenkturnier zu erstellen, weil ihr das Turnier (und damit mich als Preisrichter) mit vielen guten Aufgaben überschwemmt!

Ihr erinnert euch? Gefordert sind klassische Retros mit den Forderungen “löse auf” oder “letzte n Züge?”, Einsendeschluss ist der 31. August.

Die genauen Ausschreibungsbedingungen findet ihr in der Turnier-Ankündigung. Ich zähle auf euch!

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Retro der Woche 07/2026 https://www.thbrand.de/2026/02/08/retro-der-woche-072026/ https://www.thbrand.de/2026/02/08/retro-der-woche-072026/#respond Sat, 07 Feb 2026 23:00:00 +0000 https://www.thbrand.de/?p=13141 Weiterlesen ]]> Die klassischen Auflöse-Retros von Luigi Ceriani sind für mich immer wieder ein Genuss! Viele sind recht komplex, aber andere auch so, dass ein noch nicht sehr erfahrener Retrofreund sie doch sehr gut nachvollziehen und vielleicht auch lösen kann: Ich kann versprechen, das macht Spaß!

Ein relativ sparsames Stück von ihm möchte ich euch heute zeigen.

Luigi Ceriani
Vittorio de Barbieri Gedenkturnier 1943, 1. Preis
Erster Zug der schwarzen Dame? (9+12)

 
Obgleich elf Steine fehlen, ist kein einziger Schlag eines Bauern sichtbar; zunächst sind nur einige wenige Details klar: der weiße Turm auf a2 konnte sein Zuhause nicht verlassen, wir werden uns Gedanken machen müssen, wie beie Seiten ein Retropatt vermeiden, und dass zuletzt die schwarze Dame gezogen hat, ist klar, da sie dem weißen König Schach bietet; sie kann also nur von d8 kommen und muss dabei geschlagen haben, denn ohne eine auf e8 entschlagene Figur wäre Weiß sofort retropatt, da er c2-c3 nicht zurücknehmen kann, da dies den schwarzen König aussperren würde. Was wurde denn auf e8 entschlagen?


Ein Läufer hilft offenbar nicht gegen Retropatt, ein Turm (dritter weißer) wäre schwer frei zu spielen. So bietet sich meist in ähnlichen Stellungen der entschlag eines Springers an. Versuchen wir also 1.— Dd8xSe8+ 2.Sd6-e8 Kc2-b1 — nun ist also für beide Seiten erst einmal die direkte Retropattgefahr gebannt, und wir können überlegen, wie wir den Nordost-Käfig öffnen können, damit sich der weiße König auf den Heimmarsch begeben kann. Das funktioniert nur mit der Rücknahme von g7-g6 nach Lf8xXg7.

Dieses X muss, um nicht den Nordosten zu blockieren, ein Springer sein — Springer Nummer drei. Da auch, wie wir gleich sehen werden, wTh8 ein Umwandlungsstein ist, müssten wSg8 und wTh8 entwandeln — das kann in diesem Käfig nicht gelingen: Dafür wären vier Schläge durch weiße Bauern im Käfig nötig, damit würde dort auch Ta8 gebraucht, der aber wegen der Bauernstruktur nicht nach dort gelangen konnte.

Also versuchen wir R 1.— Dd8xDe8+ 2.Df8-e8 Kc2-b1 3.De8-f8 Lf8xSg7 und z.B. 4.Sf5-g7, sodass nun g7-g6 zurückgenommen werden kann, wodurch den weißen Majestäten der Weg nach Hause geebnet wird. Wie kommen aber nun die beiden weißen Offiziere in den Süden? Der Turm nur in Form eines Bauern, der dort umgewandelt hat, und der Springer nur nach f7-f6 via f6: der Weg über h6 scheidet wegen der Blockadestellung der Türme aus.

Was um Himmels willen aber hat das mit unserer Ausgangsfrage nach dem ersten schwarzen Damenzug zu tun? Jedenfalls deutlich mehr, als es zunächst den Anschein hat! Und ich lade euch herzlich ein, darüber nachzudenken, bevor ihr euch die Lösung anschaut.

Lösung

Vor der Rücknahme von f7-f6 muss der schwarze König schon zu Hause sein; für wSf6-g8 muss er jedoch zur Vermeidung eines illegalen Retroschachs nach d8 ausgewichen sein. Und das bedeutet, dass vorher die schwarze Originaldame auf d8 oder e8 geschlagen worden sein muss, die Diagrammdame also durch Umwandlung entstanden ist!
Also hat sich sBa7 umgewandelt, konnte auf seinem Weg nur Königsturm und -läufer schlagen; die Umwandlung erfolgte also auf a1. Zu der Zeit kann der weiße Damenturm nur auf b1 gestanden haben. Da nun für die schwarze Dame kein Schlagopfer auf a2 zur Verfügung steht, war der erste Zug der schwarzen Dame auf e8: Da1-a2 (schlagfrei!)
Übrigens ist damit auch begründet, warum ich so nonchalant über die Möglichkeit Kc2xXb1 hinweggegangen bin …

Und nun versteht man auch das Motto, das Ceriani dem Stück mitgegeben hatte: „La Donna è mobile? … … Eppur si muove!“

