Beweis zum 5. SVW-Konstruktionsturnier

Vielleicht erinnert ihr euch noch an den Preisbericht des 5. Konstruktionsturniers des Schachverbands Württemberg? Martin Hintz hatte mit einer besonders sparsamen Beweispartie den ersten Preis gewonnen.

Das Thema hat Martin nicht in Ruhe gelassen, er schrieb dazu:

“Ich fand die Aufgabenstellung so spannend, dass ich mit der Konstruktion der Sieger-Beweispartie nicht halt gemacht, sondern mich noch weiter damit beschäftigt habe. Zuerst wollte ich nur beweisen, dass meine BP mit 63,0 Zügen und 10 Schlägen optimal im Sinne des Wettbewerbs ist (d.h. dass sie eine KBP ist und dass jede KBP mindestens 10 Schläge braucht). Dieser Beweis ist mir tatsächlich schon im Sommer 2016 gelungen. Dann habe ich mir aber noch mehr vorgenommen, und am Ende ist ein ziemlich weitreichender und umfangreicher Überblick über die grundlegenden Strukturen sämtlicher kürzester Beweispartien herausgekommen.”

Diesen Überblick hat er mir für den Blog zur Verfügung gestellt (herzlichen Dank dafür!), den könnt ihr nun herunterladen und euch dann mit den 183 Seiten (!!) beschäftigen.

Viel Spaß damit!

Problemas April 2017

Pünktlich wie immer ist die neueste Ausgabe von Problemas (April 2017) erschienen, wieder mit viel interessantem Lesestoff.

So berichtet Valeri Liskowets über die Anwendung der Paritätsregel auch außerhalb der Retroanalyse, Andrew Buchanan stellt neue Gedanken zu “Dead Positions” vor, und den Problemschach-historisch Interessierten sei besonders der Artikel von Mikola Tscherniawski und Andrej Frolkin über Pierre Auguste d’Orville ans Herz gelegt.

Viel Spaß beim Lesen!

Eine etwas andere Empfehlung

Heute einmal eine Problembuch-Empfehlung, die gar nichts mit Retroanalyse zu tun hat, aber ein heißer Tipp ist für jeden, der sich auch für neudeutsches Gedankengut begeistern kann.

Vorgestern habe ich erfahren, dass das “Kutzborski-Buch” (Wieland Bruch: Dieter Kutzborski — Verschlüsselte Steine. Udo Degener Verlag, Potsdam 2017) erschienen ist. Sofort habe ich es per Mail (udv(at)udo-degener-verlag.de) zum unglaublich günstigen Preis von 20 EUR bestellt, und heute war das Buch schon in Bornheim angekommen.

Mein erstes Durchblättern hat meine (extrem hohen) Erwartungen an das Buch noch übertroffen: 262 Aufgaben (ein Diagramm pro Seite) sehr hoher Qualität, garniert mit einigen Vergleichsstücken, sind ausführlich kommentiert, wobei eine Vielzahl der Anmerkungen vom Autor stammt. Auch die handwerkliche Qualität des Buches ist wie immer aus Udos Verlag hervorragend.

Dieter Kutzborski sendet nicht zum FIDE-Album ein, daher war es schwer, einen Überblick über sein Schaffen zu erlangen. Diese Schwierigkeit besteht nun nicht mehr. Ich kann das Buch jedem Problemfreund nur wärmstens ans Herz legen!

Ein kleines, sehr elegantes Beispiel (im Buch Nr. 109) möchte ich hier vorstellen, das Dieter als Twen veröffentlichte:

Dieter Kutzborski
Deutsche Schachblätter 1967
#4 (7+8)

 

Ohne wTh6 ginge einfach 1.h6 2.h7#. Den zu beseitigen bedarf zweier Züge. z.B. 1.Tb6 [2.Txb7, 3.Tb8#] 1.– cxb6? 2.Tc6!, aber 1.– axb6! Daher 1.Ta6! [2.Txa7, 3.Ta8#] 1.– bxa6 2.Tb6! [3.Tb8#] 2.– a/cxb6 3.h6 und 4.h7#.

Opfer-Tempobahnung mit Turm-Auswahlschlüssel. Dieter vergleicht diese Aufgabe mit dem bekannten Grasemann-Sechszüger P0500984.

