Problemas Oktober 2017

Wie immer pünktlich ist die neue Internet-Ausgabe von Problemas erschienen — nur ich bin mit meinem Hinweis darauf nicht pünktlich.

Wieder gibt es jede Menge Lesestoff, wobei gerade die Retro-Beiträge nicht auf Spanisch, sondern auf Englisch publiziert wurden. Und es gibt wieder eine Menge interessanten (Retro-) Lesestoff u.a. zu Beweispartien und “toten” Positionen.

Ein netter Service der Problemas-Redaktion ist, dass im Internet alle Diagramme der Hefte in FEN-Notation zur Verfügung gestellt werden, sodass sie relativ leicht in andere Computer-Programme zur Weiterverarbeitung übernommen werden können.

Oktober-Schwalbe

Gestern hatte ich die Oktober-Ausgabe der Schwalbe im Briefkasten.

Toll schon die erste Seite — mehr will ich nicht verraten, und dann kommt jede Menge interessanten Lesespaßes, allerdings ist dieses Mal kein Retro-Artikel dabei.

Aber das lässt euch vielleicht ein wenig zusätzliche Zeit, um zumindest das eine oder andere Original in der Retro-Abteilung zu lösen und auch zu kommentieren?! Das würde mich, das würde alle Schwalbe-Leser erfreuen, und ich glaube, es lohnt sich. Viel Spaß also dabei!

Smullyan like

Viele kennen und lieben die Bücher von Raymond Smullyan, beispielsweise Chess Mysteries of Sherlock Holmes. Nun hat Andrew Buchanan auf ein Buch aus dem Jahre 2000 (!) aufmerksam gemacht, das im Stile Smullyans verfasst ist und frei zugänglich im Internet zum Lesen und Herunterladen zur Verfügung steht: Sherlock Holmes Visits the Chameleon Chess Club: Further Adventures in Retrograde Chess Analysis von Bill Murden mit einem Vorwort noch von Raymond Smullyan.

“Natürlich” in Englisch, aber das lohnt sicher zu lesen, darin zu schmökern.

Viel Spaß dabei!

September-Problemist

Gestern hatte ich das Septemberheft des Problemist im Briefkasten. Viel interessanten Le/ösestoff findet ihr dort:

Wie immer Urdrucke, Preisberichte, “Selected Problems” mit wie immer von Bernd Gräfrath hervorragend besprochenen Retros. Übrigens wird die Mehrzügerrubrik schon seit ewigen Zeiten von Jörg Kuhlmann betreut, die Selbstmatt-Rubrik nun durch Hartmut Laue.

Im Mittelpunkt dieses Hefts steht allerdings eine ausführliche Berichterstattung über das WCCC in Dresden unter den verschiedensten Gesichtspunkten. Wenn ihr nicht nach Dresden gekommen seid, weil ihr meint, das lohne nur, wenn man z.B. bei der Löseweltmeisterschaft mitmache, wenn man Delegierter sei, dann gibt Ian Watson eine tolle Antwort:
“The real reason we go to the WCCC isn’t for the solving, the composing, the lectures or the meetings, it’s to sit in the bar at the end of the day, chatting to old friends and exchanging eccentric ideas.” (S. 176 oben)

Also auf Richtung Bar in Ohrid (Mazedonien) vom 1. bis 8. September 2018…

WCCC Bulletin

Wollt ihr noch einmal das WCCC in Dresden Revue passieren lassen? Noch einmal die aufgaben aller Lösungsturniere anschauen, selbst lösen? Wollt ihr die Preisberichte zu den Kompositionsturnieren durchsehen? Wollt ihr noch das eine oder andere Foto betrachten? Wollt ihr einfach noch in Erinnerungen schwelgen oder den Kongress ein wenig nachvollziehen, wenn ihr selbst nicht teilnehmen konntet?

Das Bulletin des WCCC ist vor ein paar Tagen in der dritten Auflage erschienen: Es bietet sicher viel Lesespaß an diesem nicht so wirklich trockenen Wochenende…

Fünf Jahre

Heute ist der Retroblog fünf Jahre alt — unglaublich, wie die Zeit verfliegt…

Eigentlich hatte ich geplant gehabt, hierzu eine etwas ausführlichere Rückschau zu halten, aber das hat leider nicht geklappt. Im Moment bin ich beruflich sehr stark belastet, und auch andere Schach-Aktivitäten (Schwalbe, feenschach) verlangen einige Zeit.

Daher möchte ich die treuen Leser um Verzeihung bitten, dass es hier in den letzten Wochen etwas ruhiger geworden ist — ich hoffe, dass sich das bald wieder ändern kann.

Da hat es sich als ganz richtig erwiesen, dass ich mir von Anfang an eine gewissen Nachhaltigkeit vorgenommen hatte: Die zeigt sich ja im regelmäßigen “Retro der Woche”. Und ich verspreche euch, das wird auch am kommenden Sonntag erscheinen!

Pünktlich wie die Maurer

Wie immer sind zum Quartalswechsel zwei Schachzeitungen genau pünktlich erschienen:

StrateGems 79 enthält neben sechs Retro-Urdrucken die 8. Ausgabe von “Future Proof Game chronicle” sowie viele lesenswerte Preisberichte.

Die Sociedad Española de Problemistas de Ajedrez hat die 19. Ausgabe von Problemas veröffentlicht, die wie immer über die SEPA-Seite gelesen bzw. heruntergeladen werden kann. In dieser Ausgabe gibt es ausnahmsweise keine spezifischen Retro-Beiträge, dennoch wie immer lesenswert!

Buchempfehlung

Dieses Buch wird heute in Andernach vorgestellt. Ich kann es von ganzem Herzen schon jetzt empfehlen, da ich es schon kenne: Ich hatte es gesetzt. Wer also über den Retro-Tellerrand hinaus schauen mag, wird hier großartige Lektüre (deutsch mit englischer Einführung und englischen Zusammenfassungen) vorfinden — wie man es von Hans Peter Rehm nicht anders erwartet. 

Hans Peter Rehm

Logik & Zweckreinheit
im Märchenschach

Logic in fairy chess

 ist der fünfzehnte  Band der  EDITIONS  FEE=NIX  (be=gründet im Jahre 1992 von Denis Blondel †  &  bernd ellinghoven) – erschienen in Andernach im Mai 2017 im  feenschach – Verlag von bernd ellinghoven, Königstr 3, D-52064 Aachen; be.fee@unitybox.de — Preis 35.- €, be=zahlbar aufs feenschach- Konto.

Dies ist nun schon das dritte Buch meines Freundes Hans Peter Rehm, das ich für  die editions fee=nix drucken durfte. Für meinen Geschmack hätte es gerne einige Aufgaben und Märchen­bedingungen mehr enthalten können, aber Pit wollte keine schwächeren Kompositionen aufnehmen.

Auf 260 Seiten werden 180 Spitzenkompositionen der Logischen „nichtorthodoxen“ Schule – also Märchenschach – ausführlich von HPR kommentiert (mit englischer Übersetzung); viele Großmeisterwerke stammen von ihm selbst, aber auch andere „Neudeutsche“ sind ausreichend vertreten, wie z.B. Aschwanden, Bakke, Loustau, Millour, Petkow, Shankar Ram, Tribowski, Wenda, Widlert…

Eine längst überfällige Referenz an die Ahnen: von Holzhausen, Kohtz & Kockelkorn, Kraemer, Grasemann, aber auch TRDawson & P.Kniest (einige s/w-Fotos).

(-be-)