Eine wie ich finde großartige Aufgabe, von der Henrik Juel, auf dessen Lösungskommentare ich mich teilweise abgestützt habe, schrieb: „Es ist erstaunlich, dass die harmlos aussehende Diagrammstellung eine so reichhaltige Auflösung erzwingt, und ich finde es reizvoll, dass die Lösung einen angemessenen Schwierigkeitsgrad hat, weder trivial noch hoffnungslos.“

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Retro der Woche 05/2026 https://www.thbrand.de/2026/01/25/retro-der-woche-052026/ https://www.thbrand.de/2026/01/25/retro-der-woche-052026/#comments Sat, 24 Jan 2026 23:00:00 +0000 https://www.thbrand.de/?p=13117 Weiterlesen ]]> Kürzlich bemerkte ich zufällig, dass seit 1978 jedes Jahr (ok, 2026 lassen wir noch außen vor) mit mindestens einer Aufgabe hier im Blog vertreten ist. Da habe ich natürlich nach einem Retro aus 1977 gesucht — und bin auch sehr gut fündig geworden: Mit einem Stück, das gleichzeitig eine meiner Lieblings-Märchenschachbedingungen nutzt, nämlich Gitterschach. Damit haben wir uns hier im Blog schon beschäftigt, und aus dem einschlägigen Artikel übernehme ich gleich die Definition:

„Das Brett ist in 16 2×2 Zonen aufgeteilt, und jeder Zug muss die Zone wechseln (mindestens eine Gitterlinie überqueren), Start- und Zielfeld eines jeden Zuges liegen also in unterschiedlichen Zonen.“

Alexandr A. Klibanski & Nikita M. Plaksin
feenschach 1977, 2. Preis
Gitterschach a) Wo wurden die fehlenden Steine geschlagen? Welches war der erste Zug des b) sK / c) wK? (13+10)

 
Beginnen wir zum Warmwerden mit Frage c). Im Normalschach könnte der weiße König über f1, d1 bzw. 0-0-0 oder durch 0-0 nach g1 gekommen sein. Da zwischen e1 und f1 keine Gitterlinie liegt, ist dieser Weg hier ausgeschlossen. Und auch der große Marsch „außen herum“ via b2 klappt nicht, denn von h2 hätte der weiße König nie nach g1 kommen können. Also beantwortet sich die Frage c), die nachträglich durch Preisrichter bernd ellinghoven aufgrund eines Kommentars von Löser Bernd Schwarzkopf in die Forderungen aufgenommen worden war, mit 1.0-0. Letzter Zug war Db1xXd1+.


Wir sehen sofort, das wLf1 nur zuhause geschlagen worden sein kann; bei der eigentlichen Lösungssuche beginnen wir mit wTa2, der „von oben“ gekommen sein muss (Ta1-a2??). Es kann auch nicht der ursprüngliche Königsturm sein, da auch er wegen der Rochade über a1 hätte kommen müssen — also haben wir auf a2 einen umgewandelten Turm. Damit der Turm „von oben“ kommen kann, muss Weiß axb3, Ta2, bxa3 und erst dann Lb2 gespielt haben — und vor axb3 musste Sb3-a1 geschehen. Dafür musste der wTa1 bereits geschlagen worden sein — nämlich zu Hause. Der weiße Königsturm muss dann also nach der Rochade auf d1 geschlagen worden sein. Und damit kennen wir die Schlagfelder aller fehlenden weißen Steine.

Und nun gilt es zu überlegen, wie der weiße Umwandlungsturm entstanden ist? Der muss sich wegen der Gitterlinien eindeutig von h4 nach d8 „durchgefressen haben“ — und damit sind dann zusammen mit dem Kreuzschlag auf b3/a3 alle fehlenden schwarzen Steine erklärt.

Und nur ein einziger Schlag des Weißen erfolgte auf einem weißen Feld — also starb der schwarze Damenläufer auf b3.

Zu den Schlagopfern des h-Bauern gehörte auch sBe7, der damit zuhause geschlagen worden sein muss. Inwieweit hilft uns diese Feststellung sofort weiter? Das wollt ihr sicherlich nun selbst ergründen?

Lösung

Damit kommen als Schlagopfer des wB auf g5 und f6 nur die beiden schwarzen Springer infrage, da noch kein anderer Offizier die achte Reihe verlassen konnte, um sich doort schlagern zu lassen.

Wie aber konnte Weiß aber e7xXd8=T spielen, ohne den sschwarzen König in Bedrängnis zu bringen? Der musste rechtzeitig vorher lang rochiert haben (= Antwort b)), um dann später “außen herum” nach e8 zurückzukehren.

Und damit ist klar: Der schwarze Damenturm starb auf d8, sodass sich der Königsturm auf dem einzigen noch freien Schlagfeld, also auf a3, opfern musste.

Eigentlich gar nicht so schwer, da sich alles logisch ableiten lässt?!

Zusammenfassend schrieb bernd ellinghoven: „Originelle Elemente in der Retroanalyse, die vom Gitter bestimmt ist und dessen Eigenheiten vorzüglich nutzt.“ Ja, auch meinem Eindruck eine klasse Aufgabe und tolle Werbung für „klassische Märchenretros“.

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