The Problemist März 2017

Heute hatte ich die März-Ausgabe des Problemist im Briefkasten: Wie immer tolle Lektüre, die auch wieder viel für den Retrofreund enthält: Neben Urdruckteil und der wie stets hervorragend lesbaren und interessanten Rubrik von Bernd Gräfrath gibt es noch den Retro-Preisbericht 2015-2016 von Silvio Baier.

Und wer sich nicht nur für Retros interessiert, dem empfehle ich besonders den Aufsatz “The Problem with Studies” von Jonathan Mestel. Viel Spaß beim Lesen!

Februar-2017-Schwalbe

Im Zusammenhang mit dem neuen Beweispartie-Längenrekord hatte ich ja bereits auf die Februarausgabe der Schwalbe hingewiesen. aber natürlich finden sich dort auch weitere Beiträge, die für uns Retrofreunde von besonderem Interesse sind:

Es gibt wieder neun Urdrucke (übrigens: Auch die Hobbyköche kommen da auf ihre Kosten), die zum Lösen und Kommentieren einladen. Neben dem Längenrekord stellt Werner Keym  auch noch “Rochade-Paradoxien: Wer auf sein Recht verzichtet, gewinnt” vor, bevor er selbst dann Inhalt eines Geburtstagsartikels ist. Bernd Gräfrath teilt mit uns seine “Nachtgedanken eines Preisrichters”, in denen er sich kritisch mit eigenen Urteilen auseinander setzt. Auf diesen Artikel werde ich hier noch zurückkommen. Und last but not least stellt Bernd Schwarzkopf Last-Move Überlegungen zu Schach-960 an.

Ihr seht also, dieses Heft lohnt wieder eine intensive Lektüre!

 

Problemas Januar 2017

Eben erst ist mir aufgefallen, dass ich in der Übersicht neu erschienener Zeitschriften die Januarausgabe von Problemas vergessen hatte, die natürlich wieder gewohnt pünktlich am 30. Dezember zum Download erschienen war.

Wie immer ist auch diese Ausgabe für jeden Retrofreund höchst interessant; besonders ans Herz legen möchte ich euch darin den Beitrag von Roberto Osorio: “Motivation: the underlying contents in SPGs”. Viel Spaß dabei!

Zeitschriften

Zwischen Weihnachten und Neujahr sind einige Schachzeitschriften erschienen, die auch uns Retrofreunden wieder viel Freude bereiten können. Es lohnt also hineinzuschauen!

  • Zwei neue Hefte von feenschach (f-219 und f-220) sind erschienen, und die beiden nächsten sollen bald folgen. Hier findet ihr unter anderem Berichte vom Andernach-Treffen und dem WCCC in Belgrad, verschiedene (auch Retro-) Artikel und Vorträge sowie natürlich Urdrucke (allein 16 Retros).
  • Mit Heft 77 startet StrateGems in seinen 20. Jahrgang — herzlichen Glückwunsch dazu an Gründer und Herausgeber Mike Prcic! Neben neun Retro-Urdrucken enthält die erste Ausgabe des Jahres 2017 den Retro- und Beweispartien-Preisbericht 2015 von Thierry le Gleuher (diese Berichte finden sich schon auf der Website!) sowie die Wiederaufnahme der Artikel-Serie über “Proof Games of the Future” von Silvio Baier, Nicolas Dupont und Roberto Osorio.
  • Die von Paul Rãican herausgegebene Zeitschrift Quartz erscheint im Internet; nun hat er Heft 43 veröffentlicht. Auch hier gibt es mehrere Retro-Preisberichte und -Artikel — reichlich und interessanten Lesestoff also!

Viel Spaß beim Lesen und Lösen!

Die Schwalbe XII/2016

Am Samstag lag das neue Heft der Schwalbe bei mir im Briefkasten. Jede Menge interessanten Lesestoff gerade für uns Retrofreunde gibt es wieder: Neben den (leider nur) sechs Urdrucken — Nachschub ist also dringend erwünscht! — gibt es den Preisbericht 2013 bis 2015 zu Schachmathematik und sonstigen Aufgaben von Bernd Schwarzkopf, einen Artikel von Nicolas Dupont “Geschlagene Pronkinsteine in ökonomischen orthodoxen Beweispartien”, und auch mein Güstrow-Vortrag über “Retro-Retraktoren” ist hier in erweiterter Form veröffentlicht.

Viel Spaß bei der Lektüre, beim Lösen/Kommentieren und beim Einsenden guter Urdrucke für Die Schwalbe!